Dienstag, 14. Februar 2012, 15:36

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Kino

Alptraumhafte Bilder

Diese Filme sind anders. Neun Jahre lang hat Regisseur Matthew Barney an "The Cremaster Cycle" gearbeitet. In dem fünfteiligen Werk, entstanden zwischen 1994 und 2004, breitet der amerikanische Regisseur seine künstlerische Vision in einer Abfolge unkonventioneller Sequenzen aus. Barney erzählt keine Geschichte, es gibt kaum einmal Dialoge, nur traum-, manchmal auch alptraumhafte Bilder. Grundidee ist die Differenzierung des Menschen in männliche und weibliche Individuen.

In "Cremaster 1" aus dem Jahr 1995 tanzen wie Revuegirls ausgestattete Frauen auf dem Spielfeld eines Footballstadions, über dem zwei Zeppeline kreisen. Den Figuren begegnet man irgendwann am zweiten Handlungsschauplatz wieder, dem Inneren eines Zeppelins. Die weiteren Teile beschäftigen sich mit dem Mörder Gary Gilmore und den Entfesselungskünstler Harry Houdini, mit dem Chrysler Building in New York und den Freimaurern, einem Motorradrennen auf der Isle of Man und den Erinnerungen einer Zauberin in Budapest. Neben Barney wirken unter anderem auch Norman Mailer und Ursula Andress mit.

Barneys Mischung aus Skulpturen und Performance-Elementen hat ihm im Kunstbereich große Anerkennung eingebracht. Ausstellungen zum "Cremaster" wurden in Museen gezeigt. Der Regisseur, der mit der isländischen Musikerin Björk verheiratet ist, zählt in diesem Jahr zu den Mitgliedern bei der Berlinale-Jury. Sein Zyklus wird ab Sonntag, dem 5.2., mehrere Tage lang, aber jeweils an einem Tag komplett gezeigt.

The Cremaster Cycle USA 1994- 2002, ca. 400 Minuten, R: Matthew Barney, D: Matthew Barney, Ursula Andress, Norman Mailer, im Abaton am 5./6./12./13./19. und 26.2.; Infos im Internet: www.cremaster.net

 

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