Zwei verzweifelt Suchende
Michael Kliers Drama "Farland" ist eine eindringliche Studie über Unwirtlichkeit
Alles beginnt mit einem Trauma. Ein junger Mann und seine Freundin werden bei einem Autounfall schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Beide liegen im Koma, was bleibt, ist die diffuse Hoffnung. Fernab von Hoffnung sind Axel, der Vater des Jungen, und Karla, die Schwester des Mädchens. In Michael Kliers Leinwanddrama "Farland" begegnen sich beide in der Klinik. Axel (Richy Müller) ist geschieden, die Beziehung zu seinem Sohn ist sprachlos. Karla (Laura Tonke) ist heimatlos. Aufgebrochen aus dem Osten, ist sie im Westen mit ihren Träumen gescheitert. Erst der Anruf von ihrem Ex-Freund (Daniel Brühl), der sie vom Unfall ihrer Schwester informiert, lockt sie wieder in die Heimat, ins brandenburgische Farland, in die trostlose Provinz. Auch hier wohnt keine Hoffnung. Gleichwohl kommen sich Axel und Karla näher, zwei verzweifelt Suchende, die jedoch keine Chance auf ein Happy-End haben in diesem düsteren Drama, das eindringlich von der Unwirtlichkeit erzählt. (va)
Farland Deutschland 2004, 90 Minuten, ab 12 Jahren, R: Michael Klier, D: L. Tonke, D. Brühl, R. Müller, tägl. im Alabama; Internet: www.x-verleih.de



100. Geburtstag
Axel Springer
Branchenbuch Hamburg



Das Rätsel des Tages




