23.10.12

Umsatzsteigerungen

Neuer Rekord bei Zahl der Zeitschriften-Titel

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger meldet Rekordzahl von Titeln und Steigerung des Inlandsumsatzes - Werbeumsatz rückläufig.

Foto: DAPD
Zeitschriften sind trotz zunehmender Bedeutung des Internets nach wie vor beliebt
Zeitschriften sind trotz zunehmender Bedeutung des Internets nach wie vor beliebt

Berlin. Die Zeitschriftenverlage erzielen trotz zunehmender Bedeutung des Internets mit dem Printgeschäft weiterhin Umsatzsteigerungen. Die Zahl der Publikumszeitschriften erreicht in diesem Jahr mit 1.511 Titeln eine neue Höchstmarke, wie der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) am Dienstag auf seiner Jahrespressekonferenz in Berlin mitteilte. Auch deren Online-Angebote legten demnach deutlich an Reichweite zu. Der Inlandsumsatz steigt 2012 der Herbstumfrage unter Verlegern zufolge erneut um 1,4 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro.

Einen Rückgang verzeichnet die Branche allerdings bei den Umsätzen mit Werbung. Sie erklärt dies damit, dass die Werbeaufträge vom Gesamtvolumen her etwa gleich bleiben und eine Umverteilung in andere Medienkanäle stattfindet. 2012 liegt laut VDZ der Brutto-Werbeumsatz nach neun Monaten mit 2,5 Milliarden Euro rund 120 Millionen Euro unter dem Vorjahreszeitraum.

Gleichwohl erwarten die Verlagshäuser für 2013 ein Wachstum um 1,5 Prozent – in den klassischen Geschäftsfeldern eher stagnierend bis leicht rückläufig, in den digitalen Geschäftsfeldern aber eine große Zunahme. Derzeit werden zehn Prozent der Umsätze mit dem Digitalgeschäft erzielt.

Mit dem Printgeschäft erwirtschaften die Zeitschriftenverleger laut VDZ-Herbstumfrage 77 Prozent ihres Gesamtumsatzes, und zwar zur Hälfte aus Vertrieb und Anzeigen. In den ersten drei Quartalen 2012 kamen 103 neue Zeitschriftentitel auf den Markt, und 31 Publikationen wurden eingestellt. Der Inlandsumsatz wächst der Umfrage zufolge seit 2009 kontinuierlich. 13 Prozent entfallen auf Bücher, CD, Reisen, Fortbildungsangebote und sonstiges. Seit 2010 steigen die Beschäftigtenzahlen in Deutschland wieder. 2013 werden die Verlagshäuser eigenen Prognosen zufolge fast 34.000 Mitarbeiter beschäftigen.

Die Online-Angeboten der Publikumszeitschriften haben nach einer Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) internet facts die größte Reichweite (64 Prozent) von allen Mediengattungen. Dahinter folgen die Online-Plattformen von Tageszeitungen (54 Prozent), TV-Sendern (45 Prozent) und Radio-Stationen (10 Prozent). Nach Angaben des Verlegerverbands konnten die Zeitschriften ihre Reichweite gegenüber dem Vorjahr prozentual am meisten steigern. Die Tageszeitungen gewannen ebenfalls an Reichweite hinzu. Die Radio-Stationen bewegten sich auf Vorjahresniveau, während die TV-Sender im Vorjahresvergleich an Reichweite einbüßten.

7,81 Millionen nutzen die Angebote der Publikumszeitschriften auf mobilen Websites und Apps. Damit dominieren sie laut VDZ vor den anderen Mediengattungen.

Die Meinungsmacht der Zeitschriften ist nach Einschätzung der Branche ungebrochen: Im Ranking der 30 meistzitierten Medien der Monate Januar bis September 2012 sind laut PMG Pressemonitor 18 Tages- und Wochenzeitungen und fünf Publikumszeitschriften. An der Spitze liegt demnach "Der Spiegel" mit 2.645 Zitaten.

Die Verlagshäuser rechnen mit steigenden Umsätzen im Auslandsgeschäft. Im Printbereich erwarten sie eine Steigerung des Anteils am Gesamtumsatz von derzeit 15,3 auf 17,3 Prozent im Jahr 2015 und im Digitalgeschäft von 8,3 auf 13,8 Prozent.

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