Dienstag, 14. Februar 2012, 20:19

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Kino

Teuflisch gute Action im Kampf gegen das Böse

Gelungene Comic- Verfilmung: "Hellboy" von Guillermo del Toro

Nicht schon wieder eine Comic-Verfilmung, mag mancher denken. Doch wem "Spiderman 2" zu anspruchsvoll und ernst und "Catwoman" zu öberflächlich und zerfahren war, dem sei diesmal ein besonderes Vergnügen empfohlen: "Hellboy", basierend auf einem Comic von Mike Magnolia, ist witzig, selbstironisch, rasant und gelegentlich auch etwas durchgeknallt.

Das beginnt schon mit dem Prolog, in dem finstere Nazis am Ende des Zweiten Weltkriegs mit Hilfe eines Portals das absolut Böse auf die Erde holen wollen. Dabei zugegen: Niemand Geringerer als Rasputin (Karel Roden), der eigentlich schon seit fast 30 Jahren tote "Lover Of The Russian Queen". Doch bevor die Apokalypse hereinbricht, verhindern die Alliierten, angeführt von Professor Broom (John Hurt), Schlimmeres. Das Portal spuckt unter lautem Getöse nur ein kleines rotes Baby mit Hörnern und einem langen Schwanz aus: Hellboy.

60 Jahre später ist aus dem roten Teufelchen ein ausgewachsener, zwei Meter großer Schrank mit über-menschlichen Kräften und einer steinernen rechten Faust geworden. So ein Aussehen macht einsam. Doch Hellboy, nun dargestellt von Ron Perlman, kompensiert den Liebesmangel durch coole Sprüche, sorgfältige Körperpflege - jeden Morgen fräst er seine Hörner nach - und einen gesunden Appetit. Für das "Bureau of Paranormal Research and Defense" des FBI kämpft der Höllenjunge gegen das Böse. Und man ahnt es schon: Rasputin is back. Schlimmer noch: Seine Helfershelfer haben aus einem Museum eine Kreatur befreit, die "Alien" und "Predator" locker in die Tasche stecken würde.

Von nun an entfacht Horrormeister Guillermo del Toro ("Blade II") ein Actionfeuerwerk, das es in sich hat. Die Ausstattung, allen voran das Labyrinth der U-Bahn, in dem Hellboy lebt, ist fantasievoll. Die Special Effects sind perfekt ohne zu erschlagen. Natürlich kommt die Geschichte übertrieben und grotesk daher. Wie ein gelungener Comic eben. Und eine flammend heiße Liebesgeschichte gibts obendrein. Nur gut, dass Hellboy feuerfest ist. Michael Ranze

Hellboy USA 2004, 132 Min., ab 12 J., R: Guillermo del Toro, D: Ron Perlman, Selma Blair, John Hurt, Jeffrey Tambor, Rupert Evans, Karel Roden, Jeffrey Tambor, Doug Jones, tägl. i. Cinemaxx Harburg, UCI Mundsburg, UCI Othmarschen-Park, UCI Smart-City, UFA-Palast; Infos im Internet unter: www.hellboy-der-film.de

 

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