Alles fliegt in die Luft - und die Story gerät zur reinen Nebensache
"Coronado" ist ein Film für Männer mit Spieltrieb. Es leben die Spezialeffekte!
chlimm genug, dass Männer nicht erwachsen werden können. Was passiert, wenn sie Gameboy und Spielkonsole aus der Hand legen, ist in "Coronado" zu bestaunen.
Darin gerät eine Amerikanerin im Dschungel von Zentralamerika mitten in eine Revolution gegen die von den USA unterstützte Diktatur des Landes Coronado. Und während Claire (Kristin Dattilo) auf der Suche nach ihrem Verlobten allerlei Abenteuer meistert, wartet man vergeblich auf das Erscheinen von Leslie Nielsen und Charlie Sheen. Stattdessen muss man sich mit der ungepflegten Parodie auf CNN-Reporter Peter Arnett (Clayton Rohner) zufrieden geben - der nicht annähernd so viel Sexappeal ausstrahlt wie Indiana Jones. Aber egal, in Wahrheit geht es ja nicht um die Story, sondern um die Kunst der Spezialeffekte. Und die beherrscht das Produzententeam um Volker Engel und Marc Weigert perfekt - Engel heimste in dieser Kategorie schon für "Independence Day" einen Oscar ein.
So fliegen in "Coronado" computeranimierte Jeeps in die Luft, Militärhubschrauber durch Wasserfälle und Brücke-am-Kwai-Imitate den Helden um die Ohren. Effektvoll und nicht einmal kostenintensiv. Da stehen Produzenten drauf. Und die Jungs im Publikum. Voller Spieltrieb voraus!
Coronado USA/Mexiko/Schweiz 2003, 88 Min., ab 12 J., R: Claudio Fäh, D: Kristin Dattilo, Clayton Rohner, John Rhys-Davies, täglich im UCI Othmarschen-Park, UCI Smart-City, UFA-Palast; Internet: www.coronado-derfilm.de



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