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TV & Medien

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Unzulässige Werbung: Medienwächter beanstanden Sat.1 und Sport1

Hamburg/Berlin. Ein Programmtrailer mit der Sängerin Kylie Minogue hat zu einem Nachspiel für Sat.1 geführt: Die deutsche Medienaufsicht beanstandete die Ausstrahlung der Sat.1-Imagekampagne mit Minogue und einer deutschen Automarke vor der eigentlichen Werbeunterbrechung im Programm. Das teilte die zuständige Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) am Mittwoch mit.

Sat.1 hatte den Trailer vom 15. Mai an mehrfach im Abendprogramm ausgestrahlt, unter anderem vor der Werbeunterbrechung der Serie „The Mentalist“ am Sonntagabend. In dem Spot laufe Minogue „sichtlich begeistert“, so die ZAK, auf ein Cabriolet-Modell zu, steige ein und fahre durch eine Sat.1-Szenerie mit den Stars des Senders. Das Auto und dessen Logo seien mehrfach und deutlich zu erkennen.

Da der Image-Trailer nach Auffassung der ZAK Teil des Programms ist, liege „eine unzulässige Vermischung von Werbung und Programm vor“, hieß es in der Mitteilung. „Für den Zuschauer ist die Werbung im Image-Trailer weder leicht zu erkennen noch deutlich vom redaktionellen Teil des Programms unterscheidbar.“

Der Spartensender Sport1 sendete am 27. Februar bei der Übertragung des Finales im englischen Fußball-Ligacup mehrfach Sponsoringhinweise eines Sportwetten- und Glücksspielanbieters. Außerdem war ein Werbespot des nicht in Deutschland zugelassenen Tipp-Unternehmens ausgestrahlt worden. Somit habe Sport1, so die ZAK, gegen das Verbot der Werbung für unerlaubtes Glücksspiel verstoßen.

Ein über Satellit empfangbarer türkischer Kanal verstieß laut ZAK gegen das Schleichwerbeverbot. Der Sender Avrupa stellte im Januar in einem redaktionellen Beitrag übers Schnarchen eine sogenannte Nasenklammer vor, die die Geräusche verringern soll. Das Produkt sei ausführlich und mit Verweis auf dessen Preis sowie die zugehörige Webseite angepriesen worden.

Im zweiten Fall wurden in einem Beitrag über Immobilienverkäufe Häuser in der Stadt Bodrum vorgestellt. Ein Agentur-Eigentümer, der sich um Verkauf und Finanzierung der Objekte kümmert, präsentierte die Angebote selbst. (dpa)

 

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