Sonntag, 27. Mai 2012, 08:40

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Rechner
  • Ticket kaufen

Klassik

Musiktheater

Nervige Handygespräche als Oper

Karl Heinz Jeron ist Elektronikkünstler und hat in der U-Bahn viele Handy-Telefonate mit angehört. Die verarbeitet er jetzt zu einer Oper

Komponist Karl Heinz Jeron
Foto: dpa/DPA

Schöppingen. Wer ist nicht bisweilen genervt, wenn er in der U- oder S-Bahn unfreiwilig Zeuge von Handy-Telefonaten anderer Fahrgäste wird? Karl Heinz Jeron (49) schlägt jetzt zurück. Der Elektronikkünstler plant eine Oper aus nervigen Handygesprächen. Jahrelang habe er sich auf Bahnfahrten über die lauten und sinnlosen Telefonate von Sitznachbarn geärgert. „Jetzt räche ich mich. Ich schreibe mit. Zwei Notizbücher sind schon voll.“ Aus den skurrilsten Sätzen, die er aufschnappte, will der Künstler ein Libretto verfassen. „Das wird eine Oper.“ Die Texte werde er digitalisieren und von Robotern aufsagen lassen. Für die Musik wolle er sich an einen Komponisten wenden. Kleiner Opern-Vorgeschmack: „Sollen wir die silber machen, oder in mehreren Farben? Grün, blau, rot? Ja. Ähmm. Ähmm. Ja, aber. So mal: blau, braun, schwarz, weiß, dass er heraus sticht.“ Der Konzeptkünstler Jeron ist Stipendiat des Künstlerdorfes Schöppingen im Münsterland. Er hat bereits Georg Friedrich Händels Wassermusik mit Robotern inszeniert.

 

Artikel versenden

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus