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Leserbriefe

Staatspleite verhindern

Lesermeinungen zur Griechenland-Krise

Wenn Griechenlands Reiche nicht ihre Gelder in Höhe von Hunderten Milliarden Euro ins Ausland verschoben hätten und Griechenlands Regierung sich nicht der Mittäterschaft schuldig gemacht hätte, brauchte das Land die Rettungs-Milliarden gar nicht. Das ist der eigentliche Skandal, und er müsste Tag für Tag öffentlich gemacht werden.

Robert Neuhaus

Es müsste sich einem der Magen umdrehen, wenn der nicht schon so voller Wurt wäre, denn selbst nach Ansicht des Bundesfinanzministeriums wird der verharmlosend als ’haircut’ bezeichnete Schuldenschnitt vor allem die griechischen Rentenkassen treffen, während Banken und deren Kunden mit dem neuen Rettungsplan wahrscheinlich mit einem blauen Augen davonkommen werden. So stelle ich mir europäische Solidarität nicht vor: Einerseits mit öffentlichen Mitteln private Spekulanten und Zocker, die um die Risikobehaftung ihrer Hochzins-Anleihen wussten, verschonen, andererseits Rentner und Pensionäre um ihre einzige kapitalwerte Altersabsicherung bringen. Heute sind ‚nur’ griechische Arbeitnehmer im Rentenalter die in erster Linie Leidtragenden. Wer jedoch glaubt, dass der griechische Schuldenschnitt und ein dubioses Finanzinstrumentarium die strukturelle Euro-Krise bewältigen könnten, muss schon sehr naiv oder aber Lobbyist sein. Aufatmen können so vorläufig nur die Geldhäuser und die Spekulanten, bevor sie die Euro-Staatengemeinschaft zu weiteren Klimmzügen im Interesse ihres Privatwohls zwingen.

Ulrich Reppenhagen

Ohne die EU-Diktatur wären die Staaten allgemein in jeder Beziehung besser dran, denn die einzelnen Staaten und deren Bürger sind bereits faktisch zu Leibeigenen der EU geworden. Eine allgemeine Zusammenarbeit aller europäischen Länder und des Restes der Welt ist ohne eine EU absolut möglich, wenn alle Regierungen dabei ihre absolute Autonomie behalten. Dabei dürfte einzig und allein das Volk über alles bestimmen hat und die Regierenden nur das Recht haben, dessen Beschlüsse auszuführen. Die EU als diktatorisches Instrument entmündigt jeden ihr angehörenden Bürger und jede Regierung jedes der EU angehörenden Staates. Das grosse Geschrei um die Euro-Rettung ist nichts weiter als der verzweifelte Versuch, diese Diktatur zu erhalten, koste es was es wolle und immer entgegen bzw. auf dem Rücken des Volkes. Der beste Weg, den alle Staaten Europas gehen könnten, wäre der, das Diktaturgefüge der Europäischen Union völlig zu zerschlagen und die Diktatur in der Versenkung verschwinden zu lassen, damit jeder Staat wieder die völlige Eigenständigkeit erlangt und jeder Bürger wieder freier atmen kann - das aber muss so schnell wie möglich geschehen, denn noch ist Zeit dazu.

Achim Wolf

Dieser sog. Rettungsschirm soll eine Summe bis zu 1 Billion Euro umfassen. Da sich fast keiner unter dem Umfang dieser ungeheuren Summe etwas vorstellen kann, hier ein anschauliches Beispiel: Würde man diese Summe aus 500 € Scheinen stapeln, so würde sich ein Turm ergeben, der bis in die Höhe von 200 Km reicht. Die obersten Schein müssten von niedrig fliegenden Satelliten getroffen werden.

Bruno Mattern

Das Kind ist (als Bargeld) noch keine zehn Jahre alt und schon sehr, sehr krank. Es wurde bereits mit schweren Geburtsfehlern gegen den Rat namhafter Fachleute viel zu früh in die Welt gesetzt. Die Eltern vernachlässigten ihre Aufsichtspflicht fahrlässig. Das Schulden-Krebsgeschwür hatte leichtes Spiel und bildete rasch Metastasen, zumal das Abwehrsystem von freien radikalen Spekulanten und Banken stark geschwächt wurde. Total überforderte und offenbar nicht sehr sachkundige Therapeuten versuchen jetzt das Kind mit gepumpten Spritzen zu retten und hebeln damit das Immunsystem endgültig aus. Fürwahr ein Teufelskreis! Dabei böten beherzte chirurgische Eingriffe eine wesentlich bessere Prognose. Schlimm ist auch, dass die Masse der unfreiwilligen Blutspender, sprich Steuerzahler, gnadenlos über den Tisch gezogen wird, ganz abgesehen von deren Kindern und Enkeln.

