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Leserbriefe

Weitere Briefe an die Redaktion Oktober 2010

"Wir machen nichts über die Köpfe der Bürger hinweg", 30. Oktober

Herr Mappus sagt u.a.in dem Interview: ".... . Ich möchte in keinem Land leben, in dem ein gegebenes Wort, ein Vertrag oder ein Gesetz nichts mehr gelten." Mich wundert es, dass Herr Mappus noch nicht ausgewandert ist. Wenn ich die Aussage, die ja auch etwas mit Moral und Ethik zu tun hat, mit der beschlossenen Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke verknüpfe, so ist festzuhalten, dass Herr Mappus, ein Befürworter des "Ausstiegs aus dem Ausstieg", zumindest mit "doppelter Zunge" seine Antworten gibt. Auch hier im Norden merken wir sehr schnell, wenn Politiker/innen immer wieder nach der "Erkenntnis" ihre Aussagen machen: Das macht ja nichts, das merkt ja keiner. Vorher Verknüpfungen denken, dann reden, es wäre oftmals klüger und der Demokratie dienlicher. Herr Mappus aber lebt in einem Land, in dem er nicht leben möchte. Aber er macht ja Politik hier.

Uwe Fossemer

Stadt verklagt Vattenfall wegen der Strom- und Fernwärmenetze, 30. Oktober

Sehr geehrte Redaktion, kaum hat Vattenfall seine Klage (wg. Moorburg) zurückgezogen und man hat sich mit der Stadt geeinigt, wird die Politik der Nadelsiche fortgesetzt. Stichworte: FW-Trasse Moorburg und ökologische Stromversorgung durch neuen Anbieter (kein Wort über die Kosten). Jetzt wird das Spiel forgesetzt mit der Vorbereitung zum Netzerwerb. Woher das Geld für den milliardenschweren Erwerb trotz leerer Kassen kommen soll, ist völlig unklar. Vielleicht geht es auch gar nicht darum, sondern man will einen politisch "ungeliebten" Stromversorger aus der Stadt vertreiben. Nachdem die Stadt die "Auflösung" der damaligen HEW massiv gefördert hat, ist sie jetzt dabei, die Arbeitsplätze am Standort zu gefährden. Beste Grüße

Werner Berndt

Grass und Lindenberg rufen zu Protest auf, 30. Oktober

Man lernt doch nie aus, ist eine alte Schulweisheit. Nur dass „sogenannte“ Künstler, wie Udo Lindenberg, Günter Grass und Moderatorin Charlotte Roche, um nur einige zu nennen; beurteilen können, ob ein Endlager für Atommüll in Gorleben geeignet ist, hab ich nicht gewusst. Aber ihr Aufruf zum Protest gegen den Castortransport ist ja sicher ein Beleg dafür. Es herrscht in unserem Land Meinungsfreiheit (Gott sei Dank) und auch Demonstrationsfreiheit. Unser Gesellschaftssystem ist durch den technologischen Fortschritt in allen detaillierten Bereichen auf ein enormes Fachwissen der Menschen angewiesen. Kranken wir daran, dass viele meinen es noch besser zu wissen als die Fachleute und dadurch enorme Verzögerungen und Verteuerungen produziert werden? !!!

Fritz Timm

Zahl der Arbeitslosen sinkt unter die Drei-Millionen-Marke, 28. Oktober

Sehr geehrte Damen und Herren!

Es ist bemerkenswert, von diesen Arbeitslosenzahlen zu lesen. Denn diese sind nicht realistisch. Wie heute schon in den Nachrichten darauf hingewiesen, werden viele Gruppen nicht mehr erfasst. Arbeitnehmer, die angeblich nicht zu vermitteln sind, werden als erwerbsunfähig eingestuft und belasten die Rentenkasse. Viele Arbeitnehmer über 50 Jahre müssen zu Zeitarbeitsfirmen, weil sie auf dem Arbeitsmarkt nichts mehr bekommen, Hartz IV-Empfänger scheinen auch nicht mehr in diese Statistik zu fallen, usw. Ich würde mich freuen, wenn Sie über die vielen Ausnahmeregeln berichten würden, die zu so einer niedrigen Arbeitslosenzahl führt.

Mit freundlichen Grüßen

Doris Rudolf

Muslime fühlen sich übergangen, 28. Oktober

Zu erwarten war es, in Deutschland wird eine Gesetzesänderung angekündigt, sofort melden sich der Zentralrat der Muslime und die Türkische Gemeinde in Deutschland lautstark zu Wort. Dabei geht es doch um eine notwendige Verbes-serung bestehenden Rechts hinsichtlich der Zwangsver-heiratungen, nicht nur der muslimischen. Mit welchem Recht müssen diese Verbände ein Mitspracherecht erhalten? Wünschenswert wäre deren Eigeninitiative zur Abwendung solcher erzwungener Ehen - dazu braucht es keinen runden Tisch -, keinesfalls aber die Einmischung in die deutsche Gesetzgebung. Spiegelt das die gepriesene Integrationsbemühung wider? Als Fazit bleibt mir die Erkenntnis, einen Zentralrat der Deutschen ins Leben zu rufen mit der Berechtigung steten Kritisierens - auch der anderen.

R. Knust

Die Zeit ist reif für Mini-Taxis, 27. Oktober

Sehr geehrte Redaktion!

Bereits jetzt gibt in Hamburg zu viele Taxis und für die Unternehmer ist ein "Überleben" auch mit dem bestehenden Tarif nur aufgrund einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 60 Stunden möglich. Sollen jetzt noch 200 (ZWEIHUNDERT) weitere Fahrzeuge zu einem Dumping-Tarif hinzu- kommen, würde das für viele Unternehmer das Aus bedeuten. Eine Familie könnte davon keiner mehr ernähren. Und die angestellten Fahrer müssten dann für Hungerlöhne arbeiten!ZITAT: "Doch diese Bedenken sollten zunächst einmal außen vor bleiben."

Birgit Nordheim

Merkel setzt beim EU-Gipfel alles auf eine Karte, 28. Oktober

Sehr geehrte Damen und Herren,

Mit ihrer Forderung, hartnäckigen Defizitsündern das Stimmrecht zu entziehen, spielt sich Frau Merkel auf dem EU-Gipfel auf wie Jeanne d’arc, und ‚die Presse’ sekundiert. Dabei ist es gerade zehn Tage her, dass die Kanzlerin auf französischen Druck hin ihre Forderung nach automatischen Sanktionen für Defizitsünder fallen gelassen hat, was landauf landab (in ‚der Presse’) als „Einknicken vor Sarkozy“ bewertet wurde. Nun „kämpfen“ beide unisono für einen Stimmrechtentzug für die bösen Schuldenbolde der EU, wohl wissend, dass die dafür notwendige Novellierung des EU-Vertrages politisch gar nicht durchsetzbar ist. Erstens: Wer hat wen über den Tisch gezogen? Zweitens: Wer streut wem Sand in die Augen?

Mit freundlichen Grüßen,

Ulrich Reppenhagen

HSV-Blamage in Frankfurt, 28. Oktober

Hier spielt eine der teuersten "Mannschaften" der Bundesliga ! Ein absolut emotionsloser und satter Haufen. Diese Truppe spielt wie eine Thekenmannschaft. Es wird Zeit beim HSV auszumisten. Der Fisch stinkt vom Kopf her. Es ist einfach erschütternd.

Heinz Krüger

Stadt Hamburg trennt sich von Vattenfall, 28. Oktober

Gerne wüßte ich,welche Kriterien ausschlaggebend waren bei der Auswahl der Lieferanten für den neuen Stromliefervertag. War es der Preis?? Vermutlich wollte man ( sprich Hajduk & Co.)wieder mal VATTENFALL eins auswischen. Nach dem Worten der GAL-Vorsitzenden F. hat Hamburg mit dem neuen Vertrag auf Ökostrom umgestellt.Mehr als paradox( oder auf hamburgisch: Dummtüüch): Vattenfall lieferte ja bisherder Hansestadt im Rahmen des bisherigen Vertrages schon Ökostrom,Angeblich spart man in Zukunft noch 10 Prozent CO2 mehr als bisher ein.Naja. Wer will so etwas messen? Ich frage mich nur, wenn Vattenfall auf dem deutschen Markt nicht versucht hätte, die Einmarkenstrategie durchzusetzen sondern listig unter den rennomierten Marken HEW und BEWAG Strom in HH und Berlin weiterhin Strom erzeugt und verkauft hätte, ob dann der Stromliefervertrag nicht wieder an HEW gegangen wäre.Der schwedische Name Vattenfall hat für Hamburger einen anderen Klang als HEW und weckt auch andere Assoziationen. Immer wieder versuche ich anderen klarzumachen, dass sich in Hamburg hinter dem Namen Vattenfall das alte hanseatische Unternehmen HEW verbirgt, das mal zu mehr als 70 Prozent den Hamburgern gehörte.. Wie ja bekannt, ist HEW aus Finanznot von kurzsichtigen Kommunalpolitikern an Vattenfall veräußert worden. Vattenfall war vor dem HEW-Erwerb ein unbedeutender Player auf dem europäischen Energiemarkt und mithilfe der finanziellen Reserven bei HEW erwarb Vattenfall die Berliner BEWAG und die mitteldeutschen Unternehmen Laubag und Veag um daraus Vattenfall Europe zu schmieden ( nachzulesen u.a. HA vom .19.10. ) Ach ja: Und wieso hat eigentlich nicht Hamburg Energie, ein Tochterunternehmen der Hamburger Wasserwerke den Zuschlag bekommen???

Rainer Gabius

Ich möchte mich ausdrücklich beim Hamburger Senat dafür bedanken, das der Stromvertrag weder an Vattenfall noch an Hamburg Energie gegangen ist. Damit werden definitiv Arbeitsplätze außerhalb von Hamburg gefördert und Hamburger Arbeitsplätze massiv gefährdet. Verantwortungsloser gegenüber seinen Wählern kann ein Senat kaum handeln.

Carsten Höppner

Ryanair streicht Tausende Flüge, 28. Oktober

Sehr geehrte Wirtschaftsredaktion,

danke für das Zitat des Hrrn Cawley. Wenn sein Unternehmen nicht als Steuereinsammler der deutschen Regierung fungieren möchte, dann soll der doch bitte seinen gesamten Flugbetrieb abziehen. Hätte nur Vorteile: Kein Lärm mehr in Hahn, Lübeck und auf sonstigen Dorfflughäfen. Bessere Auslastung der anderer Fluglinien und der Bahn. Keine klimaschädlichen Wochenendflugtripps. Ich freue mich schon auf die Schlagzeile, dass Ryanair den Flugbetrieb in Deutschland einstellt.

Freundliche Grüße,

Martin Hack

Initiative macht gegen geplante Stadtbahn mobil, 28. Oktober

Es ist schlimm, wie mit falschen Aussagen und unsinnigen Thesen gegen die Stadtbahn mobil gemacht wird. Die Gegner der Stadtbahn sollten eine Reise nach Bremen, München, Leipzig oder Dresden unternehmen. Dort würden sie nämlich feststellen, dass das öffentliche Leben nicht zusammenbricht, nur weil eine Straßenbahn in diesen Städten fährt. Natürlich haben die Gegner der Stadtbahn kein schlüssiges Konzept für den zunehmenden Verkehr auf Hamburgs Straßen. Sie gehören zu den typischen Nein-Sagern, die selber keine Ideen haben. Und schon einmal überlegt, dass Staus auf Hamburgs Straßen mit dem starken Autoverkehr in Zusammenhang stehen? Und dass wir daher Alternativen brauchen? Mittlerweile herrscht in Hamburg der blanke Egoismus kleiner Interessengruppen, die nur noch ihren eigenen Vorteil sehen und denen die Allgemeinheit vollkommen egal ist.

Ingo Krüger

Smart-Taxis werben mit Dumpingpreisen, 27. Oktober

Es geht absolut nicht um die Smart Taxis, sondern um die Anderen 3400. Die stehen sich dann die Reifen platt, weil sie nicht günstiger fahren können, dürfen und wollen. Angeschmiert ist der, welche sich vielleicht noch vor einigen Monaten eine ganz normale Limousine als Taxe bestellt hat, und nun auf der Abzahlung sitzt. Das wird das Gewerbe kaputt machen und spalten. Die Unterhaltskosten sind natürlich viel geringer als bei einem normalen Taxi, das alleine müßte reichen als Wettbewerbsvorteil. Aber 15% billiger ist extreme Wettbewerbsverzerrung und ruinös für die Anderen.

