08.11.12

Nach Ausladung von Volker Beck

Altmaier sagt überraschend Teilnahme an Raabs Talkshow ab

Auf Wunsch des Umweltministers soll Volker Beck bei Raab-Show ausgeladen worden sein. Altmaier dementiert - und sagt seine Teilnahme ab.

Foto: dpa
Umweltminister Peter Altmaier
Peter Altmaier widersprach den Vorwürfen, Volker Beck sei auf seinen Wunsch hin wieder ausgeladen worden: "Die Behauptung ist schlicht falsch. Ich bin mit Volker Beck befreundet, war mit ihm in vielen Talkshows und werde das gerne auch wieder tun."

Berlin. Schon vor der ersten Sendung sorgt die Show für jede Menge Schlagzeilen: Jetzt hat Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) seine Teilnahme an Stefan Raabs neuer Polit-Talkshow überraschend abgesagt. Das sagte ein Sprecher des Ministers am Donnerstag "Handelsblatt Online". Hintergrund sei die Begründung für die Ausladung des Grünen-Fraktionsgeschäftsführers Volker Beck aus der Sendung.

Eine Raab-Assistentin hatte demnach nach Angaben von Becks Büroleiter Sebastian Brux die Ausladung an den Grünen-Politiker damit begründet, dass es "um die Augenhöhe der Gäste ging". Später habe es geheißen, Altmaier wäre nicht gekommen, wenn Beck auch Gast gewesen wäre. Der Minister widersprach der Darstellung der Raab-Assistentin bereits am Mittwoch via Twitter: "Die Behauptung ist schlicht falsch. Ich bin mit Volker Beck befreundet, war mit ihm in vielen Talkshows und werde das gerne auch wieder tun."

Die erste Ausgabe der Raab-Sendung "Absolute Mehrheit – Meinung muss sich wieder lohnen" soll am Sonntag (11. November, 22.45 Uhr) ausgestrahlt werden. Altmaier sollte darin mit dem SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann sowie den Politikern Wolfgang Kubicki (FDP) und Jan van Aken (Linke) über die Themen Steuergerechtigkeit, Energiewende und soziale Netzwerke diskutieren.

Becks Büroleiter Brux sagte am Donnerstag "Handelsblatt Online" zur Auswahl der Gäste: "Es ist ein schlechter Start für eine politische Talkshow, wenn der Eindruck entsteht, dass die Regierung bestimmt, wer in die Sendung kommt und wer nicht."

Kein Kommentar von ProSieben-Sprecher

ProSieben-Sprecher Christoph Körfer wollte die Vorwürfe bereits am Mittwoch nicht kommentieren. Er sagte, welche Gäste in die Sendung eingeladen würden, sei eine Entscheidung der Redaktion.

In der Sendung stimmen die Zuschauer nach jeder der drei Runden per Telefon und SMS ab, welcher Talkgast sie am meisten überzeugt hat. Der Gast mit den wenigsten Anrufen hat zwar nicht mehr die Chance auf die Siegprämie von 100.000 Euro, darf sich aber weiter an der Diskussion beteiligen.

Sollte es in der Finalrunde einem der drei Finalisten gelingen, mehr als 50 Prozent der Anrufe und damit die absolute Mehrheit auf sich zu vereinen, erhält er 100.000 Euro. "Was der Politiker damit macht, stellen wir ihm frei. Er muss sie nicht spenden", sagte Raab dem Magazin "Stern". Gelingt dies keinem der Gäste, fließt die Gewinnsumme in den Jackpot für die nächste Show. Unterstützt wird Raab von ProSiebenSat.1-Nachrichtenchef Peter Limbourg, der am Ende jeder Gesprächsrunde das Geschehen zusammenfasst und analysiert.

dapd
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Alles über Ihre Straße

Top Video Alle Videos
«Bild»-Chefredakteur spielt Obdachlosen in WerbespotBrightcove Videos

mehr »

Top Bildergalerien mehr
Aida Cruises

Feuer auf der Aida-Baustelle in Rostock

Brandstiftung

Autos in Hummelsbüttel ausgebrannt

Fußball

So sieht der HSV-Kader 2014/15 aus

Blankenese

Das Elbe-Camp am Falkensteiner Ufer

Highlights
tb_hh_mahjong100.jpg
Mahjong

Spielen Sie mit!mehr

rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr