Frauenzeitschrift
"Brigitte" kehrt zu professionellen Models zurück
Nur noch Frauen, "die mitten im Leben stehen", wollte die Zeitschrift "Brigitte" zeigen. Nach über zwei Jahren kehren Profimodels ins Heft zurück.
Hamburg. Deutschlands führende Frauenzeitschrift "Brigitte" kehrt zu professionellen Fotomodellen zurück. Das teilte der Verlag Gruner+Jahr am Donnerstag in Hamburg mit. Gut zweieinhalb Jahre lang hatte das Blatt auch als Statement gegen Magermodels nur Laufsteg-unerfahrene Frauen und Männer fotografiert. Die "Brigitte" wollte Menschen zeigen, "die mitten im Leben stehen", Studentinnen und Verkäuferinnen, wie es damals in der Ankündigung hieß.
+++"Brigitte"-Chefredakteur Andreas Lebert zieht Bilanz+++
"Nun ist es Zeit, mal wieder Bilanz zu ziehen", heißt es im Editorial zum neuen Heft vom 19. September. "Viele von Ihnen (den Leserinnen) sagten in letzter Zeit: "Die Idee ist ja gut, aber manchmal will man einfach nur die Mode sehen." Oder: "Ich fühle mich manchmal von der Mode abgelenkt, wenn eine ganz normale Frau gezeigt wird. Und, ja, auch unter Druck gesetzt: Wenn die Frau von der Straße auf den Fotos in Brigitte schon so schön aussieht, das macht einem ja Minderwertigkeitskomplexe."" Vom kommenden Heft an werde man "immer dann mit professionellen Models arbeiten, wenn wir glauben, dass es für ein Thema oder auch das Titelbild besser passt", hieß es weiter.
+++Polizistinnen als Models+++
Der Schritt habe nichts mit Kosten oder möglichem Mehraufwand bei Laienmodels zu tun, sagte eine Sprecherin von Gruner+Jahr. Im vergangenen Monat hatte es einen Wechsel in der Chefredaktion der "Brigitte" gegeben. Stephan Schäfer löste Chefredakteur Andreas Lebert ab. Es ist eine Doppelspitze mit Brigitte Huber. Die verkaufte Auflage der "Brigitte" liegt bei mehr als 600.000 Exemplaren. (dpa)
