Frank Hartmann

In der Kürze liegt die Würze, 26. Oktober

Als ich vor 14 Jahren das Abendblatt Abo bestellt habe, war mir klar, dass der Kulturteil für mich als Hardrock / Heavy Metal Fan eher weniger zu bieten hat. Umso erfreulicher sind die letzten Monate gewesen, wo viel und kompetent über Bands aus unserer Szene berichtet wurde. Wacken, Konzertankündigungen, Konzertkritiken, etc.. Und das nicht nur im Mainstream Bereich. Und ich musste wohl erst 48 Jahre alt werden, um so einen super Kommentar wie den von Holger True über das Metalbreed-Festival in der Markthalle zu lesen. Entweder wird Heavy Metal salonfähig, oder Ihr habt einen Fan in Euren Reihen, egal, weiter so, ich bin begeistert.

Bernd Schmidt

Etat: Entwicklungsminister Niebel will mehr Geld, 26. Oktober

Ich auch! Wie wäre es mit einer Sondersteuer für Urlaubsreisende in Entwicklungs- und Schwellenländer? Oder vielleicht doch besser vorhandene Mittel effektiver einsetzen? Bei einem Haushalt von ca. EUR 6 Milliarden würden 1 % Einsparungen etwa EUR 60 Millionen ausmachen. Aus eigener langjähriger Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit weiß ich, dass das Einsparungspotenzial ganz erheblich ist bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität. Allerdings würde das u.a. einen Abbau von Arbeitsplätzen in den Verwaltungen von Ministerium und Durchführungsorganisationen bedeuten.

Hans-Peter Hansen

Elterngeld für Reiche soll ab 1. Januar gestrichen werden, 27. Oktober

Die amtierenden Parteien mögen mir plausibel machen, warum Reiche die Sozialleistung Elterngeld bisher bekamen bzw. weiter bekommen; auch unterhalb der Grenze der halben Million Jahresverdienst ist man reich!

Herta Kadner

Nonnenmacher soll ohne Abfindung gehen, 27. Oktober

„Der junge Mann kennt die Regeln. Aber der erfahrene Mann die Ausnahmen.“ Oliver Wendell Holmes Wen wundert`s? Dirk Jens Nonnenmacher hat bisher nur für „anrüchige“ Schlagzeilen gesorgt. Und damit nicht nur der HSH Nordbank geschadet. Auch das Vertrauen in die Politik stark beschädigt. Er hat internationale Finanzgeschäfte vorgenommen, zu der eine Landesbank gar nicht berechtigt war und ist. Damit hat er die Bank in den Ruin getrieben. Als Belohnung sich dafür „Boni“ in Millionenhöhe gesichert. Stets, und das ist das erstaunliche, unter der Obhut der Landesregierungen von Hamburg und Schleswig-Holstein! Bis hin zur Bespitzelung von Mitarbeitern. Kosten mehrere Millionen Euro! Mit dem „schelmenreichen“ Trick, die Politik aus dem Aufsichtsrat zu verdrängen, ist er nicht einmal mehr schnurstracks zu „feuern“! Als „Bittsteller“ müssen nun die Regierungschefs auf die Gnade des Aufsichtsrates angewiesen sein. Nonnenmacher zu entlassen. Wie „locker“ der FDP-Fraktionschef, Wolfgang Kubicki, dabei mit unseren Steuergeldern umgeht, macht seine Stellungnahme allzu deutlich: Hohe Abfindungen dürften für Bank und Land immer noch unschädlicher sein, als ein Verbleib Nonnenmachers an der Spitze der HSH Nordbank. Und bei den kommenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst heißt es denn wie schon so oft: Die Kassen sind leer! Wen wundert’s?

Hans Pohl

Kaum ist die Bank wieder in einigermaßen ruhigem Fahrwasser juckt es die Politiker-Eigentümer schon wieder und das Abendblatt mischt auch erneut mit. Lassen Sie den Mann, Herrn Nonnenmacher, doch seinen Job in Ruhe machen und warten Sie ab, bis wirklich Fakten auf dem Tisch liegen. Diese ständigen Mutmaßungen in dieser Hetzkampagne gehen mir auf die Nerven.

Hans-Raimund Kinkel

Wie naiv sind eigentlich die in HH und SH zuständigen Politiker? Glauben die Damen und Herren,dass Herr Nonnenmacher, der für den Verlust von riesigen Summen von Steuergeldern Mitverantwortung getragen hat, einen Arbeitsvertrag besitzt ohne eine entsprechende Abfindungsklausel,? Egal wie er abgeschoben wird , es wird zur Klage kommen. Es sei denn, dass die seinerzeitigen verantwortlichen Politiker , die als Aufsichtsratsmitgliedern genau so viel Schuld an der Versenkung von Steuergfeldern hatten, es lieber nicht zur Klage kommen lassen um die Aufdeckung eigener Fahler zu vernindern. Darum wird ein oberfauler Kompromiss geschlossen und der Steuerzahler ist wieder der Betrogene.

H.Dreesen

Mit dem ehemaligen Risikovorstand hat sich der Aufsichtsrat ohnehin ein Kuckucksei ins Nest gelegt. Dazu den Bruchpiloten Hilmar Kopper der die Deutsche Bank schon belastet hat. Nonnenmacher hatte wohl irgendwelche Politikkenntnisse die lieber geheim bleiben sollten. Nun möchte ich mal wissen, auf welchem geheimen Weg die Abfindung gezahlt wird, oder glaubt jemand, dass das ohne Klage des geschassten ausgeht ?

Mit freundlichen Grüßen,

Dieter Schlenz

Handballklubs fehlt der Mut, 27. Oktober

Ich kann dem Kommentar von Rainer Grünberg nur zustimmen: die Erfolge der Nationalmannschaft sind prägend für das Image und die Popularität des Handballs. Allein durch meine Begeisterung über die sensationellen Spiele der Nationalmannschaft und das Erringen der Silbermedaille anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen wurde mein Interesse am Handball geweckt - und seit ein paar Jahren - nach unserem Umzug von Berlin nach Hamburg - bin ich Dauerkarteninhaber beim HSV, Mitglied im Fanclub Störtebeker und fahre auch gern mal zu Auswärtsspielen mit. Man sieht also: letztendlich kommt das dann doch wieder den Vereinen zugute!

Heidi Mangelsen

Die Spätstarter, 27. Oktober

Sehr geehrte Damen und Herren,

diese Regierung hat bisher noch so gut wie nichts Erwähnenswertes hervorgebracht. Das Einzige, an das man sich im Nachhinein erinnern wird ist, dass diese Regierung bei zahlreichen Gelegenheiten vor Lobbyisten eingeknickt ist und diesen großzügige Geschenke gemacht hat; ansonsten streitet man sich wie die Kesselflcker. Gegen diese, von den Koalitionären aus unverständlichen Gründen herbeigesehnte, Koalition war die Große Koalition aus Schwarz-Rot die reinste Harmonieveranstaltung und - was das Wichtigste daran war - es wurde auch etwas bewegt. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Koaltion bis zum Ende der Legislaturperiode durchwursteln kann.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Jung

PC-Panne legt Behörden lahm, 27. Oktober

Sehr geehrte Damen und Herren,

Es ist doch mittlerweile eine Tatsache, das immer dann wenn das Hamburger Behörden Computersystem belastet wird, es ausfällt. Da kann man den Bezirksamtsleiter von HH-Mitte, Markus Schreiber, nur loben, der die Realität voll erkannt hat. Nur kann/darf er etwas verbessern? Leider hat die Bezirkssprecherin von Harburg, Petra Schulz, eine unqualifizierte und falsche Aussage abgegeben. Es ist nicht normal, das Systeme beim Installieren von neuer Software Fehler bringen. (austesten) Stellen Sie sich diesen Vorgang einmal in Kernkraftwerken oder der produzierenden Industrie vor. (Habe jahrelang in diesem Bereich in leitender Funktion gearbeitet) „never change a running System“ gilt auch heute noch in der EDV. Aber wo haben wir bei der Behörde ein „running System ??)

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Köbke

Ein leitender Beamter, der sich so abfällig und stammtischartig über Mitarbeiter äußert, scheint relativ ungeeignet, eine Leitungsposition angemessen zu bekleiden. Wenn es nicht schon vorher genug Indizien gegeben hätte, mit dieser Aussage macht er es aktenkundig.

Andreas Kaluzny

Schrumpfen fürs Vaterland, 26. Oktober

Endlich wird es auf den Punkt gebracht: Mit gutem Management und klaren Vorgaben lassen sich Entscheidungen und Prozesse schnell und effizient realisieren. Ein aufgeblähter Verwaltungsapparat behindert, kostet Geld, und arbeitet nur zum Selbsterhalt. Über Jahrzehnte hat sich das Bundesverteidigungsministerium immer hübsch selbst beweihräuchert. Der Vorsitzende der „Weise-Kommission“, Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise (Zitat): „Wäre die Bundeswehr ein Unternehmen, hätte sie schneller von ihren Kunden oder aus dem Markt eine Rückmeldung bekommen“ bringt es auf den Punkt: Verwaltung, und es ist nichts anderes, darf nicht länger Selbstzweck sein. In dem Kommissionsbericht wird beispielhaft dargelegt, dass heute hinter jedem Soldaten im Einsatz 35 Kameraden und 15 zivile Mitarbeiter in Deutschland stehen. Insgesamt bietet die Bundeswehr also fünfzig Leute auf, um einen einzigen Soldaten in eine Auslandsmission zu schicken. Wie viele Angestellte arbeiten dafür, dass der Vorsitzende einer Gewerkschaft oder der Bischof als Oberhaupt von zahlreichen Gemeinden managergleich bezahlt wird? – und das nur um eine Entscheidung herbei zu fügen, für die er dann allein verantwortlich gemacht wird. Dieses System steht schon seit Jahrzehnten in der Disposition und muss jetzt endlich auch reformiert werden. Es geht auch anders, einfacher und schneller - das weis jeder oder hat es schon mal gehört: Viele Köche verderben den Brei – oder - oft ist eben weniger mehr. Vielen Dank für Ihren so realistischen und mutigen Bericht Herr Weise.

Wilfried Wagner

Aufmucken kostet beim HVV extra, 26. Oktober

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Ihrem Beitrag "Zwischenruf: Aufmucken kostet beim HVV extra" in Ihrer Ausgabe vom 26.10.2010 auf Seite 7 haben Sie mir sehr aus der Seele gesprochen. Auch ich habe vor einiger Zeit ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich bin - als Mitarbeiterin eines Hamburger Unternehmens - Inhaberin einer sogenannten "ProfiCard" für den Bereich Hamburg ohne 1. Klasse/Schnellbus. Als ich damit vor einiger Zeit an der Haltestelle Gänsemarkt in einen - wie ich nachher feststellte - Schnellbus gestiegen war, um zu dem zwei Stationen entfernten Rathausmarkt zu fahren, wurde ich von zwei Kontrolleuren vor allen anderen Fahrgästen wie eine Schwarzfahrerin behandelt und um € 15,- "erleichtert". Auf diese Weise dürfte der HVV wohl kaum neue Kunden gewinnen oder gar jemanden dazu bewegen, vom Auto auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen. Zudem frage ich mich schon lange nach der Rechtfertigung eines höheren Fahrpreises für die sogenannten Schnellbusse, die - zumindest im Innenstadtbereich - exakt die Haltestellen ansteuern, die auch von den Linienbussen bedient werden. Vielleicht sollte der HVV einmal die Existenzberechtigung dieses Transportmittels in Frage stellen und sich ein Beispiel an der S-Bahn nehmen, die nunmehr auch schon seit einigen Jahren klassenlos fährt, bevor er seine Kunden zur Kasse bittet.

Mit freundlichen Grüßen

Ines Barufka

Hähnchen werden mit Antibiotika vollgepumpt, 26. Oktober

Was soll die Aufregung? Bedroht mich ein Virus, kauf ich mir einen halben Hahn. Und spare die Praxisgebühr.