Johann Bures

Europa ist ein derartig hohes Ideal und daher jedes Opfer wert. Es gibt zwei Schritte um aus dieser Krise zu gelangen: 1.) Alle EU-Staaten zahlen ihre Schulden über eine Schulden-Abbau-Steuer (SAS), die über einen Steuersatz von 0,35 % bei jeder Kontobewegung anfällt (Ein-und Auszahlung). Diese Steuer darf exklusiv nur zur Tilgung der Schulden genutzt werden und entfällt automatisch, wenn die Schulden restlos bezahlt sind. Mit diesen SAS-Einnahmen werden sofort die EU-Haushalte entlastet. Die SAS wird aufgeteilt in 0,2 % für den Staat, 0,1 % für die Länder und 0,05 % für die Gemeinden. Die Aufteilung auf die Länder und Gemeinden ist entsprechend der Einwohnerzahl.2.) Alle EU-Staaten nehmen in ihren Verfassungen einen neuen Artikel auf, der verbietet, dass ein Staat, ein Land oder eine Gemeinde Schulden machen darf. Jeder Haushalt muss stets ohne Neuverschuldung ausgeglichen sein und jedes Regierungsmitglied und Abgeordnete haftet mit seinem gesamten Privatvermögen, wenn am Ende einer Legislaturperiode unbezahlte Verpflichtungen verbleiben. Dadurch verbleibt den Banken vorzugsweise das Privileg Industrie und Handel sowie Privathaushalte finanziell viel besser auszustatten, sodass dadurch Europa zu einer neuer Blüte kommt zum Segen aller und zu einer dauerhaften stabile Zukunft.

Michael Peuser

Die Euroschuldendkrise und der sogenannte "Rettungsschirm" in Billionen-Euro-Höhe - nicht nur für Griechenland - dokumentieren auch das Führungsversagen und den Kontrollverlust der deutschen CDU-FDP-Bundesregierung. Schuldenschnitt und Schuldenerlass für defizitäre EU-Volkswirtschaften sind der Anfang vom Ende des (T)euros als Währung in Europa. Immer mehr Menschen haben Angst vor der EU-Schuldenkrise. Wo bleibt der Rettungschirm für Kinder- und Altersarmut sowie für die Millionen Langzeitarbeitslosen in Deutschland ? Die Arrmut zwischen Rostock und München steigt ständig und schon heute besuchen 1,3 Millionen Menschen in Deutschland die Armenküchen.

Albert Alten

Leider hat sich die öffentliche Meinung hinsichtlich der "Schuldigen" mal wieder auf die Banken eingeschossen! Dabei wird übersehen, dass die Politik weltweit, aber auch in der Euro-Zone der eigentliche Verursacher ist. Wir alle, auch Deutschland, leben seit Jahrzehnten über unsere Verhältnisse. Trotzdem wählen viele immer wieder diese Parteien und die Erwartungshaltung an den "Staat" ist ungebrochen. Die Banken sind bei den Staatsanleihen nur der Politik gefolgt, hier gab es keine Spekulationsblase nur eine Blase der Staatsausgaben. Ein Schuldenschnitt wäre wohl sinnvoll, die Konsequenzen kennt niemand, denn wer soll Staaten dann noch Kapital leihen, wenn man sich so einfach von den Schulden trennen kann, das gilt auch für Deutschland! Vermutlich hilt hier nur eisernes sparen verbunden mit einer Vermögensabgabe zur Tilgung der überbordenden Schulden.

Manfred Niehus

Nun sind endlich auch die Regierenden soweit, dass sie, genau wie die Mehrheit der Bevölkerung, einen Schuldenschnitt von voraussichtlich 60 % für Griechenland in Erwägung ziehen. Bis es dann soweit ist, wird sicher wieder wertvolle Zeit verstreichen. Die Rettung Griechenlands durch Hineinpumpen immer neuer Milliarden in ein krankes und von Anfang an auf Lügen und Korruption gegründetes System konnte nicht gelingen. Nach dem Schuldenschnitt, der uns alle noch schmerzhafte Opfer abverlangen wird, muss in Griechenland erst einmal eine funktionierende Infrastruktur aufgebaut werden.

