Werke des Holländers Rik van Iersel in der Galerie Borchardt
Unbehelligt von den Plagen der Ästhetik geht der Autodidakt Rik van Iersel seinem Zeichentrieb nach. Mit Filzstiften, Wasserfarben und Papier ist er hinreichend versorgt, um jeden kleinsten Erinnerungsfetzen oder Augenblickseindruck dingfest zu machen. Für seine Ausstellung bei Peter Borchardt arrangiert er die großen und kleinen Zufallsprodukte einer wilden, chaotischen Kunst zu einem summarischen Generalatlas seiner persönlichen Alltagswelt.
In jugendlichen Jahren wollte der heute 43-jährige Niederländer Comiczeichner werden. Daraus wurde nichts, weil er merkte, dass die Comics seiner künstlerischen Energie nur im Wege standen. Ohne sie konnte er sich ungestört auf die eigene Welt konzentrieren. Da schreibt er so kindlich wie Ben Vautier, bringt ein wenig Farbe auf das Blatt, umkurvt die Flecken, bis sie zu Männchen werden, und gibt ihnen eine wiederum eigenständige Nachbarschaft aus Gekritzel.
So brachte es Rik van Iersel in seinen Bildern zu großer Ausdruckskraft.
Scribble for Life Arbeiten auf Papier von Rik van Iersel, 20. 3.-15. 5., Di-Fr 12.00- 19.00, Sa 11.00-16.00, Galerie Peter Borchardt im Stilwerk (Bus 112), Große Elbstraße 68, Eintritt frei