Volker Nicolai

Sehr geehrte Damen und Herren,

Eine weitere unterschätzte Gefahr sind die resistenten Keime, die sich schon in den Mastanlagen durch den Antibiotikaeinsatz mittels Mutation/Anpassung bilden. Es gibt nachweislich bei Mastgeflügel (so genannten "Hähnchen") resistente Salmonellenstämme, wenn auch bislang in geringem Umfang. Gehen diese auf den Menschen über, was leicht möglich ist, denn eine Küche oder ein Dönerladen/Hähnchengrill ist kein Labor, so können auch bei geringem Verzehr Krankheiten beim Menschen auftreten, gegen die kein Medikament wirkt - auch jetzt schon, denn diese Keime sind vorhanden, wie Untersuchungen zeigen. Eine Abkehr von der Massentierhaltung, in der durch die enge Aufstallung und so möglichen schnellen Wirtswechsel Mutationen von Keimen leichter möglich sind und die geschwächten Tiere nur mittels Medikamenten vor solchen Erkrankungen bewahrt bleiben, die zum Tode führen und unter diversen weiteren Krankheiten wie Skelettdeformationen und Brustblasen leiden, ist nicht nur aus ethischen, sondern auch aus gesundheitlichen Gründen nötig!

Mit freundlichem Gruß

Elisabeth Petras

Bonn fürchtet Verlust aller Ministerien, 26. Oktober

Herr Frank-Jürgen Weise hat lobenswerterweise herausgefunden, daß sich die Mitarbeiterzahl im Verteidigungsministerium um rund 50 % verringern muß, nachdem die Bundeswehr "verkleinert" wird. Eine weise Entscheidung ! Hoffentlich reicht die Weisheit noch aus, zu erkennen, daß sich sein "eigener Laden Arbeitsamt" im gleichen Verhaltnis verringern müßte, nachdem die Zahl der Arbeitslosen von ca. 5 auf rund 3 Millionen gefallen ist. Das würde Kosten sparen!

Klaus Rose

Gesetz gegen Ärztemangel geplant, 26. Oktober

Sehr geehrte Redakteure!

Nicht alles in der ehemaligen DDR war schlecht! Diesen bekannten, etwas abgewandelten Satz wird man hoffentlich ohne negative Konsequenzen noch sagen dürfen, da sich die Regierung alle Mühe gibt auf dem Gesundheitssektor den sozialistischen Errungenschaften des Arbeiter - und Bauernstaates nachzueifern. Mit der flächendeckenden Einrichtung von Polikliniken, jetzt schamhaft Medizinische Versorgungszentren MVZ genannt, bei gleichzeitiger finanzieller Ausdünnung der Hausärzte, wurde der Anfang gemacht. Jetzt kann der auf dem Land aufgetretene Ärztemangel nur noch mit einem Gesetz oder garantierter Verleihung des Bundesverdienstkreuzes behoben werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.med.Udo Fuchs

Die Parkplatzhirsche, 26. Oktober

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

Frau Silvia Wania hat als Frauenspezie richtig erkannt, daß nur wenige Frauen richtig, gerade und geschickt einparken können. Die Mehrzeit für den Parkvorgang mit vielen vergeblichen Versuchen das Auto wirklich richtig, selbst in eine genau gekennzeichnete Parklücke zu bringen, benötigen einfach die Frauen. Liegt es da nicht nahe, daß der Himmel diesen Zeitaufwand an die Lebenszeit der Frauen anhängt, was ja auch statistisch dadurch bewiesen ist, daß Frauen länger als Männer leben.

Mit freundlichen Grüßen

Gotthard Kalkbrenner

Die Reform nach der gescheiterten Reform, 26. Oktober

Sehr geehrte Damen und Herren,

Frau Goetsch (mit Herrn Schreiber am ‚Rockzipfel’) hat den Sandstreuer wieder ausgepackt. Nach dem Reformdebakel heißt er diesmal „Regionale Bildungskonferenz“, mit der breite Eltern- und Lehrerbeteiligung und die Einbeziehung der Wirtschaft und der Bezirke in Schul- und Bildungsplanung erneut vorgegaukelt werden soll. Ich möchte daran erinnern, dass die Behörde in den „Schulentwicklungskonferenzen“, die kaum mehr als eine Feigenblattfunktion besaßen, ihre Vorstellungen zur Primarschule etc. im Schnellverfahren durchpaukte bzw. absegnen ließ, Alternativvorstellungen aber unter den Behördentisch kehrte. Selbst die Schulleitungen und Kollegien erfuhren in der Regel erst aus dem ‚Hamburger Abendblatt’, was die Schulbehörde an Reformen zur Schulstruktur, zu Richtlinien, Rahmenplänen usw. beschlossen hatte. Von Kooperation auf „gleicher Augenhöhe“ keine Spur, von basisdemokratischer Beteiligung genauso wenig. Da wundert einen nicht einmal mehr die Hybris, wenn Frau Goetsch feststellt, dass „Hamburg bildungspolitisch wieder sehr weit vorn“ sei und „andere Bundesländer…sehr gespannt (sind) „und auf unsere Erfahrungen warten“. Ich nicht!

Mit freundlichen Grüßen,

Ulrich Reppenhagen

Ein Mann für alle Fälle, 26. Oktober

Der nicht von den Bürgern gewählte Bürgermeister Ahlhaus macht die Hamburger Politik zu einer stramm konservativen Angelegenheit , inklusive etwas Mief aus der Kohl-Zeit. Da die Grünen offensichtlich für den Macherhalt alles mitmachen, bleibt nur die Hoffnung auf die nächsten Wahlen.

Jörg Ökonomou

Reinhold Beckmann spricht über Ehebruch, 25. Oktober

Herr Beckmann sollte den alten Satz „ Schuster, bleib bei deinem Leisten“ beherzigen und endlich aufhören, wie ein Pastor zu predigen. Es genügt doch schon, wenn er sich in seinen Talks so pastoral zu seinen Gesprächspartnern hinbeugt und fast im Flüsterton nach ihren Befindlichkeiten fragt. Wenn er jetzt in der Kath. Kirche St. Antonius schon erklärt „ Eine kleine theologische Vorbildung habe ich .. weil er als Junge sechs Jahre lang als Messdiener im Einsatz gewesen sei“, dann schwingt er sich auf die gleiche seichte Bühne wie Gottschalk und andere, die auch ständig damit prahlen, Messdiener gewesen zu sein. Das ist eine Beleidigung für alle heute und früher Messdiener gewesene Jungen und Mädchen, die sich niemals zu solchen Höhen versteigen würden. Ein Mess d i e n e r ist ein Diener am Altar und für die Gemeinde da – und kein Kleiner Theologe. Also bitte, Herr Beckmann .. übrigens kann ich auch den Pfarrer Pricker nicht verstehen.

Klaus Marheinecke

Ministerium für Verteidigung soll halbiert werden, 25. Oktober

Da fragt ein Besucher: ‚Wie viele Personen arbeiten eigentlich hier im Verteidigungsministerium?’. Antwort eines Mitarbeiters: ‚Ungefähr die Hälfte.’ Vielleicht hatte sich so etwa die Weise-Kommission eine Halbierung ausgerechnet. Oder man könnte die Antwort ergänzen: ‚...und die andere Hälfte arbeitet an der Ersten vorbei’. Außerdem sieht man Einsparmöglichkeiten durch die Konzentration auf einen Standort, nämlich Berlin. Sollte diese sensationelle Methode der Rationalisierung (Abbau nicht nur der Indianer sondern auch der Häuptlinge) tatsächlich durch den alerten Verteidigungsminister umgesetzt werden, blieben noch weitere Sparpotentiale. Der unsinnige Beamtenshuttle Bonn-Berlin müsste bei gleichzeitiger Reduzierung der Beamtenschaft in den übrigen Doppelministerien eingestellt werden. Auch in der Wirtschaft gibt es keine Schonung Umzugsunwilliger. Doch wie weit solche ketzerischen Gedanken verwirklicht werden könnten, bleibt bei dem derzeitigen Prozentsatz an Beamten im Parlament wohl ein frommer Wunsch, eine leise Herbst-Weise…

Heinz-Georg Tillack

Das eine, was man sagt ..., 25. Oktober

Iris Hellmuth hat es auf den Punkt gebracht. Die Politik des schwarz-grünen Senats, nicht nur in der Kulturpolitik, hat unsere Stadt weit über die Landesgrenzen hinaus in Misskredit gebracht und zum Gespött werden lassen. Der Tagesspiegel aus Berlin v. 25.10.10 schreibt, dass " Kraftwerksbau, explodierende Kosten bei der Elbphilharmonie, vor allem aber eine krachend gegen die Wand gefahrene Schulreform" durchgesetzt werden sollten, "statt mit den Menschen zu reden". Man könnte die Liste erheblich erweitern, aktuell: fehlender bezahlbarer Wohnraum, mehr als 1 Mill. qm Leerstand an Büroflächen als Abschreibungsprojekte, Skandal um die HSH-Nordbank, Projekt Stadtbahn ...Abgesehen davon, dass die Menschen in dieser Stadt diese Unfähigkeit ausbaden müssen, ist der Imageschaden für HH enorm. Die "Politikerverdrossenheit" nimmt immer mehr zu, zumal die Akteure nach Abberufung oder freiwilligem Rückzug "weich fallen".

Klaus Steffen

Bewachung kostet 50 000 Euro pro Woche, 25. Oktober

Die Hüter eines Europäischen Gerichtshofes entscheiden "sozialverträglich" über den Umgang mit therapieverweigernden Schwerverbrechern und Sexualtätern. Wo bleibt die Revisionsinstanz, die diese Entscheidungen auf ihre Machbarkeit prüft? Nicht reuige Schwerverbrecher erzeugen aberwitzige Kosten in Millionenhöhe.......und der Kultur werden die Gelder gestrichen? Schon die alten Griechen kolpotierten: "Jeder Staat verdient seine ihm eigene Kultur!"

Christian Enger

Der alte Mann in der Steilwand, 25. Oktober

Sehr geehrte Redakteure!

Nicht die Umwandlung von einem Kopfbahnhof in einen Durchgangsbahnhof verhärtet die Fronten zwischen den Befürwortern und Gegner von Stuttgart 21, sondern der in einem Nebensatz erwähnte frei werdende Baugrund mit zu erwartenden hässlichen Firmengebäude. Meiner Meinung nach wird die Bevölkerung allenfalls in die Namensgebung des zu erwartenden neuen Stadtteiles einbezogen werden. Der alte Mann in der Steilwand hat selbst beim zu erwartenden Scheitern der Gespräche meine Hochachtung, denn die Fronten der Kontrahenten lassen sich nur schwer aufweichen, da die Befürworter die kapitalstarken Profiteure von Stuttgart 21 die Gegener dagegen die Looser des Projektes sind, die später die Zeche begleichen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Udo Fuchs Hamburg

Medizin: Ernährung von Vätern beeinflusst Nachkommen , 21. Oktober

Sehr geehrte "Abendblatt"-Redaktion,

man fragt sich, welchen Aussagewert solche "Studien" haben, denn Nagetiere ernähren sich niemals so fettreich, dass sie zuckerkranke Nachkommen hervorbringen. Dafür sind sie viel zu intelligent. Es sei denn, Wissenschaftler sperren diese Tiere in einen Käfig und füttern sie monatelang so katastrophal falsch, dass sie zuckerkranke Nachkommen hervorbringen wie in dem von Ihnen beschriebenen Experiment. MIt einer "Tierstudie", die evtl. Aufschlüsse über das natürliche Verhalten von Tieren liefern kann, wie Ihr Artikel suggeriert, hat dies nichts zu tun, dafür aber umso mehr mit einem plumpen und tierquälerischen Tierversuch. Obwohl aus den vergangenen Jahrzehnten die Ergebnisse aus Millionen gleichartiger Ernährungsexperimente vorliegen, in denen es den Forschern darum ging, Tiere so unnatürlich zu ernähren, dass sie bzw. ihre Nachkommen ernsthaft krank werden, ist kein Ende solcher Experimente in Sicht. Was passiert, wenn man Katzen mit Graphit füttert oder heroinabhängig gemachten Ratten Lakritze verabreicht? Was ist die Folge, wenn man Primaten lebenslang eine kalorienreduzierte Diät aufzwingt und Mäuse Benzindämpfen aussetzt oder sie zuckersüchtig macht? All das hat es in der Vergangenheit gegeben, und all das ist auch gegenwärtig so "normal", wie es grausam und letztlich wertlos für den Menschen ist. Denn dieser ist minütlich vollkommen anderen Umwelteinflüssen ausgesetzt als ein eingesperrtes Versuchstier im Labor - erst recht, wenn dieses genetisch manipuliert ist. Dabei ist die Antwort auf solch "hochwissenschaftliche" Ernährungsexperimente mit Tieren vermutlich jedem halbwegs aufgeweckten Kind bekannt: Wer sich ungesund ernährt, wird krank.

