16.01.13

TV-Pädagogin "Super Nanny" klagt gegen Hamburger Online-Magazin

Katharina Saalfrank

Foto: picture-alliance/ dpa / picture-alliance/ dpa/dpa

Katharina Saalfrank Foto: picture-alliance/ dpa / picture-alliance/ dpa/dpa

Katharina Saalfrank wird in einem Beitrag bei "Fernsehkritik TV" unter anderem vorgeworfen, Jugendliche zu Gewalt anzustiften.

Köln. Die ehemalige "Super Nanny" Katharina Saalfrank wehrt sich gegen negative Berichterstattung. In einem Beitrag im Online-Magazin "Fernsehkritik TV" wird der 41-Jährigen unter anderem vorgeworfen, sie habe eine Jugendliche in ihrer Sendung zu Gewalt angestiftet. Die Redakteure hätten außerdem einen Hund vergiftet, um Spannung in die Sendung zu bringen. Saalfrank klagt gegen die Hamburger Produktionsfirma Alsterfilm, die auch hinter dem Online-Magazin steht. Am Mittwoch begann der Prozess vor dem Landgericht Köln.

Konkret geht es um einen Beitrag auf "Fernsehkritik TV" von September 2011. Darin wird eine Familie interviewt, die 2008 bei der RTL-Sendung "Die Super Nanny" mitgemacht hatte. In der Sendung gibt die Pädagogin Saalfrank Familien Erziehungstipps. Die Tochter der Familie erzählt in dem Beitrag unter anderem, Saalfrank habe sie aufgefordert, ihren Bruder zu provozieren, um ihn aggressiv zu machen. Während der Dreharbeiten ist außerdem der Familienhund gestorben. Die Mutter äußert den Verdacht, das Drehteam habe den Hund vergiftet, damit etwas in der Sendung passiere.

Insgesamt klagt Saalfrank auf Unterlassung in sieben Punkten und wegen Verdachtsberichterstattung. Zum Prozessauftakt war sie nicht anwesend. Das Gericht wird voraussichtlich im März den nächsten Verhandlungstermin bekanntgeben. Das Gericht sah in einer ersten Bewertung keine Satire in dem Beitrag.

((dpa))