26.11.12

Museum für Kunst und Gewerbe

Pixar-Ausstellung: Zeichnen und in Bewegung versetzen

Die Firma Pixar hat in den vergangenen Jahren die weltweit erfolgreichsten Animationsfilme gemacht: Die Ausstellung zeigt ihre Entstehung.

Foto: John Lasseter/Disney/Pixar
Luxo, Die kleine Lampe (1986)
Luxo, Die kleine Lampe (1986)

Räumen wir mit einem verbreiteten Irrtum auf: Animationsfilme werden nicht ausschließlich von Computern gemacht, sondern primär von Menschen. Bevor leistungsstarke Rechner in Aktion treten und die erstaunlichsten Effekte ins Bild zaubern, ist die Kreativität von Illustratoren, Grafikdesignern, Modellbauern und weiteren Experten der angewandten Künste notwendig.

In der Ausstellung "Pixar. 25 Years of Animation" kann man den Entstehungsprozess moderner Animationsfilmen genau verfolgen. Dabei wird deutlich, dass die Helden aus "Toy-Story", "Findet Nemo" oder "Ratatouille" von kreativen Teams erdacht und entwickelt worden sind. Traditionelle künstlerische Techniken wie die Zeichnung oder die Pastellmalerei stehen am Anfang eines langen Arbeitsprozesses. Am Zeichentisch und an Töpferscheiben werden die ersten Schritte vollzogen. Auch Storyboards für die Handlungsabfolge müssen gezeichnet werden.

In der Ausstellung sind zahlreiche Skizzen, Grafiken, Farbzeichnungen und Skulpturen zu sehen, die aus den Filmwerkstätten der Pixar-Studios im Emeryville bei San Fransisco stammen. 1986 begann Pixar mir Kurz- und Werbefilmen, weltberühmt wurde das Studio 1995 mit "Toy Story", dem ersten vollständig computeranimierten Film. 13 Spielfilme sind seither entstanden, die in Deutschland 40 Millionen Kinogänger anlockten.

Der Ausstellungsbesucher kann einerseits die komplizierte Produktion eines Animationsfilms nachvollziehen, aber auch die Perfektion der Endresultate bewundern: In einem Kinoraum, der "Artscape" genannt wird, läuft auf breiter Leinwand ein Film über Pixars Geheimnisse in HD-Qualität mit Dolby Surround und Ambient Light.

Ein weiterer Höhepunkt der Ausstellung ist das "Zoetrop", das die Prinzipien der Animation vor Augen führt, derer man sich vor der Erfindung des Films bedient hat. Wie in einem dreidimensionalen Daumenkino werden dort Figuren aus "Toy Story" künstlich zum Leben erweckt.

"Pixar. 25 Years of Animation" 27.1. bis 12.5.2013, Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Di-So 11.00-18.00, Do bis 21.00, ab 1.1.2013 geöffnet ab 10.00

(M.G.)
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