Mit freundlichen Grüßen

Heiko Schildt

Koalitionspolitiker für weltweite Kerosinsteuer, 23. Oktober

Sehr geehrte Damen und Herren,

Herr Fischer ist seit über 30 Jahren Mitglied des Bundestages und seit mehr als 20 Jahren verkehrspolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion. In dieser Zeit ist in Hamburg nicht 1 km Autobahn neu gebaut worden, die Elbvertiefung ist erfolgreich verhindert worden wie der Ausbau des Eisenbahnnetzes nach Süden. Der Gesamte europäische Nord-Süd-Verkehr wird nach wie vor über eine zweigleisige Strecke abgewickelt. Im selben Zeitraum hat u. a. das Land Bayern seine Verkehrsinfrastruktur erheblich ausbauen können. Vor dem Hintergrund der erfolgreichen Verhinderung jeglichen Ausbaus der Hamburger Infrastruktur hat Herr Fischer ohne Frage den Ehrenvorsitz der Grünen und des Bundes für Umwelt und Naturschutz verdient. Es ist allerdings von ihm unverfroren, gleichzeitig für eine neue Verkehrssteuer einzutreten.

Mit freundlichem Gruß

Caspar Mendrzyk

Langsam wird's 2much, 23. Oktober

Sehr geehrter Herr Iken,

vielen, vielen Dank für Ihre outstanding Glosse. Ich ärgere mich schon very lange über diese ugly Anglizismen. Welche pipeheads denken sich so einen rubbish nur aus? Sie haben recht, das ist " kleinkariert- weltmännisch" ! Besser kann man es nicht formulieren. Es ist tatsächlich zum jump out of skin- ehrlich.

Viele Grüße,

Joachim Dultz

Ich stimme unbedingt mit Herrn M. Iken ueberein, dass unsere deutsche Sprache zu sehr “verenglischt” wird. Ich lebe seit fast 30 Jahren in den USA und jedes mal, wenn ich in Hamburg bin, kann ich kaum glauben, wie verdreht und verquascht unsere schoene deutsche Sprache wird. Das muss und darf nicht sein. Leider muss ich aber auch feststellen, dass das Hamburger Abendblatt keine Ausnahme ist und auch viele Redewendungen und Woerter verenglischt. Fangen Sie doch einmal an und setzen auch ein deutliches Beispiel und drucken keine dieser Woerter. Besinnen Sie sich auf unsere deutsche Sprache. Vielleicht folgen andere. Ansonsten bleibe ich Ihrer Zeitung treu – auch im Ausland.

Tschuess

Ihre Ursula Natorp

Zum Glück gibt es noch Menschen, die Sprach- und Stilgtefühl haben und vor dem allgegenwärtigen Denglisch-Imponiergefasel und möchtegern-weiltmännischen Sprachmischmasch noch nicht resigniert haben, um ihre Stimme gegen solchen sprachlichen Unfug und bemühte englische bzw. amerikanische Kalauer wie "Hamburg Car2Go" zu erheben. Wer sitzt da wo, der solchen Unsinn verantwortet? Haben die Profis für "Öffentlichkeitsarbeit" nicht genug Sprachvermögen und zu wenig Phantasie, um für solche schönen Ideen wie die Stadt-Leihautos auch schöne, ideenreiche deutsche Namen zu erfinden?

Dr. Hans Kaufmann

Also, ich bin wieder „glücklich“ oder gar „selig“, nicht „happy“, ich kaufe Kaffee „Zum Mitnehmen“ nicht „to go“, was übrigens auch noch auf Englisch falsch ist, der Engländer kauft „ to take away!!!“, ich besuche „Freilichtveranstaltungen“, nicht „open air events“ und ich gehe zum „Massenfernsehen“ und in keinem Fall zum „public viewing“, was übrigens meine englische Verwandtschaft zu wahren Lachsalven veranlasst hat. Und ich wünsche mir, dass die Medien, also auch die Zeitungen, sich unserer Sprache annehmen. Wie toll war doch das Ergebnis der Leserbeiträge zu der leidigen „shared-space“ Sache im Abendblatt, die zu dem gelungenen Ausdruck „ Gemeinschaftsstraße“ geführt hat. Lassen Sie es doch in Ihrem Blatt nicht nur bei Zwischenrufen bewenden, achten Sie in Ihren Texten auf gute Sprache ohne Anglizismen, denn das wiederum wird beispielhaft für Ihre Leser sein. Wir sind nämlich „ nicht nur Papst“ sondern auch „ die deutsche Sprache“ und zwar jeder von uns. Mit freundlichen Grüßen und der Hoffnung, mehr in Sachen Deutsch von Ihnen zu hören,

Monika Breme

Großes Kompliment und Dankeschön an Herrn M.Iken für diesen ausgezeichneten Artikel! Hoffentlich haben ihn auch alle Medien-Fuzzi´s gelesen.

Rudolf Bergert

Der Zwischenruf von Herrn Iken ist sicher vielen, wie auch mir, aus der Seele gesprochen.Ich wünsche mir, dass die für diesen sprachlichen Unfug Verantwortlichen endlich zur Besinnung kommen.

Claus Quast

"Hamburg 21" ist überirdisch, 21. Oktober

Sicher, die Elbphilharmonie wird wohl ein Wahrzeichen von Hamburg werden. Es wird bestimmt ein grossartiges Bauwerk, und ist mit Sicherheit auch eine besondere Baustelle, technisch anspruchsvoll und vielleicht sogar einzigartig. Aber ist es deshalb ein sinnvolles Projekt? In Anbetracht der Art und Weise wie hier für eine geringe Anzahl von Bürgern eine grosse Menge von Steuergeldern aufgewendet wird, darf diese Sinnhaftigkeit wohl in Frage gestellt werden.

Henry Kleta

Türkei will von Deutschland Hilfe in der EU, 21. Oktober

Endlich hat ein deutscher Staatsmann es einmal gewagt die Toleranz auch für uns als Christen und Deutsche einzufordern. Manchmal denke ich, ich lebe im falschen Staat, dass ich mich als Deutsche in Deutschland für mein westliches Verhalten entschuldigen muss. Wir bauen hier Moscheen ohne Ende und in der Türkei werden Christen verfolgt. Das ist doch eine verkehrte Welt! Ich bin Christin und möchte hier in Deutschland meinen Glauben leben dürfen, so wie es meine Eltern und Großeltern getan haben, ohne mich rechtfertigen oder Angst vor Repressalien seitens Andersdenkender befürchten zu müssen. Die Einführung islamischer Feiertage als ordentliche freie Tage für islamische Schüler finde ich unglaublich. Wir leben in Deutschland und nicht in islamischen Ländern! Wenn das einreißen sollte, dann ist doch ein normaler Schulalltag überhaupt nicht mehr möglich! Irgendein ausländischer Schüler hat immer einen Feiertag. Wenn das wirklich so kommen sollte, dann will ich zuallererst den Buß-und Bettag wiederhaben. Hier sind deutliche Signale unserer Politiker gefragt, sonst macht hier demnächst jeder was er will und es herrscht Chaos.

Ingrid Kallbach

Rita wird Rahima. Eine Bekehrung in Hamburg, 21. Oktober

Die Frage ist nicht: Wie islamisch ist Deutschland - sondern - Wie christlich ist Deutschland (noch)?

Wolfgang Kany

Sehr geehrte Redaktion,

Rita Sch. konvertierte zum Islam, weil sie sich ihrem Gott unterordnen und dem Koran, der fast alle Lebensfragen regelt, folgen wollte. Die Iranerin Parysa Hadi möchte sich nicht mehr dem Islam unterwerfen sondern unsere freiheitlichen Grundrechte genießen. Nun will der Senat ja dem Islam mit dem Koran als Hauptquelle des islamischen Rechtssystems durch einen Staatsvertrag mehr Rechte gewähren; Hoffentlich kommt die durch den Islam verfolgte Frau Hadi da nicht vom Regen in die Traufe.

Mit freundlichem Gruß

Jutta Starke

Wohin mit der halben Milliarde?, 21. Oktober

Ich vermisse in dem Artikel den unfreiwilligen und überflüssigen finanziellen Beitrag unserer Beamten, die mithin Gehaltseinbußen von rund 5% netto hinnehmen müssen. Wurden diese schon vergessen? Warum nehmen wir nicht von jedem einzelnen Hamburger Bürger die 5% netto vom Einkommen, dann hätten wir eine gerechte gleiche Umverteilung der Defizite, egal ob wir Beamte wären oder und über Kita-Gelder streiten oder die teure Stadtbahn wollen. Sofern jetzt doch der Haushalt ausgeglichen scheint, könnten die Mehreinnahmen als ein Steuergeschenk verpackt zurückfließen, die Kanzlerin plädiert ja für Gehaltserhöungen für alle - oder es könnte künftig in die Museen und Schulen investiert werden oder die Schlaglöcher gestopft werden oder die Elbphilharmonie ein goldenes Dach bekommen oder vielleicht Schulden abtagen werden oder oder oder.

Ariane Wolf

Seit wann ist das Abendblatt ein Satireblatt? "Sparen" heißt das zurücklegen freier Mittel. Es könnte noch mehr "gespart" werden, wenn die Neuverschuldung erhöht wird. Auf meinen Haushalt bezogen: Ich nehme mir einen weiteren Kredit von der Bank, damit ich mehr sparen kann!

Manfred Vehring

Umwelthauptstadt in der Autofalle, 21. Oktober

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie entlarvend doch der Satz der Senatorin Hajduk ist : “Wir haben ein Riesenpotential,...,wenn wir die Verhaltensweisen der Menschen ändern.” Hier beweisen die GRÜNEN/GAL wieder einmal, dass sie bestimmen wollen, wie Menschen sich zu verhalten haben. Das sollte jeder registrieren, der für eine offene, freie Gesellschaft eintritt. Hier ist eine Partei, die augenscheinlich weiß, was gut ist ! Mobilität ist ein hohes Gut. Wenn nun wegen des CO2 Ausstoßes, dessen Gewicht bei der gegenwärtigen, in der Geschichte der Erde nicht unüblichen Klimaveränderung keineswegs abschließend geklärt ist, den Hamburgern und deren Besuchern das Leben schwer gemacht werden soll, ist Protest angesagt. Was wollen Menschen in Hamburg ? Einkaufen, die Kulturszene ( da braucht man jeden Cent ) genießen, die Sehenswürdigkeiten und Feste erleben und arbeiten ! Sie sind das Leben in der Stadt und fördern den Wohlstand ! Aber: Am besten, die kommen zu Fuß oder per Kutsche (ach ne, besser nicht: Ausstoß von Treibhausgasen bei Pferden und dann noch die Pferdeäpfel !). Da wird zu recht über das Parken in der zweiten Reihe geklagt, aber Parkplätze sollen reduziert werden ! Absurdistan! Um den Verkehr in Hamburg zu reduzieren, wären bessere Möglichkeiten der Umfahrung der Stadt sinnvoll. Aber da müsste man Autobahnen bauen und das mit der GAL ? Geht natürlich nicht! Hamburgerinnen und Hamburger: Seid wachsam !

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Knobel

Es ist schlimm, daß die CDU diesem Grünen Unfug, bis 2020 40 Prozent, in Buchstaben vierzig Prozent, des Treibhausgases CO2 einsparen zu wollen, nicht von vorn herein mit aller Schärfe entgegengetreten ist. Es gab keine belastbaren Untersuchungen, die erkennen ließen, wie dies Ziel je hätte erreicht werden können. Ganz populistisch wurde eine Zahl aus der Hosentasche gezaubert, 40 % eben, und dann könne man ja weitersehen. Nun erhält die CDU die Quittung für ihre Dummheit. Ich komme gerade aus Kalifornien zurück. Kein Mensch denkt dort daran auf sein viel zu viel Sprit saufendes viel zu großes Automobil zu verzichten oder seine Fahrten einzuschränken. Aber - am deutschen Wesen soll wieder einmal die Welt genesen.

