Konzert im Gruenspan
Charles Bradley sang und tanzte, bis die Seele überquoll
Der 63-jährige Soulsänger aus Brooklyn lieferte mit seiner exzellenten Band ein äußerst bewegendes wie schweißtreibendes Konzert auf dem Kiez.
Hamburg. Ganz zum Schluss, da stieg Charles Bradley einfach in die Menge hinab. Zu seinen Jüngern. Der Schweiß des Publikums vermischte sich mit dem seinem. Er umarmte seine Fans und sie ihn. Bis einigen die Tränen in den Augen standen.
Zu diesem Zeitpunkt hatte der "schreiende Adler des Soul" bereits anderthalb Stunden Liebe gepredigt. Und sie hundertfach zurück bekommen. Er hatte sich drei Mal umgezogen und die Zuschauer mit immer neuen Showanzügen begeistert. Vor allem aber hat er von seinem schmerzerfüllten Leben erzählt und diese Erfahrungen in bewegende, raue, alles verzehrende Soulsongs gegossen.
Gemeinsam mit seiner exzellenten, sechsköpfigen Band The Extraordinaires präsentierte der 63-jährige Sänger zahlreiche Nummern seines 2011 erschienenen Debüts "No Time For Dreaming", darunter "Heartaches And Pain" und "Lovin' You Baby". Die gesamte Bandbreite der Emotionen schickte der Mann aus Brooklyn mit seiner markerschütternden, herzzerreißenden Stimme in die Nacht. Er warf sich auf den Boden, er tanzte, er verschwendete sich. Was für ein Konzert!
















