Rembrandt? Vier Ganoven wissen von nichts
"Klauen für Anfänger" ist eine unterhaltsame dänische Komödie
Als Schrottdieb gehört man bestimmt nicht zu den hellsten Geschöpfen unter der Sonne. Wie dumm aber muss man sein, den einzigen Rembrandt Dänemarks hoppzunehmen? Ein Aufstieg auf der Karriereleiter war es wahrlich nicht, den das dänische Gangsterquartett Mick (Lars Brygmann), sein Sohn Tom (Jakob Cedergren) sowie die beiden Freunde Jimmy (Nicolas Bro) und Kenneth (Nikolaj Coster Waldau) da hingelegt hat. Wobei man zur Ehrenrettung der sympathischen Kleinkriminellen erwähnen muss, dass es ein Versehen war (und der filmische Kunstraub auf einer wahren Begebenheit beruht).
So sicher wie den vier Ganoven nun die Polizei nebst Interpol und die gesamte dänische Unterwelt auf den Fersen ist, nimmt die Geschichte natürlich allerlei unerwartete und ziemlich komische Wendungen. Zudem sind noch ein einfühlsamer Vater-Sohn-Konflikt sowie zwei Liebesgeschichten eingeflochten, die das perfekt gecastete Schauspielerteam bravourös meistert (auch immer wieder gern gesehen: Paprika Steen als lebenslustige Fremdgängerin und Sonja Richter als sensible Ex-Pornodarstellerin).
Das Spielfilmdebüt von Jung-Regisseur Jannik Johansen, der zusammen mit Anders Thomas Jensen ("Open Hearts", "Skagerrak") das Drehbuch schrieb, reiht sich mühelos in die vielen dänischen Filme ein, die in der letzten Zeit ein deutsches Kinopublikum begeisterten, etwa "Flickering Lights" oder "Wilbur wants to kill himself".
Auch in dieser britisch-dänischen Co-Produktion überzeugt die scheinbar eingeschworene Schauspielerriege und beweist auf unterhaltsame Weise, dass dänisches Kino noch viel mehr als reines Dogma zu bieten hat.
Stealing Rembrandt - Klauen für Anfänger Dänemark 2003, 109 Minuten, ab 12 J., R: Jannik Johansen, D: Lars Brygmann, Jakob Cedergren, täglich im Passage; Internet: www.mfa-film.de



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