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TV & Medien

Leo Rojas ist "Supertalent"

7,94 Millionen ließen sich vom "Einsamen Hirten" rühren

Panflötenspieler aus Ecuador zieht von der Straße auf die RTL-Bühne und streicht nun 100.000 Euro und einen Plattenvertrag ein.

Neues "Supertalent": Panflötenspieler Leo Rojas
Foto: RTL/Stefan Gregorowius

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Köln. Der Nachfolger von Freddy Sahin-Scholl ist gefunden: Der aus Ecuador stammende Panflötenspieler Leo Rojas ist "Das Supertalent 2011“. Der in Berlin lebende Künstler überzeugte die RTL-Zuschauer Sonnabend im Finale um den Titel mit seiner Version von "Der einsame Hirte“ und bekam von den Fernsehzuschauern die meisten Stimmen.

Und auch die Jury begeisterte das Panflötenspiel Rojas'. Motsi Mabuse hatte "Gänsehaut pur“, Sylvie van der Vaart sagte, "sie würde sich sofort eine Platte von ihm kaufen“ und Dieter Bohlen könnte sich Rojas "auf den großen Konzertbühnen vorstellen.“ Leo Rojas war nach dem Sieg vollkommen überwältigt: "Das ist der schönste Tag in meinem Leben“. Mit ihm freuten sich auch seine Frau Ines und seine Mutter, die er erst letzte Woche zum Halbfinale nach sieben Jahren das erste Mal wiedergesehen hatte.

Rojas, der bis vor kurzem noch in deutschen Fußgängerzonen auftrat, bekommt nun einen Plattenvertrag und 100.000 Euro. Von dem Geld will der 27-Jährige seiner Familie in Südamerika ein kleines Haus kaufen. Er wolle seiner ganzen Familie "ein neues Leben geben“, sagte Jurypräsident Dieter Bohlen.

Dass Bohlen ein Faible für Südamerika hat, ist bekannt. Seine ehemalige Partnerin Verona Pooth stammt aus Bolivien, Ex-Freundin Estefania Küster aus Paraguay. Weit weniger freundlich ging der "Pop-Titan" im Supertalent-Finale mit Kandidat Jörg Perreten um. Dem Schweizer Pianisten mit der Irokesenfrisur bescheinigte Bohlen, "eines Finales nicht würdig" zu sein, nachdem sich der 23-Jährige bei seiner Interpretation des Metallica-Klassikers "Nothing Else Matters" verspielt hatte. "Du hast gesagt, du suchst Deinen Weg. Heute hast Du Dich ganz schön verlaufen", sagte Bohlen wenig nett zu Perreten, der sich mit der Bewerbung um das "Supertalent" nach eigener Aussage neuen Lebensmut erhofft hatte. Nach dem vernichtenden Urteil suchte Perreten schließlich mit knirschenden Zähnen flugs den Bühnenrand.

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Für die fünfte Staffel der RTL-Show hatten sich nach Senderangaben rund 42.000 Menschen beworben. Zehn Kandidaten schafften es ins Finale. Zweiter wurde der Sänger Sven Müller aus Baden-Württemberg, ihm folgte der fünfjährige Klavierspieler Ricky Kam aus Bern. In der Finalshow hatten allein die Zuschauer per Telefon- und SMS-Voting zu entscheiden. Leo Rojas erhielt 39,39 Prozent der Stimmen, Sven Müller 13,68 Prozent und Ricky Kam mit 13,23 Prozent.

Das Finale der fünften "Supertalent"-Staffel verfolgten in der Spitze 7,94 Millionen TV-Zuschauer. Im Durchschnitt sahen 6,45 Millionen Zuschauer ab 3 Jahre (Marktanteil 20.8%) zu. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen betrug der Marktanteil 28,2 Prozent (3,34 Mio.).

Im vergangenen Jahr hatte der Sänger Freddy Sahin-Scholl gewonnen. Zum Finale hatten damals nach Senderangaben zehn Millionen Zuschauer eingeschaltet.

Mit Material von dpa und dapd

 

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