Sonntag, 27. Mai 2012, 08:37

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Pinot Noir - Die kapriziöse Königin der roten Reben

Keine rote Rebsorte fordert den Winzer mehr als die Pinot-Noir-Traube, auch Blau- oder Spätburgunder genannt. Die kapriziöse Schöne ist von uraltem Adel: Ihre Kultivierung im Burgund, von Mönchen vorangetrieben, läßt sich über 1000 Jahre zurückverfolgen. Wächst Pinot Noir auf zu fetten Böden, mit zu hohen Erträgen oder bei zu großer Wärme, entstehen marmeladige, flache, unattraktive Weine. Aber wenn alles optimal zusammenspielt, haben diese Rotweine eine Finesse, Subtilität, Komplexität und Tiefgründigkeit, an die kein anderer Wein heranragt.

Bis heute kommen die Besten aus den Premier- und Grand-Cru-Lagen in Burgund, sind aber nur gut, wenn ein Top-Winzer dahintersteht. Solche Weine sind rar und teuer, wie auch der Lieblingstropfen von Weinhändler Gerd Rindchen (www.rindchen. de) beweist: Der 1999er Morey St. Denis 1er Cru "La Riotte" von Spitzenerzeuger Taupenot-Merme kostet 42Euro. Günstiger ist die österreichische Alternative: 2003er Pinot Noir vom Johannishof für 12,80Euro. In Deutschland gibt es mittlerweile auch schöne Spätburgunder: Hermann Egbers vom Weinhaus Stratmann (www. weinhaus-stratmann.de) empfiehlt einen würzigen 2003er Kaiserstühler vom Weingut Bercher (8,95Euro), Holger Bracker vom Weinhaus Gröhl (www.weinhaus-groehl.de) präferiert den eleganten 2002er Pfälzer Spätburgunder von Reichsrat v. Buhl (11Euro).GOTTLOB E. HÖFELMANN

 

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