Helmut Jung

Ob man morgens die Zeitung aufschlägt oder den Fernseher anstellt, es wird stets über dreistellige Milliardenbeträge oder gar Billionen (zum Glück noch einstellig) berichtet. Niedrigere Beträge kommen gar nicht mehr in Betracht. Dazu kommen stets etliche mehr oder weniger kompetente Finanzexperten, die entweder den Untergang Griechenlands oder den Absturz des Euro kommentieren. Ist dann einmal ein seriöser Politiker so mutig und hat eine andere Meinung und bezieht sich auf seine im Grundgesetz verankerten Rechte, wird er von einem "Kollegen" angepöbelt und eben dieses Grundgesetz missachtet. Man wendet sich als interessierter Wähler beschämt ab und verzweifelt an unserer Regierung. Schade!

Wolfgang Lind

Durch den Rettungsschirm für von der Pleite bedrohte Staaten zieht man die noch halbwegs gesunden Staaten ebenfalls in den Strudel der Zahlungsunfähigkeit. Hiergegen sollen zwar striktes Sparen und Schuldenbremsen helfen. Man übersieht aber, dass die Staatsausgaben die Wirtschaft aller Länder vor der Krise bewahren. Abgesehen von der Produktion öffentlicher Güter (Rechtssicherheit, Straßen usw.), die wir mit unseren Steuern bezahlen, verteilt der Staat um. Dabei leiht er sich Geld und bestreitet damit Subventionen und Sozialausgaben. Die Subventionen gehen direkt in die Wirtschaft (den Produktionsapparat) und helfen dort z. B. schwachen und förderungswürdigen Unternehmen. Die Sozialausgaben geben die Empfänger wieder aus, sie kommen also auch der Wirtschaft zugute (lassen dort die Kassen klingeln). Ohne diese Geldspritzen geht die heutige Wirtschaft zugrunde, weil viele reiche Bürger weniger Geld für den Konsum und für Investitionen ausgeben, als sie einnehmen. Dieses Geld holt der Staat durch seine Verschuldung (zumeist über die Finanzmärkte) zurück. Die Rückführung muss aber durch Besteuerung und nicht durch Verschuldung stattfinden. Finanztransaktionssteuer, stärkere Besteuerung großer Einkommen, Vermögen und Erbschaften und der astronomischen Gewinne mancher Unternehmen sind notwendig, um die bedrohlichen Ungleichgewichte abzubauen, die uns nur die Wahl lassen zwischen Staatsbankrott und Wirtschaftskrise.

Hans Oette

Der oberste "Seegerichtshof" hat nun entschieden, dass der Kurs der "Deutschland" zur Rettung schiffbrüchiger Euroländer aus dem Schuldenstrudel verfassungskonform ist. Immerhin kann jetzt die Passagierevertretung der Reederei der Kapitänin auf die Finger schauen bzw. hauen. Die Mehrheit der Passagiere selbst indes lehnt den Kurs ab, weil sie befürchtet, dass das eigene Schiff bei den Rettungsversuchen größeren Schaden nehmen könnte. Die Kapitänin kümmert das allerdings wenig, weil siesogar die Opposition auf ihrer Seite hat. Hoffentlich besitzt die "Deutschland" trotz Höchstbelastung noch so viel Kraft und Stabilität, um nicht vom Schuldenstrudel mit in die Tiefe gerissen zu werden. Mit größeren Schäden ist auf jeden Fall zu rechnen, die dann die Passagiere bzw. deren Nachfahren zu bezahlen haben. Wie heißt es doch so schön: Vor Gericht und auf See ist man in Gottes Hand. Lasset uns beten!

Johann Bures

Die Entwicklung der Rettungsmaßnahmen des Euros laufen doch darauf hinaus, Deutschland zu überreden, endgültig eine Schulden-Haftungsgemeinschaft einzugehen. Spätestens im Herbst werden Frau Dr. Merkel und Herr Schäuble den Euro-Bonds, also gemeinsame Staatsanleihen, zugestehen. Dann können den schuldenträchtigen Ländern weiterhin billigere Gelder zur Verfügung gestellt werden, zu Lasten der teureren Zinsen u.a. unseres Landes. Dadurch wird in den nächsten Jahren der Schuldendienst bei uns astronomische Größen erreichen und so notwendige Investitionen auf der Strecke bleiben. Da die Sozialdemokraten und Bündnis"Die Grünen" bereits zu erkennen gegeben haben, dass sie die Transferunion und ein gemeinsames Zinsniveau für die Euro-Staaten befürworten, sind die Absichten der Schuldengrenzeinhaltung in Deutschland nicht mehr ernst zu nehmen. Der Wunsch der Bürger nach Solidität in der Finanzpolitik ist jedenfalls gedanklich von den verantwortlichen Politikern aufgegeben worden. Ich vermisse den Protest der frei gewählten Abgeordneten in den Parlamenten. Das Volk wird nicht gefragt. Unter Demokratie verstehe ich etwas anderes.

