Konzertkritik
"Stars Wars" live: ein musikalisches Wunderland
Das Royal Philharmonic Orchestra begeisterte in der Color-Line-Arena mit der grandiosen Musik aus sechs "Star Wars"-Filmen.
Das Royal Philharmonic Orchestra.
Foto: AFP
Hamburg. Die Macht war da. Mitten in der Color-Line-Arena. In rund 90 Minuten erweckten das Royal Philharmonic Concert Orchestra und der belgische Maestro Dirk Brossé alle sechs Star-Wars-Filme zum Leben. Während auf einer gigantischen, neun Meter hohen LED-Leinwand Ausschnitte aus der Science-Fiction-Saga zu sehen waren, verwandelten das rund 80 Personen starke Orchester und ein 60-köpfiger Chor die Halle in ein musikalisches Wunderland.
Zu 17 Schlüsselmelodien der genialen Filmmusik von John Williams wurden die passenden Bilder zusammengeschnitten. Durch die Show führte launig Anthony Daniels, jener Schauspieler, dessen Gesicht man in einem der sechs Filme nie gesehen hatte, weil er im Kostüm des Roboters C-3PO steckte.
Selbst Menschen, die nicht vom Star-Wars-Virus infiziert sind, faszinierte die kombinierte Macht von grandioser Orchestermusik und futuristischen Bildwelten. Das Royal Philharmonic Concert Orchestra zeigte sich in bester Spiellaune. Der Sound war nur wenige Nuancen von den perfekten, von Williams selbst dirigierten Originaleinspielungen des London Symphony Orchestra entfernt. Am Ende gab es stehende Ovationen für die Musiker und den menschlichen C-3PO - und als Zugabe natürlich den Imperialen Marsch, das Thema für den sinistren Darth Vader.
Einzig nervig: Den Produzenten mangelte es am Mut, sich auf die Macht der Musik zu verlassen. Dialogsequenzen und Geräusche aus dem Film störten den reinen Musikgenuss. Und 20 Euro für ein Programmheft sind reine Abzocke von Fans, die im Rausch des Events nicht mehr Herr ihres Portemonnaies sind. Jedi-Ritter würden das nicht gutheißen.





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