Dr. Gunter Alfke

Sehr geehrte Redaktion, Hamburg steckt in der Autofall, Ihr Kommentator sagt, der ÖPNV muß ausgebaut werden. Völlig richtig, und zufällig gibt es gerade auch ein Projekt, daß sich genau um dieses Problem kümmern soll. Sie werden es schon ahnen, es handelt sich um die Stadtbahn. Wenn man übrigens den Artikel über diese Studie in der MoPo liest, stellt man fest, daß die Forscher in ihrem Bericht den Bau der Stadtbahn empfehlen, bei Ihnen heißt es, "Doch auf welchem Weg der Autoverkehr reduziert werden soll, lassen die Gutachter offen" Woher diese Differenz? Ideologisch bedingt? Darf die Stadtbahn nicht in positiven Kontext vorkommen? Ich finde das ausgesprochen Schade, denn es gibt viele positive Aspekte dieses Projekts. Wenn man aber ihre Berichterstattung darüber liest, könnte man glauben, die Stadtbahn wäre nur ein Spielzeug der GAL. Wie wäre es denn mal zur Abwechslung mit einem Vergleich mit anderen Städten, die die Stadtbahn wieder eingeführt oder die bestehende wieder ausgebaut haben? Beispiele dafür gibt es in Deutschland und Europa Dutzende, und bei den wenigsten davon spielte die Partei der Grünen irgendeine Rolle dabei. Ich bin fest davon überzeugt, daß bei weitem nicht alle Ihre Leser gegen die Stadtbahn sind, und das eine positive Berichterstattung von vielen Lesern auch durchaus positiv aufgenommen wird. Probieren Sie es doch mal aus - es sind mehr Leute für die Stadtbahn, als Sie glauben.

Mathias Farwig

Die Klimaziele sind nur mit weniger Autoverkehr erreichbar, so das Hamburger Abendblatt. Daher kann es nur heißen: zügige Umsetzung der Stadtbahn. Die Gegner habe ja eh nur Angst, das ihnen eine Autospur gernommen wird. Wo waren sie als die 323 Mio Euro teure U 4 beschlossen wurde, die pro km ein vielfaches kostet ? Außerdem muss die GAL geführte BSU endlich die Förderung des Radverkehrs beginnen. Die relevante Radverkehrsstrategie wurde bereits unter CDU Alleinherrschaft beschlossen.

Matthias Christen

Ja, Hamburg steckt in der Autofalle, aber der Weg daraus ist einfacher als man denkt. Wer einmal in Amsterdam war, der weiß, wie man ein Stadt attraktiver für den Nicht-Autoverkehr macht: Breite Radwege, für die auch mal eine Autofahrbahn geopfert wird. Spezielle Ampeln, die konsequent auf den Radverkehr abgestimmt sind. Große Parkflächen und kostenlos überwachte Parkhäsuer für Fahrräder. Guter öffentlicher Nahverkehr. Das Ergebnis: Autofahren wird unattraktiv, weil es langsamer ist, weil es kaum Parkplätze gibt. Entsprechend verzichten die meisten Amsterdamer darauf, mit dem Auto in die Stadt zu fahren und nehmen stattdessen das Fahrrad oder die Straßen- oder U-Bahn. Warum wird das in Hamburg nicht umgesetzt? Ganz einfach, alle Parteien, auch die Grünen, haben Angst vor dem autofahrenden Wähler. Da begnügt man sich dann lieber mit Show-Projekten wie dem Stadtrad. Das bietet schöne Bilder und schöne Erfolgszahlen, die darüber hinwegtäuschen, dass sich die Situation für die Radfahrer, die täglich unterwegs sind, nicht verbessert hat. Dazu passt dann auch der Vorstoß in Zukunft auch einen kleinen Teil der Radwege im Winter zu räumen. Mehr wäre drin. Das ist inkonsequent. Wer den Radverkehr unterstützen will, der muss konsequent sein, auch wenn es Geld kostet.

Melanie Meyers

Kritik zur "Götterdämmerung"

Man mag das Konzept von Guth für den Ring insgesamt problematisch finden, die Götterdämmerung ist durch ihre szenische Konzentration und die ausgefeilte psychologische Personenführung der wohl beste Teil dieses neuen Hamburger Rings. Das von Guth/Schmidt entworfene Bühnenbild estattet es, die Personen in wechselnde räumliche Perspektiven zu setzen, hierarchische Über- und Unterordnung des agierenden Personals sinnfällig zu machen, abwesende Personen präsent werden zu lassen und so ständig neue Personenkonstellationen auf die Bühne zu stellen. Guth hat diese Chancen genutzt und personelle Zusammenhänge deutlich gemacht, die beeindruckend waren. Das ließe sich an vielen Beispielen belegen. Es gibt eine Vielzahl neuer Ideen, bis hin zum Schluss, der das berühmte Erlösungs-Motiv< szenisch eindrucksvoll als ein >Erinnerungs-Motiv< deutet, ganz so, wie Wagner das auch intendiert hat. Keineswegs geht es nur um "schon einmal Gezeigtes, Aufgewärmtes" (Mischke).

Auch die musikalische Seite dieser Götterdämmerung war beeindruckend. Dass Tomlinson oder auch Deborah Polaski an der einen oder anderen Stelle leichte Probleme hatten - das haben fast alle, die diese Partiensingen -, verdeckt doch nicht ihre insgesamt großartige Leistung, mindert nicht ihre starke Bühnenpräsenz. Und wo bleibt bei Mischke die Würdigung von Robert Bork, der einen überragenden Gunther sang - um den Bayreuth Hamburg beneiden kann -, wo die Würdigung Wolfgang Kochs und dessen nicht minder gutem Alberich. Und wo das abwägende und gerechte Urteil gegenüber dem Dirigat Simone Youngs, die ihren eindringlichsten Wagner gab, der bisher in Hamburg zu hören war. Orchestral differenziert, über weite Strecken kammermusikalisch zurückgenommen und durchhörbar, wunderbar abgestuft in der Dynamik und den orchestralen Farben, überzeugend in den Tempi und dem Spannungsaufbau zwischen Selbstreflexion< der Musik und dramatischem Anziehen mit scharfen musikalischen Akzenten (etwa im Trauermarsch). Gewiß gab es einige Wackler, die vermutlich der Premierenaufregung geschuldet waren; aber insgesamt war das Orchester in Höchstform, seine Dirigentin ebenfalls. Völlig abwegig freilich ist es, ständig Lübecks Ring gegen Hamburg auszuspielen zu wollen. Das läßt sich eigentlich nur auf dem Hintergrund einer gezielten Kampagne gegen Hamburg und Simone Young erklären, die übrigens auch die (bestellten?) Buhs nahelegen, die, wenn Young dirigiert, häufig bereits anheben, bevor überhaupt die Vorstellung begonnen hat.

Mit freundlichen Grüssen

Udo Bermbach

Gegenwind für Frau Guttenberg, 20. Oktober

Nach dem Scheitern der 68er hat sich eine selbsternannte politische Elite und selbstverliebte Medienlinke etabliert, die als Moralapostel der veröffentlichten Meinung mit wachsender Kommunikationsmacht der seichten Gutmensch-Rhetorik wirklichkeitsfremd und undemokratisch dem Bürger diktieren, wie dieser die Welt zu sehen hat. Der ideologischen Verblendung gegenüber allem konservativen Denken wurde von der politischen Mitte kein ernsthafter Widerstand entgegengesetzt, im Gegenteil in furchtsamer Anpassung den dogmatischen Träumereien nach „Political Correctness“ das Besetzen und Interpretieren der wesentlichen politischen Themen mutlos und verängstigt überlassen. Die sich ohne weitere Wertung wohltuend von der politischen Mittelmäßigkeit absetzenden Konservativen wie Thilo Sarrazin, Friedrich Merz, Professor Paul Kirchhoff, Altpräsident Köhler, hessens ehemaliger Ministerpräsident Koch, Hans-Olaf Henkel und andere fielen diesem Diktat schon zum Opfer. Die jetzt beginnende Hetzjagd auf Frau zu Gutenberg in dem ehrenwerten Engagement in „Tatort Internet“ zum Schutze der Kinder vor Internetverbrechen gilt in Wirklichkeit als Startschuss gegen ihren Ehemann Baron zu Gutenberg, der als Lichtgestalt des konservativen Lagers zum Abschuss freigegeben werden soll. Bahnbrechende Meinungsumfragen, Sarrazins Buchanalyse mit einer Auflage von mehr als 1,1 Mill., die intensivierte und teilweise versachlichte Diskussion über Integration und den Missbrauch des Sozialsystems, der Beliebtheitsgrad von zu Gutenberg u. a. deuten daraufhin, dass das Volk der Bevormundung nach “ Political Correctness“ erstmalig und grundsätzlich überdrüssig geworden ist. Man kann nur hoffen, dass die konservative Elite diese Zeichen der Zeit erkennt und sich jetzt zeitlich längst überfällig der politischen und geschichtlichen Verantwortung unserem Lande gegenüber stellt.

Johannes March

Ist es nicht erstaunlich, dass die öffentliche Kritik an der Sendung „Tatort Internet“ gerade von einer Bundesministerin geäußert wurde? Hat die Politik versagt bei der Bekämpfung von pädophilien Männern? Sie werden nicht richtig bestraft. In dieser Sendung wird immer wieder darauf hingewiesen. Will die Ministerin mit ihrer Kritik an der RTL-2- Sendung und an Frau zu Guttenberg vom eigenen Versagen ablenken? Dass sich ein Pädophiler umbringen will, ist seine Entscheidung. Er hat viele Kinder und Jugendliche psychisch geschädigt.Er lässt ferner seine schwer kranke Frau in Angst, dass er sich umbringen will. Dieser Mann ist völlig verantwortungslos! Das Reportage-Team hat ein Kinderdorf der Caritas nicht rechtzeitig informiert. Das war ein Fehler. Der größte Fehler war aber doch, dass niemand diesen Leiter bei seinen pädophilen Taten entdeckt hat. Das hat zumindest Frau zu Guttenberg geschafft. Dass die Sendung weiter verrissen wird, wundert mich nicht. Vielen Menschen, die sich nicht betroffen fühlen, weil sie z.B. keine Kinder haben, genügt vielleicht eine Sendung. Sie wollen nicht ein zweites Mal zusehen. Warum schreibt ein Mann (Kai-Hinrich Renner) und nicht eine Frau den Bericht über diese Sendung? Am besten eine Mutter mit einer Tochter oder einem Sohn von 11 bis 13 Jahren! Diese Kinder suchen ahnungslos im Internet nach etwas. Vielleicht nach einem Ersatzvater oder einem „guten“ erwachsenen Freund. Sie werden mit dem Kontakt zu Pädophilen schwer psychisch geschädigt. Am besten macht sich Bundesministerin Sabine Leutheusser- Scharrenberger eiligst auf den Weg, Pädophile zu entdecken und angemessen zu bestrafen.

Hanneke van Spaendonck

Kanzlerin erklärt Multikulti für gescheitert, 18. Oktober

Man mag ja noch einsehen, dass Herr Seehofer angesichts dramatisch schwindender Umfragewerte für die CSU in Bayern kurzfristig die Lufthoheit über die Stammtische zurückerobern muss, aber von unserer Bundeskanzlerin hätte ich eine etwas differenzierter Sicht der Dinge erwartet - auch wenn sie in wesentlichen Teilaspekten sicher richtig liegt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Koch

Hamburg investiert eine halbe Milliarde in die Universität, 19. Oktober

Sehr geehrte Redaktion!