Günter Steffen

Ich habe zu all den Entscheidungen der heutigen Regierungen fürchterliche Ängste. Die Rettungsversuche Griechenlands werden scheitern, Angela Merkel wird keine Kanzlerin mehr sein und die Nachfolge-Regierung wird wieder einmal das Volk zur Kasse bitten, weil sie ja das Chaos der Vor-Regierung reparieren müssen. Dieses Procedere geschieht im Leben leider immer wieder.

klaus dittmer

Sehr geehrte Damen & Herren,

sämtliche Medien überschlagen sich täglich mit neuen Hiobsbotschaften über Griechenland. Weltweit sehen wir drastische Auswirkungen im Finanzwesen und selbst das Wirtschafts-Tagesgeschäft wird beeinträchtigt u. a. auch durch die €-Schwankungen. In Deutschland muss sich nun sogar das Bundesverfassungsgericht mit diesem Thema befassen und zögert aus Furcht vor einer erneuten weltweiten Finanzkrise. Die Ratingagenturen setzen die Politiker und die Europäische Zentralbank unter Druck.Was muss eigentlich noch alles passieren, bevor man diesem Spuk ein Ende bereitet? Damals hat sich Griechenland die Mitgliedschaft in der EU unlauter erschlichen und heute beschimpft man uns, obwohl wir helfen. Diese Ungerechtigkeit muss ein Ende haben, die Deutschen wollen nicht mehr Geld hinterherschmeißen. Sollen die Politiker doch das Volk ´mal fragen (Volksentscheid) ob es bereit ist, auch die Konsequenzen mitzutragen wenn man Griechenland "pleite" gehen läßt! Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende! Jedenfalls ließt man heute in der Presse, dass der deutsche Arbeitnehmer erst seit heute Morgen für das eigene Portemonnaie arbeitet, bisher hat man das ganze halbe Jahr nur für den Staat gearbeitet und die Politiker schicken alles zu den obendrein auch noch undankbaren Griechen! Und jetzt kommt das allerschärfste, was mich veranlaßt diesen Leserbrief zu schreiben: heute entnehme ich der Presse ("Die Welt"), dass Rekordpreise für Luxusobjekte in Londoner Stadtteilen wie z. B. Belgravia, Mayfair, Kensington, Chelsea und Holland Park (das teuerste, was es überhaupt gibt) u. a. auch von Griechen bezahlt werden.Und das wird von der EU (letztlich uns Bürgern) finanziert! Die Banken halten sich ja vornehm zurück. Ein Londoner Banker hat mir ´mal gesagt: "we are not in the business of taking risks!!!". Wie bescheuert sind wir kleinen Bürger eigentlich? Ich glaube, viele denken so wie ich - und warum sagt keiner etwas? Die Griechen demonstrieren und zerschlagen alles - friedlich demonstrieren sollten eigentlich w i r !!! In der Hoffnung, dass die Politiker Gelegenheit bekommen, diese Wahrheit zu lesen verbleibe ich mit den besten Grüßen

Peter R. Cent

Was mir fehlt sind offene direkte Worte von Schäuble an die Nation nicht nur vor Gericht. Z.B. in einer Sonderansprache um 20.15 Uhr. Wie argumentiert er z.B., dass Deutschland mehr als die Hälfte der aktuellen Hilfen übernimmt? Was mir zudem fehlt sind Worte des Dankes an die Europäer von Papandreou. Ist das denn so schwer?

Nils Bollerson

Im realen Leben, und nicht in den olympischen Höhen, wo jetzt Mammon herrscht und nicht mehr die Götter Homers und Politker abgehoben Entscheidungen in isolierter Volksferne treffen, sieht das so aus: Die Kinder bekommen einen Lolly, damit sie still sind, aber dafür wird ihr kleines Sparschwein geschlachtet.

Hans-Emil Schuster

Die Krise in Griechenland kommt nun schon in die Jahre. Die Milliardenpakete werden geschnürt. Europäische Politik mit ihren Protagonisten streiten hin und her und der Dumme ist der Bürger in Europo und besonders in Griechenland. Ein Land mit einer einmaligen Kultur, mit Trauminseln, mit einer blühenden Landwirtschaft steht an einem finanziellen Abgrund ohne Beispiel. Seit zwei Generationen fast im Familienbesitz, bei denen alle Mitglieder und Freunde mit hochdotierten Posten versehen wurden, mit einer der größten Tankerflotten der Welt, mit den meisten Milliardären Europas, mit den luxuriösesten Yachten, die auf den Weltmeeren rumschippern und den sonnigsten Urlaubsstränden rund um das Mittelmeer, muß in der Lage sein, sich am eigenen Kragen aus dem Sumpf zu ziehen , den es selbst verursacht hat . Dazu müssen natürlich die Oligarchen, die sich in den letzten Jahren in unverschämter Weise selbst bedient haben, zuerst in die Pflicht genommen werden. Vielleicht sollten sich auch unabhängige und neutrale Gerichtsbarkeiten mit den gewaltigen Korruptions- und Selbstbedienungsmentalitäten einer großen Anzahl griechischer größenwahnsinniger Möchtegerne beschäftigen. Dann könnte es vielleicht gelingen, den Knoten zu lösen, der dieses herrliche Land mit seinen gastfreundlichen Menschen in den Ruin getrieben hat.

