Liebes- und Entdeckungsreise
DRAMA: Darren Aronofskys "The Fountain" ist ein Post-Science-Fiction-Film mit einigen Längen
Darren Aronofsky ist ein brillanter Regisseur, das hat er mit seinem Science-Fiction-Thriller "Pi" und dem psychedelischen Drogen-Drama "Requiem For A Dream" gezeigt. Er ist auch einer, der Hindernisse überwindet, wenn ihm ein Stoff am Herzen liegt. So geschehen bei "The Fountain". Erst sprang Cate Blanchett ab, dann Brad Pitt, schließlich schrumpfte das Budget von 70 auf 40 Millionen Dollar.
Aronofsky erzählt eine 1000 Jahre umfassende Liebes- und Entdeckungsgeschichte, die ihren Ausgangspunkt im Urwald Südamerikas hat. Hier dringt der Konquistador Tomas (Hugh Jackman) in ein Maya-Heiligtum vor, das den Baum des ewigen Lebens beherbergt. Sein Fund soll Spaniens Königin (Rachel Weisz) retten, die von der Heiligen Inquisition bedroht ist.
500 Jahre weiter versucht Tomy Creo (Jackman), ein pflanzliches Heilmittel gegen den Hirntumor seiner Frau Izzy (Weisz) zu finden. Die hat sich mit ihrem Tod abgefunden und schreibt an einem Roman - über einen Konquistador im Dschungel . . . Weitere 500 Jahre später führt ein weiß gewandeter Raumfahrer (Jackman) im All seltsame Rituale aus.
"Ich wollte einen metaphysischen Post-,Matrix'-Science-Fiction-Film schaffen", hat Aronofosky gesagt. "The Fountain" mit seiner philosophischen Unterfütterung erinnert an den Kassenschlager. Ebenso an "Indiana Jones" und "2001 - Odyssee im Weltraum". Überwältigend die Bilderflut, eindrucksvoll die Verknüpfung der Geschichten. Worum es im Subtext geht, verrät der Regisseur aber nicht. Ein Aspekt ist, das irdische Leben als endlich zu akzeptieren und den Augenblick zu nutzen. Diese Botschaft indes ist schon nach 60 Minuten deutlich.
>> The Fountain USA 2006, 98 Min., ab 12 J. R: Darren Aronofsky, D: Rachel Weisz, Hugh Jackman, Ellen Burstyn, tägl. im 3001, Blankeneser, UCI Othmarschen-Park.



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