22.11.12

Zeitungskrise Verkaufsgespräche über G+J-Wirtschaftspresse

Verlagshaus Gruner+Jahr

Foto: dapd

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Der Verlags-Aufsichtsrat hat den Gruner+Jahr-Vorstand zum Verkauf, der Teilschließung oder Schließung der Wirtschaftstitel ermächtigt.

Hamburg. Die Verhandlungen über die Zukunft der angeschlagenen Wirtschaftsmedien im Zeitschriftenkonzern Gruner + Jahr gehen am (heutigen) Donnerstag weiter. Dabei geht es auch um einen möglichen Verkauf der "Financial Times Deutschland" (FTD), wie Konzernsprecher Claus-Peter Schrack nach einer Aufsichtsratssitzung noch am Mittwochabend mitgeteilt hatte. Neue Details nannte das Unternehmen dazu am Donnerstag zunächst nicht.

Das Kontrollgremium hatte den Angaben zufolge den G+J-Vorstand ermächtigt, einen Verkauf, eine Teilschließung oder Schließung der G+J-Wirtschaftsmedien vorzunehmen. Ob die Gespräche dazu noch am Donnerstag abgeschlossen werden, blieb offen.

Bei den Wirtschaftstiteln arbeiten nach Verlagsangaben rund 330 Menschen. Zu den Titeln gehören neben der Tageszeitung "Financial Times Deutschland" die Magazine "Capital", "Impulse" und "Börse Online".

Die "FTD" veröffentlichte am Donnerstag eine ganze Seite mit Leserbriefen. Die Leser hoben die Qualität des Blattes, die Sachkenntnis und Professionalität der Mitarbeiter hervor. Bei den Wirtschaftstiteln arbeiten nach Verlagsangaben rund 330 Menschen.

((dpa))