Jürgen Stauff

Bei der Einführung des EURO im Jahr 2000 haben die Politiker versprochen, der EURO wird so hart wie die DM. In meinen kühnsten Träumen hätte ich mir nicht vorstellen können, dass dies einmal in einem Desaster enden würde. Die Politiker haben dies durch Ignoranz und Unfähigkeit total vermasselt. Die Griechenland pleite war vorhersehbar. Schon 2003 hat Eurostatistik gewarnt, dass Griechenland weiterhin gefälschte Statistiken vorlegt und sich weiter verschuldet, staat Schulden abzubauen. Die Banken- und Finanzkrise war nur möglich, weil die Politiker die Finanzmärkte Dereguliert haben, dadurch wurde dem Betrug Tür und Tor geöffnet. Die 2008 versprochene Regulierung de Finanzmärkte wurde nicht durchgeführt und so geht der Betrug weiter. Die Politiker begehen Untreue im Amt.

Mit freundlichen Grüßen

Horst Zeck

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist zwar sehr nett, dass die griechische Regierung das Vertrauen des Parlaments erhalten hat, das ändert jedoch nichts an der finanziellen Situation des Landes. Das Land ist insolvent, und diese Insolvenz kann man nicht mit weiteren Krediten beheben. Im Wirtschaftsrecht würde man die Rettungsversuche mit Insolvenzverschleppung bezeichnen, was strafbar ist. Die Situation Griechenlands und anderen Staaten der Euro-Zone ist aber eine Folge der fehlerhaften Konstruktion dieses Gebildes. Eine Währung setzt nämlich eine einheitliche Finanz- und Wirtschaftspolitik voraus, in der nicht jeder Staat machen kann, was für ihn vorteilhaft ist. Bei solchen Voraussetzungen wären dann auch Hilfen kein Problem, denn, wie in der Bundesrepublik, könnte es einen Finanzausgleich geben.Doch jemanden neue Kredite zu geben, der schon die vorhergehenden nicht bedienen kann, ist sowohl für den Kreditgeber wie den Kreditnehmer unverantwortlich. Dagegen helfen auch keine noch so strikte Sparmaßnahmen, es sei denn alle Griechen verzichten auf jeglichen Konsum und stellen die so eingesparten Mittel dem Staat zur Verfügung. Das ist wohl ebenso absurd, wie die unqualifizierten Rettungsversuche der EU. Es wird nämlich kein Weg an einem teilweisen Schuldenerlass für Griechenland unter Einsatz eines kompetenten Insolvenzverwalters vorbeiführen. Gleichzeitig sollten von der Politik endlich Maßnahmen ergriffen werden, die Banken wieder zu solidem Handeln verpflichten. Wer nämlich Kredite gewährt, ohne ausreichende Prüfung der Bonität der Kreditnehmer, handelt fahrlässig. Solche Fahrlässigkeiten waren bereits die Ursache für die vergangene Finanzkrise, und wenn die Bedingungen nicht umgehend verändert werden, beginnt mit den neuen EU-Krediten das nächste Finanzdesaster.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Hannemann

Sich als Sprachrohr der "Bürger mehrheitlich" auszugeben, halte ich für etwas arrogant. Es gibt auch zumindest politisch ungebildete Leser, die einer Manipulation nichts zu entgegnen haben, doch bei Ihnen hätte ich mehr Wissen um die Begleitumstände des "Ladenhüters" der FDP vorausgesetzt. Steuererleichterungen kurbeln bekanntlich die Binnenkonjunktur an und produzieren neue Steuereinnahmen. Und Sie sind dagegen? Ich bitte noch um ein Beispiel, welche "Regierung über den nächsten Wahltag hinausdenkt". Sonst sollte man diese sehr SPD-freundliche Formulierung unterlassen.