Die Bildungsoffensive des Senates führt in die richtige Richtung. Allerdings gehören zu einer echten Modernisierung nicht nur die baulichen, sondern auch die hierarchischen Strukturen auf den Prüfstand. Denn nur dort, wo sich Lehrende, Lernende und Servicepersonal auf Augenhöhe begegnen, entsteht die nötige Identifikation, die für die Qualität einer Einrichtung die erste Voraussetzung ist. Weswegen Hamburg gut daran täte, dabei insbesondere von den angelsächsischen und skandinavischen Ländern zu lernen. Hier käme nämlich nie jemand auf die Idee, etwa so genannten Orchideen-Fächern das Existenzrecht abzusprechen und es finden viel mehr interdisziplinäre Veranstaltungen und Diskussionen statt. Womit man sich selbst als Massen-Universität im internationalen akademischen Wettbewerb einen sehr guten Ruf erwerben kann!

Rasmus Ph. Helt

Fehmarn - Brücke zu teuer - jetzt haben Dänen einen Tunnel im Blick, 19. Oktober

Statt 4 Mrd. nun 5 Mrd. Euro Baukosten. Nein, nicht für den S-21-Tunnel. Noch nicht. Erst mal für die Fehmarnbelt-Brücke. Früher haben neue Techniken und Verkehrsmittel Tage eingespart. Heute sparen Milliardensummen noch 30 Min. für Prag-Bratislava, 60 Min. für Zürich-Mailand, 60 Min. für Hamburg-Kopenhagen etc. Neben den Kosten sind die Risiken immens hoch geworden. Protest wird es in Zeiten knappen Geldes auch weiter geben gegen „Fehmarn 21“.

Johannes Zink

SPD fordert Rücktritt von HSH-Chef Nonnenmacher, 18. Oktober

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Quousque tandem abutere“, Nonnenmacher, „patientia nostra?“, möchte man in Anlehnung an Ciceros Rede (63 v. Chr. in Rom) gegen Catilina, der das Gesetz missachtete, die Allgemeinheit belog und betrog und weder öffentlichen noch privaten Anstand besaß, dem HSH- Nordbank-Chef entgegenschleudern! Wie lange also will der „unsere Geduld noch missbrauchen“? Es wird doch immer deutlicher, in welche Machenschaften er verstrickt ist - zu Lasten des (angeschlagenen) Ansehens der Bank und der zahlenden Bürger. Aber wie viele ‚Leichen’ mögen er und die Entscheidungsträger gemeinsam ‚im Keller’haben, so dass sein Hinauswurf immer noch nicht erfolgt ist?

Mit freundlichen Grüßen,

Ulrich Reppenhagen

FDP-Chef Westerwelle für höhere Löhne, 16. Oktober

Einige Zeit war es angenehm ruhig um Herrn Westerwelle geworden. In letzter Zeit fühlt er sich aber wieder veranlaßt, zu allem, wovon er sich wahrscheinlichn Wählerstimmen verspricht, seinen Senf dazuzugeben. Sollte er sich nicht besser um sein Amt als Außenminister bemühen ? 50 Länder hat er bereits bereist, und was waren die positiven Ergebnisse ? Sollte ich da vielleicht etwas nicht verstanden haben?

I. Weyhe

An der Spitze der Bewegung, 15. Oktober

Das sind ja immerhin gute Nachrichten, die in diesem Artikel bejubelt werden. Allein wie im richtigen Leben gibt es auch noch die andere Seite der Medaille; davon bekommen gerade die Hamburger einiges zu spüren: Die Sparmaßnahmen zum Haushalt sind ja auch notwendig, weil Bund und Länder die wahnsinnigen Aktionen der verschiedenen Banken finanziell auffangen mussten. Das Resultat sind Kürzungen im Sozial, – Kultur und Personaletat. Ich wollte also gern mitjubeln, allein ich (und mit mir viele andere) habe weniger in der Tasche und werde eher knappere Angebote in den genannten Bereichen erleben. Schöner wäre doch, wenn man die im Kommentar besungene Entwicklung den Menschen zu Gute kommen ließe. Das wäre dann eine wunderbare vertrauensbildende Maßnahme... .

Jürgen Wunder

"Unser Marktanteil liegt bei 82 Prozent", 15. Oktober

Ich finde es sehr Intressant, daß aus dem Artikel hervorgeht, daß Hamburg Energie von den Steuerzahlern Subventioniert wird und das in Zeiten, wo in Hamburg jeder Euro zweimal umgedreht werden müßte.Aber für Grüne Prestige Objekte wie man weiß spielen ein paar hundert Millionen mehr Schulden keine Rolle.

W.Tausch

Ein Land gehört auf die Couch, 16. Oktober

Sehr geehrte Redakteure!

Herr Niessler scheint die Problematik des Konfliktes nicht erkannt zu haben. Bei Stuttgart 21 handelt es sich in erster Linie um ein städtebauliches Projekt mit einer veranschlagten Investitionssumme von 10 Milliarden Euro für das freiwerdende Bauareal von 100 Hektar des bisherigen Güterbahnhofes. Die in den Vordergrund gestellte Bahnanbindung des Kopfbahnhofes zum Durchgangsbahnhof ist dabei in Wirklichkeit nebensächlich. Fazit: Befürworter sind die kapitalstarken Profiteure des Projektes Stuttgart 21. Gegner dagegen sind die Looser, welche die Zeche später begleichen müssen. Diese Gegensätze machen die Arbeit von Herrn Geißler sehr schwer. Ich persönlich glaube, dass am Ende die Bevölkerung lediglich an der Namensgebung des neuen Stadtteiles beteiligt werden wird.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.med.Udo Fuchs

Als gebürtiger Baden-Württemberg erlaube ich mir diesen Artikel zu sachlich richtig zu stellen. Der unverhältnismassige Einsatz der Polizei und der Versuch der christlichen Landesregierung die Wahrheit zu verdrehen wird in Baden-Württemberg als generelle Ursache der Eskalation gesehen. Die Stuttgarter sind nicht aus einer Laune heraus auf die Barrikaden gegangen. Kritische Gutachten und unverhältnismäßige Kosten werden ebenfalls verschwiegen. Statt dessen wird von Herrn Niessler der Schwabe und seine Psyche und Lebensweise an sich mit als Wurzel des Übels benannt. Diesen als Fall für den Psychologen zu erklären zeugt von wenig Sachverstand und keinem Anstand - schon gar nicht in Anbetracht der an Leib und Leben zu Schaden gekommenen Mitbürgern. Dieser Artikel ist auch für einen Badener polemisch, zynisch und beleidigend.

Christian Werner

Taliban erobern Afghanistan, 16. Oktober

In völliger Unkenntnis der Stammeskultur und Länderstruktur versuchen westliche Politiker in maßloser Überheblichkeit Afghanistan neu zu ordnen. Sie können nur scheitern. Die Paschtunen kamen aus dem Iran, das ist ihr Stammland, und besiedelten Afghanistan und Teile von Pakistan. Beduinenstämme haben sich noch nie um Ländergrenzen gekümmert, für die zählt Stammeszugehörigkeit und Stammgebiet. Ohne den Iran wird es in Afghanistan nie Frieden geben, aber der Iran wird vom Westen boykottiert. Pakistan betrachtet Afghanistan als seinen Vorhof und wird keinen Frieden unterstützen, der nicht von Pakistan arrangiert wurde. Frieden in Afghanistan kann es nur geben, wenn der Iran, Afghanistan und Pakistan diesen Frieden ausgehandelt haben. Afghanistan ist nicht die Baustelle des Westens, er sollte sich zurückziehen. Besser wäre es gewesen, er wäre nie dorthin gegangen. Man muss es den Rigionalkräften dort überlassen, d.h. Iran und Pakistan, mit den Stämmen in Afghanistan einen Frieden auszuhandeln.

Mit freundlichen Grüßen

Horst Zeck

Die Klitschkos kämpfen auch für uns, 16. Oktober

Sehr geehrte Damen und Herren der Leserbrief Redaktion,

zum Thema Boxen gibt es weitaus differenziertere wissenschaftliche Meinungen, als die des von Ihnen befragten Herrn Hackfurths. Diese sehen in Kampfsportarten einen Rückfall in die Steinzeit und das heutige Interesse am Boxen bedient einzig den Voyeurismus. Soll sich die Menschheit rückentwickeln? Eine moderne Gesellschaft braucht Worte statt Fäuste - kulturell wertvolle Vorbilder. Herr Hackforth sieht im Boxen eine Tradition in Deutschland. Darf ich darauf hinweisen, dass bei den Nazis das Boxen eine der beliebtesten und gefördertsten Sportarten war!

Mit freundlichen Grüßen

Miriam Abacun

Zur Schließung des Altonaer Museums

Es ist schon eine Schande, was sich hier der Senat vonHamburg leistet . Mit falschen Zahlen zu argumentieren um ein Traditionsmuseum zu töten - gleichzeitig aber auch mit der gleichen Taktik i.e. Falschunterrichtung andere teure Unternehmungen dem Bürger unterzu jubeln. Schön ist es jedoch zu sehen, dass die Bürger auch in Hamburg ein Ende der Bastapolitik einleiten und gegen deratig dummerhaftige Senatsbeschluesse auf die Strasse gehen. Als Nichthamburger und Schiffahrtskaufmann in Ruhestand würde ich gerne für eine gewissen Zeitraum dem Museum ehrenamtlich helfen , wo und wie auch immer ich eingesetzt werden kann. Und wenn es sich nur um Putzen handeln würde. Bin davon überzeugt,dass viele andere Hamburger gleiches anbieten würden.

Heiner Dreesen

Warum lange rumdiskutieren? Eine Lösung wäre, wenn die Befürworter zum Erhalt des Museums, die Kosten bzw. die Subventionen übernehmen. Ich als Steuerzahler möchte nicht für alle Kosten aufkommen. Wenn das Museum nicht mehr läuft, muss es geschlossen werden! Wir haben noch genug andere Museen in Hamburg.

Wolfgang Kany

Mir ist nicht einsichtig, warum ausgerechnet die Kultur ausgenommen werden "muß", wen alle sparen sollen. Sicher ist Kultur wichtig für die Menschen, doch gilt auch für andere Branchen.Warum subventioniert der Staat z.B. nicht die Herstellung und Verteilung von Lebensmitteln. Diese sind doch für die Menschen noch viel wichtiger als Musik und Tanz. Müssen vielleicht auch deshalb die hier Beschäftigen mit deutlich niedrigeren Löhnen leben als Künstler?

Hans-Walter 'Beencke

Schwarz-Gelb stürzt in Umfrage auf historischen Tiefpunkt

Der Absturz der Regierungskoalition kann doch wohl niemanden ernsthaft überraschen. Diese Regierung hat bisher noch nichts Konkretes zustande gebracht außer den verschiedenen Lobbygruppen wie Atomindustrie, Pharmaindustrie, usw. Geschenke zu kredenzen. Für den "Normalbürger" wurde rein gar nichts getan, im Gegenteil: Das Leben wird immer teurer, die Einkommen sinken auf breiter Front und die Zahl der Zeitarbeiter und Minijobber steigt mit der unabdingbaren Folge späterer Altersarmut. Diese Regierung wird spätestens mit der nächsten Bundestagswahl Geschichte sein - und das ist auch gut so.

Helmut Jung

Senat drängt HVV zur Preiserhöhung

Diese 3,2% HVV-Preiserhöhung ist eine versteckte Vorfinanzierung der "STADTBAHN"

R. Bergert

Die SPD-Verkehrsexpertin Koeppen tut in ihrer Empörung ja gerade so, als ob unter den früheren SPD-Regierungen die HVV-Preise nicht ebenso regelmäßig erhöht worden seien. Ihre Qualifikation als Verkehrsexpertin darf man wohl bezweifeln, wenn sie ernsthaft meint, die durch angebliche Luxusfahrpreise gebeutelten HVV-Nutzer würden notgedrungen künftig auf ihr - offenbar preisgünstigeres - Auto umsteigen müssen. Dies ist parteipolitische Stimmungsmache ohne jeden sachlichen Hintergrund, welche die Bürger schon lange nicht mehr hören wollen.

