Di, 06.11.12, 15.34

Trauerfall Komponist Elliott Carter mit 103 Jahren gestorben

Obit Carter

Foto: dapd

Obit Carter

Carter, der als einer der führenden Köpfe Amerikas in der klassischen Musiktradition galt, und noch bis 2012 aktiv war, starb in New York.

New York/Berlin. Der amerikanische Komponist Elliott Carter, eine der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen Musik, ist im Alter von 103 Jahren in New York gestorben. Dies teilte sein Musikverlag Boosey and Hawkes mit. Der zweimalige Pulitzer-Preisträger galt als einer der führenden Komponisten Amerikas in der klassischen Musiktradition. Carter starb am Montag in New York.

Nach Angaben seines Verlags komponierte Carter, der am 11. Dezember 1908 in New York geboren wurde, während seines jahrzehntelanges Schaffens mehr als 150 Werke, von frühen Stücken wie der Sinfonie No. 1 (1942) bis hin zu "Dialogues II" (2012), das im Oktober an der Scala in Mailand aufgeführt wurde. Als Krönung seines Schaffen als Orchesterkomponist gelte das 50minütige Triptychon "Symphonia: sum fluxae pretium spei" ("Ich bin der Preis der vergehenden Hoffnung"), das 1998 in Manchester erstmals vollständig aufgeführt wurde. 1960 und 1973 erhielt Carter den Pulitzer-Preis, 1981 den Ernst-von-Siemens-Musikpreis.