13.01.13

Sonnabends in der ARD

20 Jahre Andrea Berg: Tränen lügen nicht

Viel Musik, viele Stars und viele Geschichten, die ans Herz gehen: Die ARD feierte gestern das 20. Bühnenjubiläum von Andrea Berg.

Von Fabian Nitschmann
Foto: dapd
Schlagersaengerin Andrea Berg feiert 20. Buehnenjubilaeum
Sängerin Andrea Berg bei einem Auftritt

Hamburg. Am Mittwoch überraschte Andrea Berg mit einer interessanten Mitteilung. Als Schlagersängerin profitiere sie von ihrer Ausbildung als Krankenschwester, ließ die 46-Jährige nämlich verlauten. "Als Arzthelferin habe ich einzelne Menschen gepflegt. Als Sängerin versuche ich, mit meiner Musik Wunden bei möglichst vielen Leuten zu heilen", sagte Berg. Bei der Feier zu ihrem 20. Bühnenjubiläum, die am Sonnabendabend in der ARD ausgestrahlt wurde, ging es aber vor allem um ihre eigenen Wunden, die geheilt werden mussten.

Denn Berg bestätigte in der fast dreistündigen Schlagerhitparade, dass sie nah am Wasser gebaut ist. Und so gab es reichlich Tränen zu jedem Anlass, um danach mit einem Hit die Welt wieder zu beruhigen. Von der erkrankten Mutter, die mit Schlagerhits wieder auf die Beine kommt, über Bergs soziales Engagement in Deutschland und Nigeria. An rührenden Momenten für die Gastgeberin des Abends in Offenburg mangelte es nicht.

Zu Gast hatte die gelernte Krankenschwester dabei dann aber wirklich alles, was die Schlagerwelt zu bieten hat. Semino Rossi, Florian Silbereisen, Andreas Gabalier, Dieter Thomas Heck, Roland Kaiser und viele weitere gaben sich in verschiedenen Rollen als Sänger oder Moderatoren die Klinke in die Hand und sorgten für reichlich Abwechslung von der eigentlich wichtigen Person des Abends. Genauso wie der Topstar des Abend, Lionel Richie, der mit der verrückten deutschen Schlagerwelt herzlich wenig zu tun hat, aber als Idol von Andrea Berg vorgestellt wird und ihr daher ein Duett seines Erfolgssongs "Angel" schenkte.

Berg hatte, wie bereits erwähnt, aber hauptsächlich mit ihren Tränen zu kämpfen. Oder mit ihren Moderationskünsten, die sie nicht besitzt. Für den Zuschauer also ein Glück, dass auch Kai Pflaume und Birgit Schrowange zu den Gästen und Freunden der Schlagersängerin zählen und ab und an die Leitung der Sendung übernahmen. Und so konnte sich Berg, die an diesem Abend jedes zweite Lied selbst sang, mehr auf ihr musikalisches Können konzentrieren.

Ob der fesche Schlagerabend letztlich die Wunden vieler Menschen geheilt hat, ist nicht überliefert. Sicher ist aber, dass 6,39 Millionen Leute Andrea Bergs erste eigene Fernsehshow verfolgt haben und ihr damit einen starken Marktanteil von 19,7 Prozent einbrachten. Dennoch sollte die ARD nicht darauf setzen, Berg aufgrund der guten Quote erneut als Moderatorin statt als Sängerin vor die Kamera zu stellen. Denn ein altes deutsches Sprichwort wird recht behalten: "Schuster, bleib bei deinen Leisten."

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