Enrick Lange

Günter Ploß: Mediziner jammern auf hohem Niveau

Es ist ja schon lobenswert, dass Herr Ploß die Ärzte nichtmehr als Leistungsanbieter sondern als Leistungserbringer bezeichnet. Wir Ärzte werden seit Jahren von den Patienten zur Leistungserbingung aufgefordert. Verweigerung würde unterlassenen Hilfeleistung bedeuten. Dafür haben wir jahrelang trotz steigenden Leistungen weniger Honorar erhalten. Nur irgendwann ist die Schraube überdreht. Abgesehen davon, dass die Kassen nicht dafür gesorgt haben, dass das Geld an den richtigen Stellen ankommt, bedeuten die Erhöhungen des letzten Jahres nicht im Entferntesten einen Ausgleich für die 10 Jahre davor. Insofern ist die Forderung nichts anderes als gerechtfertigt. Wie will Herr Ploss sonst in fünf bis zehn Jahren die wohnortnahe Basisversorgung durch Hausärzte sicherstellen? Wir haben lange genug die Gesamtverantwortung getragen.

Klaus Schäfer, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Hamburg

Zur Glosse über die Pünktlichkeit der Deutschen Bahn

Je schneller die Züge werden, umso unpünktlicher sind sie. Ein interessanter Aspekt der Relativitätstheorie. Die Erklärungen der Zugchefs wurden in letzter Zeit sehr phantasievoll und umschweifend. Wir kennen auch das Zeitspar-Argument für „Stuttgart 21“ (7 Mrd. für 15 Minuten gegenüber früher). Ob es denn im Tunnel schneller geht? Siehe wieder nach bei Einstein. Notbremsungen und Pannen in solch langen Tunnels mit Gefälle und Kurven werden garantiert einen ganz besonderen „Kick“ haben.

Johannes Zink

Jeder dritte Gymnasiast flüchtet sich in Alkohol

Ein grausiges Szenario; ohne die Umstände zu verharmlosen sollte man doch den Beitrag von der Beratungslehrerin Delphine Hörner beachten. Frau Hörner zweifelt, ob die Befragung der Jugendlichen an ihrer Schule immer verwertbare Antworten gegeben hat und nicht Profilierungs-Sucht im Spiel war. Oder schlicht im Klartext, die Interviewer sind "verscheissert" worden. Und vermutlich an den anderen Schule zumindesten teilweise auch. Statistik ist wie Leder,dehnt sich und zieht sich zusammen.

Hans-Emil Schuster

Zur Feuerkatastrophe auf der "Lisco Gloria"

Zu den Beiträgen über die Berichterstattung zum Brand des Schiffes "Lisco Gloria" ist nachzutragen, daß es sich bei der Stadt Klaipeda in Litauen um die frühere -über 700 Jahre alte- deutsche Stadt Memel in Ostpreußen handelt.

Wilhelm Ruppenstein

Volksinitiative soll Stadtbahn kippen

Bravo Herr Wagener,dieses unsinnige Großprokekt muß gestoppt werden. Wir haben schon genug Verkehrschaos in Hamburg. Ein "Stuttgart 21" kann es auch in Hamburg geben...

Heinz Krüger

Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit der Stadtbahn sind bisher nicht nachgewiesen. Solar- und Windenergieanlagen sind hochgradig unwirtschaftlich und potthässlich. Alle drei haben u.a. Leitungsprobleme (Oberleitungen, Überlandleitungen). Für die Stadtbahn könnte ich mich möglicherweise dennoch erwärmen, sofern deren Notwendigkeit nachgewiesen wird und folgendes visionäre Konzept realisierbar ist: Die Stadtbahn wird mit Wasserstoff betrieben (Wasserstoffverbrennungsmotor oder Brennstoffzelle) und der Wasserstoff standortnah vorhandener Solar- und Windenergieparks produziert. Ein Sahnehäuptchen wäre, die Stadtbahn, wie bereits seit Jahrzehnten bei der Pariser Metro erfolgreich erprobt, gummibereift fahren zu lassen. Das würde Geleise nicht mehr erforderlich machen würde und damit nicht nur die Flexibilität, sondern z.B. auch die Geräuschentwicklung erheblich reduzieren. Also eine Art wasserstoffbetriebener Maxi-Gelenkstadtbahnbusse. Dazu ist aber eine „Technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsstudie“ unerlässlich (TUHH?). Sollte sich das Vorhaben als unwirtschaftlicht erweisen, bietet es sich an, die Fahrpreise um einen Ökokomfortzuschlag zu erhöhen. Auch ist eine weitere Erhöhung der Abgabe für Ökostrom für Anlieger denkbar, die innerhalb einer Komfort-Entfernung von etwa 500 m zur Stadtbusbahn wohnen. Dabei sollte die Obergrenze von 5 Cent/kWh aber nicht überschritten werden. Der mit einer Stadtbusbahn möglicherweise verbundene Wegfall von Investitionen in Radfahrwege könnte dem Vorhaben ebenfalls zur Finanzierung zugeführt werden.

Hans-Peter Hansen

Herr Wagener hat offenbar Gefallen an der neuerdings erwachten Negierung aller erdenklicher Verkehrsprojekte gefunden. Dabei ist kaum eines derartig seriös berechenbar, wie die Stadtbahn, da man hier auf die Vielzahl bereits erfolgreich durchgeführter Stadtbahnbauten in anderen Städten zurückgreifen kann. Diese "Volksinitiative" bedient nur egozentrische Partikularinteressen und demonstriert damit in geradezu permanter Impertinenz ihre verkehrspolitische Inkompetenz.

Holger Flach

Zum Sparprogramm des Senats

Ist bei der Finanzierung der Renovierung der überdimensionierten Villa von Bürgermeister Ahlhaus auch der Rotstift angesetzt worden? Die Hälfte der Steuergelder , die dafür werden sollen, eingesetzt würden für die Ausstattung der Polizei mit Computern ausreichen. Wo ist dieVerhältnismäßigkeit? Der Verdruss der Bürger gegenüber gewisser politischer Entscheidungen ist so vorprogrammiert.Das schadet der Demokratie und ist einSpiel mit dem Feuer.

Gabriele Kuchendorf

Zu Horst Seehofers Forderungen nach einem Zuwanderungsstopp

Bayern Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer ist schon lange ein politisches Auslaufmodell und er schafft es in die Medien nur noch mit dumpfen Stammtischparolen. Wenn er den Zuzug von Türken und Arabern begrenzen will, so ist eine derartige Forderung an Ausländerfeindlichkeit nicht mehr zu überbieten. Mit derartigen Sprüchen erzeugt Horst Seehofer ein Klima der Angst und der Ausgrenzung und beschädigt den Ruf und das Ansehen Deutschlands in er Welt als weltoffene Demokratie nachhaltig.

Albert Alten

Im Abendblatt lese ich gerade, Seehofer hätte zur Frage der Integration von Ausländern geäußert: Jemand aus einem vertrauten Kulturkreis - mit der gleichen Religion, einer vergleichbaren Sprache, ähnlichen sozialen Normen - hat es natürlich leichter, sich anzupassen, als jemand, der sich völlig neu integrieren muß. Darauf Claudia Roth: Die Unterscheidung von guten und schlechten Migranten je nach Kulturkreis ist unerträglich und skandalös. Seehofer solle sich entschuldigen und seine hetzerischen Worte zurücknehmen. Wo leben wir eigentlich, Frau Roth, dass offensichtliche Wahrheiten nicht mehr ausgesprochen werden dürfen? Das sind ja Steilvorlagen fürs Kabarett. Ich möchte sehen, wie Claudia Roth sich ohne Anpassungsschwierigkeiten als Migrantin in einer Kultur wie z.B. die der Metyktire, brasilianische Ureinwohner (Markenzeichen: tellerförmige Unterlippe) einlebt und keinen Unterschied zu unserem Kulturkreis spürt, gerade so, als würde sie nach Frankreich auswandern.

Tanja Winkelmann

Zu Kolumne von Hellmuth Karasek

Am Montagmorgen können mich negative Headlines nicht schrecken, da habe ich ja „meinen“ Hellmuth Karasek. Und die Vorfreude gibt mir auch recht. Welche Wohltat, am Wochenanfang schmunzelnd, lächelnd oder laut lachend auf der ersten Seite unter dem Knick Zeile für Zeile mit der Kaffeetasse in der Hand lesend zu genießen. Herr Karasek, Sie schreiben für uns, hat schon einmal jemand für Sie geschrieben? Ich möchte Ihnen auf diesem Weg einmal danken, für diese vielen kleinen Kolumnen, die uns so oft einen Spiegel vorhalten und uns zeigen, so sind wir, oder so werden wir auch einmal sein. Denn welcher Mann übt schon am Montagmorgen so gnadenlos ehrlich und erfrischend Selbstkritik? Übrigens: Mein Mann versteht Sie nicht immer, aber das kommt schon noch!

Marion Dunkelberg

Schließung Altonaer Museum

Die Schließung des Altonaer Museums ist schändlich.Seine Bedeutung geht weit hinaus über das Kulturleben der Stadt. Wo gibt es eine vergleichbare Dokumentation der Altonaer Geschichte, wo z.B.eine solch einmalige Sammlung von Gallionsfiguren ? Zu Recht empören sich nicht nur - zig Tausende Hamburger, sondern Schleswig-Holsteiner und, Dänen über diese Barbarei , die einmal mehr das erschreckend mangelhafte Gesc hischtbewußtsein der Politiker, allen voran des sog."Kultur"-Senators und der Bürgermeisters offenbart. Der hatte die Stirn zu behaupten,dass die Kulturausgeben insgesamt nicht reduziert würden! Dabei hat er ja Recht wenn das Großmannsprojekt der Elbphilharmonie eingerechnet wird. Nur 1 % davon wird durch die nie wieder gut zu machende Schließung des Museums eingespart. Die Landesmuseen in Schleswig sollten alles daran setzen, notfalls die Sammlungen zu übernehmen. Nachfolgende Generationen werden sich erinnern an die notorischen Pfeffersäcke in Hamburgs Rathaus.

Klaus Adlung

Geteiltes Echo auf Islam-Vertrag

Einige Jahre habe ich in Dubai gelebt und mich viel über Religion mit den arabischen Freunden unterhalten. Bei jedem Gespräch kam deutlich hervor, daß der Islam die Weltregion sein soll. Saudi Arabien unterstützt gezielt mit viel, viel Geld den Ausbau der Moscheen in Europa.(z.B. Große Moschee von Köln- damit ist es heiliger Boden)

Unsere Politiker sollten nicht zu blauäugig sein, denn das wird von den Moslems als Schwäche gesehen und ausgenutzt.

E. Christian Wolters

Olaf Scholz wegen Stadtbahn von eigener Partei kritisiert

or neun Jahren wurde das Stadtbahnprojekt von der CDU-Schill-FDP-Regierung nicht aus Geldmangel eingestellt, sondern aus ideologischen Gründen. Die Stadtbahn hätte aus damaliger Regierungssicht den Autoverkehr behindert, so argumentierte damals auch der ADAC. Statt der planungsreifen Stadtbahn in die Hafencity musste daher die ein Vielfaches teurere U 4 gebaut werden. Jetzt ist angeblich kein Geld mehr für die Stadtbahn vorhanden, weil damals die überflüssige Luxus-U-Bahn in die Hafencity Vorfahrt bekam und das Geld nun futsch ist. Ähnlich war es mit dem Veloroutennetzkonzept. Der Ausbau des Netzes wurde 2001 gleich nach Regierungswechsel unverzüglich eingestellt, das Wort "Velorouten" wurde aus ideologischen Gründen geändert in "Alltagsrouten" sowie "Freizeitrouten". Die Weiterführung des Routenausbaus hat die jetzige Landesregierung sich auf die Fahnen geschrieben.

Stefan Warda

Hamburgs Service für Touristen ist nutr mittlemäßig

bei Ankunft am Hamburger Hbf. werden die Gäste nicht gerade kundenfreundlich empfangen. Die Beratungsstelle in der Wandelhalle hat nur die Größe eines mittleren Wohnzimmers. Die Touristen müssen sich drängeln und Wartezeiten in Kauf nehmen. Ur- sprünglich sollte im ersten Vierteljahr 2010 Abhilfe geschaffen werden. Jetzt werden wir auf die erste Hälfte 2011 vertröstet. Für die zweitgrößte weltoffene Stadt Hamburg eigentlich ein Armutszeugnis. Und 2011 will Hamburg Umwelthauptstadt Europas sein... Ein kleiner Trost: München als deutsche Stadt mit der zweitgrößten jährlichen Übenachtungszahlen steht an letzter Stelle.