Henry Peper

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wie blauäugig oder politisch machtlos muss man eigentlich sein, wenn Frau Merkel und ihre Kollegen in Brüssel es den Banken überlassen, sich freiwillig an einer „Rettung Griechenlands“ zu beteiligen, um sich dann öffentlich (angeblich) zu wundern, dass von dort kein Euro rollt. Warum auch? Im Interesse ihrer Kunden ist es, wenn Banken und Versicherungen prächtig und risikolos an der Krise verdienen dürfen: Hohe Zinsen auf griechische Anleihen im Portfolio, wobei diese Schrottpapiere im Fall der Fälle von der EZB als Sicherheit akzeptiert werden. Öffentlich geäußerte „Zweifel“ wie die von Frau Merkel dienen doch lediglich dazu, dem Steuerzahler vorzugaukeln, dass nicht nur er am Ende die ‚Suppe’ auslöffeln muss, die ihm andere eingebrockt haben. Wann dürfen wir mit dem nächsten Schäufelchen Sand rechnen?

Mit freundlichen Grüßen,

Ulrich Reppenhagen

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wie blauäugig oder politisch machtlos muss man eigentlich sein, wenn Frau Merkel und ihre Kollegen in Brüssel es den Banken überlassen, sich freiwillig an einer „Rettung Griechenlands“ zu beteiligen, um sich dann öffentlich (angeblich) zu wundern, dass von dort kein Euro rollt. Warum auch? Im Interesse ihrer Kunden ist es, wenn Banken und Versicherungen prächtig und risikolos an der Krise verdienen dürfen: Hohe Zinsen auf griechische Anleihen im Portfolio, wobei diese Schrottpapiere im Fall der Fälle von der EZB als Sicherheit akzeptiert werden. Öffentlich geäußerte „Zweifel“ wie die von Frau Merkel dienen doch lediglich dazu, dem Steuerzahler vorzugaukeln, dass nicht nur er am Ende die ‚Suppe’ auslöffeln muss, die ihm andere eingebrockt haben. Wann dürfen wir mit dem nächsten Schäufelchen Sand rechnen?

Mit freundlichen Grüßen,

Ulrich Reppenhagen

Liebes Abendblatt,

ein Leserbrief zum Thema Milliarden für Griechenland! Wenn etwas besonders töricht ist, heißt es doch "Das hieße Eulen nach Athen tragen!" Wenn man sich die Rückseite der griechischen 1 Euro-Münze anschaut, auf der eine Eule zu sehen ist, dann bekommt dieser Ausspruch doch eine ganz andere Bedeutung und wir hoffen doch alle, das es nicht töricht ist.

Peter Benz Buchholz

Mir tun die Griechen leid , mit dem Geld , das wir ihnen leihen , können sie man gerade eben die Zinsen bezahlen für das Geld ,das sie uns schulden ; eigentlich bräuchten sie einen Batzen Bares , um eine vernünftige Infrastruktur und ein funktionierendes Steuersystem aufzubauen und dadurch Arbeitsplätze zu schaffen. Wenn ich diese planlose Herumwurstelei unserer Regierung beobachte und sehe , wie wir alle - und in dem Fall nachhaltig ! - immer mehr verblöden, (denn jeder spricht von Bildung , doch jeder versteht darunter etwas anders), dann ist auch bei uns, und das in nicht zu langer Zeit " Griechenland " .

