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Kultur

Neutöner und kein Ende

Zeitgenössisches beim Hamburger Musikfest am 10. und 11. 9.

24 Stunden Konzerte nonstop, das versprechen die Macher des "Hamburger Musikfestes" am 10. und 11. 9.. Serviert wird wie immer Zeitgenössisches. Höhepunkt wird Luigi Nonos "Prometeo" sein, den Ingo Metzmacher zweimal dirigiert.

Nonos schwergewichtiges Musiktheater (die Partitur wiegt mehr als sieben Kilo) ist äußerst selten zu erleben. Der technische Aufwand und die künstlerischen Anforderungen sind mit zwei Dirigenten, Solisten, vier Orchestergruppen und Live-Elektronik gewaltig. Schon vor Jahren scheiterten Regisseur Jürgen Flimm und der damalige Generalmusikdirektor Hans Zender, als sie den "Prometeo" auf Kampnagel aufführen wollten. Zu teuer.

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten in der Planungsphase des Musikfestes kann Ingo Metzmacher das Mammutprojekt endlich verwirklichen. Bereits 1993 feierte er mit dem "Prometeo" einen sensationellen Erfolg bei den Salzburger Festspielen. Auch jetzt wird es spannend, denn jede Aufführung von Nonos "Tragödie des Hörens", in der sich alles um den Prometheus-Mythos dreht, ist bei jeder Aufführung anders, weil das Raumklangkonzept dem Aufführungsort angepasst werden muss.

In den restlichen Stunden des Musikfestes gibt es Konzerte mit den Swingel Singers (10. 9. ab 24 Uhr), dem Trompeter Markus Stockhausen (11. 9., 1.30 Uhr) und der Percussionistin Robyn Schulkowsky (11. 9., 3 Uhr). Ausruhen kann man sich zwischendurch im Schlafsaal des Studios E, Frühstück gibts am 11. 9. im Brahms-Foyer inklusive einer Live-Schaltung in die St.-Burchardi-Kirche in Halberstadt, wo seit 2001 das 639 Jahre dauernde Orgelwerk "Organ2/ASLSP" erklingt, das mit mehrjähriger Stille begann.

Außerdem konzertieren am 11. 9. das Ensemble Resonanz (11 Uhr), Gilad Atzmon (13 Uhr), das ensemble Integrales (14.30 Uhr) und der Pianist Gianluca Cascioli (16 Uhr). Ein Kinderkonzert (14 Uhr) sowie eine Lesung zum "Prometeo" (14 Uhr) ergänzen das Programm.

Hamburger Musikfest Fr 10. 9., 21.00/Sa 11. 9., 19.00: Prometeo, Große Musikhalle (U Gänsemarkt), Johannes-Brahms-Platz, Karten: jew. 25,-/erm. 18,- (berechtigt zum Eintritt in die Nachtkonzerte bzw. Tageskonzerte) unter T. 34 69 20bbr

 

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