Ein so schöner Mann - der muss doch einfach schwul sein
Oberflächliche Liebeskomödie: "Love And Other Disasters" mit Brittany Murphy
Vielleicht hätte sie besser vorher fragen sollen. Aber dann hätten sich wohl nicht folgende Missverständnisse und Umwege ergeben. Emily Jackson (Brittany Murphy), quirlige Mode-Redakteurin bei der englischen Vogue in London und in Liebesdingen um keinen Rat verlegen, ist nämlich fest davon überzeugt, dass Paolo (Santiago Cabrera), Aushilfsfotograf und Argentinier, schwul ist. So ein attraktiver Kerl - der ist zu schön, um wahr zu sein. Was liegt da näher, als Paolo mit ihrem schwulen Mitbewohner Peter (Matthew Rhys) zu verkuppeln. Man ahnt es: Paolo steht gar nicht auf Männer, sondern auf Emily. Doch die weigert sich beharrlich, es zu bemerken . . .
"Love and Other Disasters" erinnert an "27 Dresses", der erst kürzlich in unseren Kinos lief. Hier wie dort haben sich die Autoren von anderen Filmen so einiges abgeschaut. Ein wenig "Sex and the City", ein bisschen "Der Teufel trägt Prada", ein Schuss "Notting Hill" und ein Spritzer "Emma", nicht zu vergessen "Frühstück bei Tiffany" mit seinem Mancini-Hit "Moonriver" - Regisseur Alek Keshishian (sein letzter Film "In Bed with Madonna" liegt schon zwölf Jahre zurück) verquirlt die Zutaten zu einer oberflächlichen, leidlich unterhaltsamen Liebeskomödie, an deren Ausgang nie Zweifel besteht.



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