Diane Kowalske

Griechenland ist so gut wie Pleite. Die Griechen-Politiker sind alle bestechlich.Sie haben alle ihre schwarze Konten im Ausland. Die Politiker in Griechenland haben mit den Reichen und Mafia gemeinsame Sache gemacht. Der öffentliche Dienst ist auch korrupt und aufgebläht.Dazu kommen noch übige Gehaltszahlungen an die hauptamtlichen Gewerkschafter. Wenn das mit die EU-Zahlungen an Griechenland so weiter geht,ist Deutschland eines schönen Tages auch Pleite. Der Pleitegeier kreist schon über Deutschland.Die griechischen Politiker haben mit ausländischen Kreditgelder an der Börse spekuliert und dabei haben sie Milliarden Euro verloren. Bei einem Erfolg wollten sich die griechischen Politiker und Reiche,Mafia das Geld in die eigene Tasche stecken. Für die Verluste kommt der einfache Bürger auf, der Arbeiter und der Angestellte sowie der kleine Geschäftsmann. Die Reichen haben ihr Geld rechtzeitig ins Ausland geschafft,damit sie keine Steuern zahlen müssen.Die Reichen haben ihre Luxusboote mit einer fremden Flagge ausgerüstet,damit sie keine Steuern zahlen müssen.Jahrzehntelang hat man in Saus und Braus gelebt.Nun ist es vorbei! Viele Geschäftsleute in Griechenland werden mit Schutzgeldzahlungen erpreßt durch die Mafia. Bekämpfung der Mafia,Korrupter Politiker usw. ist jetzt neben Steuerzahlungen der Reichen, das wichtigste. Die schönen Reden der Bundespolitiker ist was für die Kirche am Sonntag,aber nicht für das deutsche Volk.Keiner hat Verständnis dafür,das die EU-Milliarden in Griechenland versenkt werden,in ein Faß ohne Boden und unsere Städte und Dörfer,der einfache deutsche Staatsbürger braucht das Geld viel dringender. Der Staat kann sich nicht leisten für die Bildung unserer Kinder mehr Geld auszugeben,aber für Mißwirtschaft in Griechenland, da sind auf einmal Milliarden vorhanden aus der EU. Viele Politiker in Europa und Unternehmer haben EU-Subventionen in die eigene Tasche gesteckt.Wer hilft einmal Deutschland,wenn wir Pleite gehen sollten?Die schönen Reden der Poltiker,"wir müssen Griechenland helfen,um Turbolenzen auf den Finanzmärkten zu verhindern,damit unsere eigene Wirtschaft drunter leidet", kann schon keiner mehr hören.Im Grunde leiden darunter die Profitgier der großen Konzerne und Unternehmer.Der einfache Bürger hat nichts davon,aber er darf nachher die Zeche zahlen. Es steht fest das der Reiche in Europa kaum an den Kosten der Griechenland-Krise beteiligt wird. Da traut man sich nicht heran,seitens der Politiker,weil sie miteinander "unter einer Decke stecken" bzw. gemeinsame Sache machen. Das kann sehr teuer werden!

Peter Reimann

Zum Kompromiss zwischen Frau Merkel und Herrn Sarkozy Da sich die Banken nur auf freiwilliger Basis am zusätzlichen Rettungspacket für Griechenland finanziell beteiligen müssen, gehe ich davon aus, dass die deutschen Steuerzahler ab sofort auch nur noch auf freiwilliger Basis Steuern bezahlen müssen. Ansonsten müsste man Frau Merkel ja unterstellen, dass sie primär die Interessen der Banken, speziell der französischen Banken vertritt und nicht die Ihres Wahlvolkes. Es ist eine Zumutung, für wie unwissend Frau Merkel ihre Wähler hält. Leider wird der deutsche Steuerzahler schon bankrott sein, bevor sie abgewählt wird.

Bittermann Dagmar

Oliver Schade hat Recht: Die Rechnung werden wir Steuerzahler begleichen müssen wie so oft. Dabei tragen wir keine Schuld an dieser Katastrophe. Mitverantwortlich sind aber die europäischen Kontrollbehörden, die EU-Kommissionen und EU-Parlamente, die sich seit 30 Jahren von den Griechen übers Ohr hauen ließen. Warum haben die Banken, die mit Samthandschuhen angefasst werden sollen, und vor allem die Rating-Agenturen, die sich zu Richter über ganze Staaten aufschwingen, seit Jahren geschwiegen? Haben auch sie nichts bemerkt vom griechischen Schlendrian? Entweder waren die Herren in den Chefetagen umfähig oder gleichgültig. Die Banken, die sich in den letzten Finanzkrisen blamierten, müssen jedenfalls mit ran, wenn es um die Schuldentilgung geht. Der Staatsbankrott Griehchenlands wäre ein fatales Signal nicht nur für die EU und die Weltwirtschaft, sondern auch für die um ihre Freiheit kämpfenden arabischen Völker. Wenn die Europäer nicht einmal ihr griechisches "Brudervolk" unterstützen, um so weniger die Araber. Als Konsequenz aus der Krise schlage ich die Gründung der Vereinigten Staaten von Europa vor, eines Bundesstaates mit gemeinsamer Finanz-und Wirtschaftspolitik. Die hätte man logischerweise vor(!!!) der Einführung des Euro etablieren müssen.

Christian Fuchs

Die Kanzlerin fordert energisch (wohl nicht zuletzt auf Drängen ihres Finanzministers), dass Banken und private Gläubiger sich an der Rettung Griechenlands beteiligen.Damit soll der Steuerzahler besänftigt werden.Herr Sarkozy ist anderer Meinung. Die Lösung ist genial. Beide bekommen ihren Willen, der smarte Gallier ein kleines Bisschen mehr. Die Banken und privaten Gläubiger sind dabei.Frau Merkel jubelt. Herr Sarkozy auch, denn das Ganze soll auf freiwilliger Basis geschehen; wie man anehmen darf, also garnicht. Auf Pferdemärkten vergangener Zeiten nannte man so etwas Rosstäuscherei.

