Action
Die Schöne im Schlamassel
In "Forbidden Kingdom" kämpfen Jet Li und Jackie Chan mit Helden der chinesischen Mythologie.
Foto: Central
Es beginnt als Hommage an "Karate Kid" und seine diversen Nachfolger: Jason (Michael Angarano), ganz normaler US-Teenager, schwärmt für Kung-Fu-Filme. Während im Fernsehen ein oller Action-Streifen der Shaw-Brüder läuft, schweift die Kamera in seinem Jugendzimmer über zahlreiche Filmposter, die plötzlich zu erwachen scheinen. Die Marke ist gesetzt: "Forbidden Kingdom" bezieht sich auf zahlreiche Vorbilder des Martial-Arts-Kinos. Mehr noch: Zum ersten Mal stehen Jackie Chan und Jet Li, die größten Stars der Hongkong-Action, gemeinsam vor der Kamera. Doch bevor es so weit ist, fällt Jason in einem Pfandhaus der Kampfstab des legendären Affenkönigs in die Hände. Auf der Flucht vor drei Halbstarken fällt der Junge samt Stab von einem Dach - und findet sich plötzlich im mittelalterlichen China wieder. Hier nimmt ihn der stets besoffene Lu Yan (Jackie Chan), eine Hommage an den "Drunken Master", unter seine Fittiche. Der kennt auch das Geheimnis des Stabes: Jason muss ihn dem Affenkönig zurückbringen, um ihn aus der Versteinerung zu erlösen. Schon bald schließen sich ihnen ein stummer Mönch (Jet Li) und eine schöne Amazone namens Goldener Sperling (Liu Yifei) an.
Weiterhin treten auf: die weißhaarige Dämonin (Li Bingbing) und der Jadekriegsherr (Collin Chou), der schuld ist am ganzen Schlamassel. "Forbidden Kingdom" nimmt sich mit der Vielzahl seiner Motive und Anspielungen wie ein Potpourri der chinesischen Mythologie und Legendenbildung aus. Zu der ordentlichen Prise Fantasy gesellt sich handwerkliche Perfektion: Die mitunter atemberaubende Action besorgte der "Matrix"-Choreograf Yuen Wo Ping, für die rasante Kamera zeichnet Peter Pau, ein Meister seines Fachs, verantwortlich.
Wie schon in Zhang Yimous "Hero" oder Ang Lees "Tiger & Dragon" hängen die Kombattanten an retuschierten Seilen und schlagen der Schwerkraft ein Schnippchen. Ergebnis: vollendete Körperakrobatik, bei der man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Höhepunkt: die vergnügliche Klopperei zwischen Li und Chan. Die alten Herren haben's immer noch drauf!




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