Im Osten nichts Neues: Ein Zwilling kommt selten allein
"Kleinruppin Forever": öde Ostalgieklischees
Der junge Bremer Tim (Tobias Schenke), der Tennisprofi werden will, staunt nicht schlecht, als ihm bei einem Schulausflug nach Kleinruppin in der DDR plötzlich sein Zwillingsbruder Ronnie (Tobias Schenke) gegenübersteht, von dem er bisher nichts wusste. Ronnie verpasst seinem Bruder eine und haut ab in den Westen. Tim muss nun Ronnies Rolle einnehmen, was ihm aber sichtlich schwer fällt, denn er kennt sich mit den Verhältnissen im real existierenden Sozialismus überhaupt nicht aus und scheitert immer wieder an den Nickeligkeiten des Alltags. Und mit seiner coolen Wessi-Art kommt er bei den Eingeborenen auch nicht gut an.
Warum nicht mal einen Ostalgie-Film, mag sich Regisseur Carsten Fiebeler gedacht haben. Die Erfolge von "Good Bye, Lenin!" oder "Sonnenallee" waren Lockstoff genug. Und da immer noch nicht zusammengewachsen ist, was doch eigentlich zusammengehören soll, hat der Stoff erst Recht Daseinsberechtigung. Leider behandelt Fiebeler das Thema so unoriginell, dass man antworten möchte: "Kleinruppin Forever"? Lieber nicht! (vob)
Kleinruppin Forever D 2003, 103 Minuten, ab 6 Jahren, R: Carsten Fiebeler, D: Tobias Schenke, Anna Brüggermann, Michael Gwisdek, täglich im Cinemaxx, Cinemaxx Harburg, Cinemaxx Wandsbek, UCI Mundsburg, UCI Othmarschen, UFA-Palast; Infos im Internet: www.kleinruppinforever.de



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