Hans-Emil Schuster

FREIWILLIGE Beteiligung privater Banken etc. an der Sanierung Griechenlands? Lächerlich! Aber Frau Merkel stimmt zu. Am Ende werden wir deutschen Steuerzahler für einen Großteil der zig Milliarden Euro von griechischen Staatsanleihen bei französischen Großbanken garantieren und bezahlen - wie von Herrn Sarkozy unausgesprochen gewollt. Für wie dumm wollen uns unsere Politiker eigentlich noch verkaufen?! Denn so dumm, daß sie diese Taschenspielertricks nicht durchschauen, dürften sie doch eigentlich ihrerseits nicht sein. Aber wer weiß, vielleicht sind sie es ja doch?

Mit freundlichen Grüßen

Manfred W.H. Kuhlmann

Nach allem, was man liest, wird aus Griechenland ein ordentliches Staatswesen nur, wenn für mehere Jahre EU-Aufseher in den dortigen Ministerien dauerhaft verweilen. Was heißt hier „Verlust von Nationalstolz“?! Worauf denn, bitte? Nach den Regeln Platons und Sokrates´ lebt man dort nicht, die Tempel sind 2000 Jahre alt und die Schrift kann niemand lesen.

Bernd Wenzel

Es ist schon erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit gesagt wird, dass natürlich der deutsche Steuerzahler belastet werden wird, obwohl er ja 1.) vermutlich den Euro nicht gewollt hätte, 2.) nichts für die jetztige Problematik kann ! Und ich dachte immer, eine Regierung setzt sich für die Interessen des eigenen Volkes ein. Irgendwas stimmt da wohl nicht mehr so ganz ...

Jens Bartling

Das kommt davon, wenn nicht rechtzeitig gehandelt wird. Als bekannt wurde, daß Griechenland den Beitritt zum Euro-Klub durch betrügerische Manipulation erschwindelt hat, hätte der sofortige Ausschluß erfolgen müssen, weil eben die Grundlage für die Mitgliedschaft nicht gegeben war. Das hätte das Ansehen des Euro stabilisiert und den europäischen Steuerzahlern viel Geld gespart. Nun muß ein Faß ohne Boden mit Steuergeldern gefüllt werden.

Dr. Gunter Alfke

Nur eine radikale Umschuldung kann Griechenland noch retten. Die Rettungspakete sind Euro-Vernichtungspakete! Politiker und Banken müssen für den von ihnen verursachten wirtschaftlichen Irrsinn haften.

Mit freundlichen Grüßen

Herbert Gaiser

Sehr geehrte Damen und Herren,

Kanzlerin Merkel sagte : “Wir haben keine Eurokrise, sondern eine Schuldenkrise”. Die Schulden haben aber nicht die Bürger und die Unternehmen gemacht, sondern “die Politiker”, in dem sie um Wohltaten zu verteilen, immer neue “Neuverschuldungen” veranlasst haben. Regierungen und die sie kontrollierenden Parlamente, die die eigenen Vereinbarungen wie die Aufnahmebedingungen in den EURO Raum in den Wind geschossen haben, den Mastrichter Vertrag aufgeweicht und das Verbot der Übernahme von Schulden anderer EU – Staaten vom Tisch gewischt , die Duldung, dass die EZB die faulen Kredite aufkaufen durften, zugelassen haben , sind das Problem. Verantwortung zum Wohle des Volkes sieht anders aus. Und anstatt jetzt ein Ende mit Schrecken herbeizuführen und Griechenland aus der Eurozone zu lassen, damit es mit freien Wechselkursen wieder auf die Beine kommen kann, wird behauptet, das schade Europa. Wieso denn ? Die EU hat auch vor dem Euro funktioniert und die Eurozone würde nur um ein Mitglied verkleinert. Wie auch immer : Am Ende ist es wie die Geschichte zeigt : die Herrschenden machen schwere Fehler, die der kleine Mann ausbaden muss. So geht das nicht weiter !

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Knobel

Sehr geehrte Redaktion,

ich habe volles Verständnis für die griechischen Demonstranten. Keiner hat sie damals gefragt, ob sie den Euro wollten. Keiner hat sie aufgeklärt über die Risiken und Nebenwirkungen. Aber jetzt, wo es schief gegangen ist, sollen sie dafür bezahlen und mit ansehen, wie ihr Volksvermögen an reiche Private verkauft wird. Die für dieses Chaos Verantwortlichen haften nicht (kennen wir bereits aus Hamburg). Und die fehlenden Milliarden? Sie sind natürlich immer noch da. In den Taschen der Banken und Fonds.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Landahl

 

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