Dienstag, 14. Februar 2012, 01:42

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Kino

Eineinhalb Gesichtsausdrücke reichen nicht

Mein Bruder der Vampir - hanebüchen und meistens peinlich

Der Titel deutet auf einen Horrorfilm hin, doch das Thema von "Mein Bruder der Vampir" ist Sex. Nic (Marie Luise Schramm) möchte gern, aber sie darf noch nicht, denn sie ist erst 14. Ihr Bruder Josch (Roman Knizka) möchte auch gern, aber er kann nicht, weil er geistig behindert ist. Nur der dritte Bruder Mike (Hinnerk Schönemann) darf und kann. Weil er Mitleid mit Josch hat, versucht Mike ihm eine Frau zum 30. Geburtstag zu besorgen. Der Plot des Films von Sven Taddicken ist schon hanebüchen, und je länger der Film dauert, desto mehr wünscht man sich, dass er bald zu Ende sein möge. Dass man nie gehört hätte, wie Mike in der Behinderteneinrichtung nach einem "hübschen Mongomädchen" für seinen Bruder fragt. Und dass man nie gesehen hätte, wie Josch beim Liebesakt mit einer Prostituierten scheitert. Und erst der Schluss des Films . . . Taddickens Film ist weder komisch noch grotesk, sondern meistens peinlich. Von den Schauspielern macht Alexander Scheer (am Deutschen Schauspielhaus engagiert) in einer Nebenrolle noch die beste Figur, sein Kollege Hinnerk Schönemann vom Thalia-Theater hat sich mit den eineinhalb Gesichtsausdrücken, die er zur Verfügung stellt, nicht für eine große Filmkarriere empfohlen, Roman Knizka spult sein Pensum herunter, ohne seiner Figur Tiefe zu geben. "Mein Bruder der Vampir" ist ein Film, den man ganz schnell vergessen sollte. HEINRICH OEHMSEN . Mein Bruder der Vampir D 2001, 89 Minuten, ab 12 Jahren, R: Sven Taddicken, D: Roman Knizka, Hinnerk Schönemann, täglich im Zeise; Infos im Internet: www.pegasosfilm.de

 

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