Dienstag, 14. Februar 2012, 00:26

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Kino

Krieg der Künstler

DRAMA: Rudolf Thome erzählt in seinem neuen, streitbaren Film "Das Sichtbare und das Unsichtbare" die Geschichte eines Künstlerpaares, das sich auseinandergelebt hat

Filme von Rudolf Thome lassen eines gewiss nicht zu: eine laue, indifferente Reaktion. Entweder man kann etwas mit ihnen anfangen oder eben nicht - was manchmal weniger mit der Qualität des Films als mit der momentanen Befindlichkeit des Zuschauers zu tun hat. Nur wer bereit ist, sich ganz in Thomes komplexe Beziehungsstudien hineinzubegeben, wird ihre verschiedenen Ebenen durchdringen können. So auch im Fall von "Das Sichtbare und das Unsichtbare".

Hier erzählt der Filmemacher die Geschichte eines Künstlerpaares, das sich auseinandergelebt hat. Marquard von Polheim (Guntram Brattia) ist im Kunstbetrieb ganz oben angekommen, als er mit dem begehrten Paul-Gauguin-Preis ausgezeichnet wird. Doch statt pünktlich zur Preisverleihung zu erscheinen, rast er mit seinem Motorrad durch die Gegend und betrinkt sich. Derweil steht seine ebenfalls malende Lebensgefährtin Maria Döbereiner (Hannelore Elsner) wütend vor dem Spiegel und verschmiert ihren roten Lippenstift - erstes Zeichen für eine Art Kriegsbemalung, und tatsächlich befindet sich Maria fortan auf dem Beziehungs-Kriegspfad.

Während sie irgendwann zu ihrer alten Liebe zurückkehrt, begibt sich Marquard mit seiner Tochter Lucia (Anna Kubin) auf eine Reise ans Meer, während derer beide drei Tage lang nicht sprechen. Für den von einer Schaffenskrise gebeutelten Maler ist anschließend die Zeit gekommen, endgültig Abschied zu nehmen, doch vorher will ein letztes großes Werk noch vollendet werden.

>> Das Sichtbare und das Unsichtbare Deutschland 2006, 117 Minuten, ab 12 Jahren, R: Rudolf Thome, D: Hannelore Elsner, Guntram Brattia, Anna Kubin, täglich außer Mo im Studio-Kino;

 

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