Helgo Kuck

Polemik "Die Kulturbeutler" von Michael Jürgs über kleingeistige Volksvertreter

Vielen Dank für diese Polemik an Herrn Jürgs. Auch der Süden der Republik reibt sich verwundert die Augen. Hiermit sei auch auf den hervorragenden Artikel von Till Briegleb in der SZ vom 5.10. verwiesen: "Das habe ich nicht gewollt!" Der Hamburger Kultursenator Reinhard Stuth hat in vier Wochen mehr zerstört als all seine Vorgänger zusammen. Möglicherweise gibt's den Text demnächst im Abenblatt zu lesen? Da läßt sich doch was machen, oder? Schafft Herr Stuth mit Links (GAL) das "Hamburg 21" auf kultureller Ebene? Das nötige Feingefühl hat er... Ach ja, prima das wir uns ein sooo tolles Polizeiorchester leisten können, dem Basta des Herrn Ahlhaus sei's gedankt.

Willi Ulbrich

Der Artikel von Herrn Jürgs war ein Lesegenuß. Mit seiner Polemik kann er viel mehr bewirken, als mit sachgerechter Kritik. Ob er damit bei den engsternigen Verantwortlichen der Kulturpolitik Erfolg hat, steht auf einem anderen Blatt

Horst G. Schlabritz

Danke für Ihren grandiosen Rundumschlag gegen die Hamburger Kulturpolitik! Die blindfischige Arroganz des derzeitigen Senats ist mit nichts mehr zu überbieten!Wenn der kurzsichtige Sparkurs in dieser Form weitergeführt wird, werden wir uns wohl in naher Zukunft im Schauspielhaus treffen zu einem Theaterstück mit ehrenamtlichen Laiendarstellern musikalisch unteermalt vom Polizeiorchester. Gute Nacht Hamburg! Ich besorge mir schon mal eine ICE-Dauerkarte nach Berlin!

Ina Behrens

Proteste gegen Stuttgart 21

All denjenigen, die immer noch behaupten, die Projektgegner von Stuttgart 21 hätten viel zu spät mit den Protesten angefangen, sei das Buch

'Die entzauberte Stadt' von Roland Ostertag, erschienen im Peter-Grohmann-Verlag empfohlen.

Dort ist in der Chronik zu lesen, dass die Gegner sofort nach dem Bekanntwerden des Projektes Stuttgart 21 im April 1994 Bedenken geäußert haben, Gegengutachten erstellen ließen, Prozesse angetrengt haben und das bis in heutige Tage.

Unverständlich ist, dass auch seitens der Medien nichts getan wird, um diese Fehleinschätzung aus dem Weg zu räumen.

Margret Reinecke

die ereignisse um stuttgart 21 erinnern mich an eine randnotiz im hamburger abendblatt vor wenigen tagen. es wurde berichtet, dass das hamburger gesetz zu volksentscheiden vom senat überarbeitet werden soll. an die einzelheiten kann ich mich nicht mehr erinnern. umso sorgenvoller bin ich jetzt, ob hier nicht ein schritt zurück gemacht werden soll...? dass die parlamentarier alter schule keine vorstellung haben, wie mit bürgerlichem ungehorsam umzugehen ist, wurde in den vergangenen monaten mehr als deutlich. umso kreativer sind sie, wenn es um die erweiterung des eigenen handlungsspielraums geht! frage an die redaktion: wie sieht es denn da so aus? man hat ja gelernt: wer nicht frühzeitig fragt, macht sich des politischen desinteresses schuldig.

Tobias Rieger

Wollen wir eine andere Demokratie? Wohin geht die Demonstration gegen einen Bahnhof der In die Zukunft weist und geplant ist? Eine jahrelange nicht geheime Planung wurde zum Abschluss gebracht und nun sollte die Verwirklichung beginnen und ein Teil der Bevölkerung in Stuttgart protestiert. Die Verhältnismäßigkeit der Mittel soll von den Sicherheitskräften nicht eingehalten worden sein und nun agiert der Populismus einiger Parteien. Wo bleibt eigentlich die schweigende Mehrheit der Bevölkerung? Ist es nicht an der Zeit sich zu artikulieren und seine Meinung öffentlich kund zu tun in Stuttgart? Wollen wir wirklich, dass mit großer Mehrheit gefasste Beschlüsse von Parlamenten, von der Straße annulliert werden können?

Fritz Timm

Minister Brüderle will nicht am Sparpaket rütteln

Die Aussagen von Bundeswirtschaftsminister Brüderle klingen überaus optimistisch. Fragt sich nur ob weite Teile der Bevölkerung wirklich besser dastehen werden. Das Prognosen für zukünftige Jahre betreffen so ist die Trefferquote wahrscheinlich wieder als dürftig einzustufen. Minister Brüderle ist dann schon Pensionär und wird sich kaum Existenzsorgen machen müssen.

R.u.K. Walther

Eine Mehrheit lehnt jede Hartz-IV-Erhöhung ab

49 % sind keine Mehrheit. Auf den ersten Blick scheint es wohl so zu sein, dass sich mehr Befragte gegen eine Hartz-IV-Erhöhung ausgesprochen haben als dafür. Nun kommt die übliche Frage bei der Statistik: Wie groß war die (hoffentlich repräsentative!) Stichprobe? Bei einem so knappen Ergebnis ist es sehr verwegen, von einer Mehreheit zu sprechen, da aufgrund der statistischen Toleranzen sehr schnell andere Ergbebnisse zutage treten können. Außerdem sind große Zweifel angebracht, dass wirklich nur 4 Prozent der Befragten in dieser Frage unentschieden gewesen sein sollen.

Ist sichergestellt, dass die zehn Prozent, die den Hartz-IV-Satz sogar gesenkt sehen möchten nicht in den genannten 39 Prozent, die ihn nicht erhöht sehen möchten enthalten sind?

Im übrigen handelt es sich um eine Scheindebatte, denn wenn wieder anständige Löhne und Gehälter gezahlt werden, und die Unternehmer sich nicht über sogenannte "Aufstocker" subventionieren ließen, wäre der angemessene Abstand zwischen der Grundsicherung und der Entlohnung für arbeitende Menschen automatisch gewahrt. Wer das anständige Gehalt nicht zahlen kann, hat nicht das geeignete Geschäftsmodell, um am Markt zu bestehen.

Dietmar Schulz

Die Äußerungen von Bundespräsident Christian Wulff, der Islam gehöre zu Deutschland

Fishing for Kompliments, Herr Bundespräsident. Die Folge der Aussage, der Islam gehöre zu Deutschland, ist, dass weiterhin nur die Rechte in Anspruch genommen werden, Dank unserer ach so großen Toleranz, von Pflichten aber gegenüber unserem Land kaum die Rede sein wird. Sollnage unsere christliche Kültur nicht in die muslem. Länder auch passt......so lange gehört der Islam nicht zu Deutschland !!

Klaus-Peter Müller

Mit erstaunten Naslöchern gucken die Politiker jetzt auf das Volk - die Bürger werden "aufmüpfig", meinen sie. Dabei geht es doch eigentlich nur um die aktive Wahrnehmung demokratischer Rechte. Ja, das Volk emanzipiert sich. Und unabhängige Bürgerbewegungen wie die Freien Wähler schicken sich an, neue Repräsentanten seines Willens zu werden. Bei der nächsten Wahl dürften die Altparteien mit frisch auftauchenden Konkurrenten konfrontiert sein.

Wolf Achim Wiegand

Seit dem 01.01.2002 ist der ungeliebte T-Euro als Bargeld in Deutschland im Umlauf. Er sollte ursprünglich fälschungssicher und genauso stabil wie D-Mark sein. Alles eine Illusion. 500 und 200-Euro-Scheine werden an fast keiner Tankstelle und in fast keinem Discounter mehr angenommen und trotzdem fleißig weiter gedruckt. 50-Euro-Scheine sind ein sehr beliebtes Fälscherobjekt und die Blüten kaum noch von den Originalen zu unterscheiden. Der Euro ist mittlerweile nach einer Talfahrt an den Devisenbörsen wieder im Aufwind. Aber, nun sollen die Euro-Scheine auch noch laut Bundeskartellamt nicht mehr von der Bundesdruckerei, sondern ab 2012 im Ausland gedruckt werden können. Damit entfällt leider die Bundeshoheit und die absolute Kontrolle über das Drucken unseres Geldes und 400 Arbeitsplätze in Deutschland stehen auf der Kippe. Deshalb schlage ich hiermit vor, die Euro-Scheine zukünftig in Schurkenstaaten wie dem Iran oder Nord-Korea kostengünstiger drucken zu lassen. Dann wird der Euro eines Tages die gesamte Welt inflationär überschwemmen und so zu einer Crash-Währung verkommen, weil mit den überlassenen Druckplatten und dem Papier anstatt Blüten dann sogar einwandfreie Euro-Originale im Ausland zur Finanzierung des internationalen Terrorismus gedruckt und in Umlauf gebracht werden können. Die nächste Finanzkrise kommt bestimmt!"

Roland Klose

die Schulreform mit Stuttgart 21 zu vergleichen, halte ich für sehr weit hergeholt. Die Gegner des Projektes sind nicht zu spät aufgewacht, dafür wurde über diesen Bahnhof im Landtag zu oft diskutiert – sie nutzen nur eine große Chance, mit Politikverdrossenheit im Gepäck zu demonstrieren, eine billige Spielart der Opposition, quasi Wohlstandsdemonstranten „on tour“. Sie nehmen dabei gerne den Artikel 1 des Grundgesetzes in Anspruch. Warum sie aber die Würde und die Unverletzlichkeit bei Polizisten und Wachdiensten ausschließen, bleibt mir schleierhaft.

Siegfried Meyn

Natürlich gibt es auch beim Projekt Stuttgart 21 ein Demonstrationsrecht dagegen. Ein grundgesetzlich festgeschriebenes Widerstandsrecht gegen das Projekt gibt es, und hier hat Bahnchef Grube Recht, aber nicht. Insoweit irren sowohl Ihr Kommentator als auch die Initiatoren des Protestes.

Wolfgang Hartmann

Erst lässt Herr Mappus Demonstranten verprügeln und durch Wasserwerfer z.T. schwer verletzen, weil ein paar wenige angeblich Kastanien auf schwer gepanzerte Polizisten geworfen haben. Und jetzt stellt er sich hin und redet von Toleranz, Dialog und Besonnenheit. Geht's eigentlich noch verlogener?

Sven Kanter

Auch zwanzig Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung sind die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland groß. Die EX-DDR ist heute ein Billiglohnland und Arbeitnehmer haben ein Drittel weniger in ihrer Lohntüte als ihre Kollegen in Köln oder Hamburg. Selbst die Armut ist zwischen Rügen und Dresden größer als im Westen und der Anteil der Hartz-IV Empfänger mit 17 Prozent ist doppelt so hoch als westlich der Elbe. Einheitliche Lebensverhältnisse mit identischer Lebensqualität sind so zwischen Ost und West auch nach zwanzig Jahren nicht erreicht worden. Nur die Benzinpreise, Mieten und Lebenshaltungskosten sind nahezu gleich und steigen fröhlich weiter. Und die viel zitierten "blühenden Landschaften" in Ostdeutschland werden immer öfter von Ein-Euro-Jobbern, Mini-Jobbern und unterbezahlten Leiharbeitern, die zusätzlich noch Hartz IV beantragen müssen, zeitlich befristet auf dem Boden von abgerissenen Betrieben und Fabriken gepflegt.

Albert Alten

Stuttgart erinnert an Börner und die Startbahn West. Das endete mit tödlichen Schüssen auf einen Polizeibeamten. Wer nur Lobbyisten bedient und die Bürger nicht wahrnimmt sollte mit dem schlimmsten rechnen.

A.Uhl

Kate Amayo bekommt eine Aufenthaltsgenehmigung

Sterben Menschlichkeit und Intelligenz in deutschen Behörden eigentlich aus und lassen sich nur noch unter medialem Druck reaktivieren? Manchmal schäme ich mich dafür deutsch zu sein. Ich arbeite seit 8 Jahren mit "Migranten"- Kindern und kann nur sagen: wir müssen noch sehr viel reaktivieren, um wieder ein Volk der Dichter und Denker(!!) zu werden. Vielleicht wäre voneinander lernen mal eine Alternative?

Ricarda Zimmermann

 

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