Dienstag, 14. Februar 2012, 20:44

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Kino

Ein Film, der in schlechter Erinnerung bleibt

"Paycheck" von John Woo: lieblos inszeniert und schlecht gespielt

Die Geschichte ist interessant. 1953 von Philip K. Dick ("Minority Report", "Blade Runner") geschrieben, erzählt sie von einem Computerspezialisten, der im Auftrag konkurrierender Firmen Programme klaut und anschließend sein Gedächtnis löschen lässt.

Die Besetzung aber ist katastrophal: Ausgerechnet Ben Affleck spielt das Super-Brain Michael Jennings. Dass man ihm die nötige Intelligenz für den Job nicht abnimmt - okay. Doch da er daran scheitert, seine Figur mit Innenansichten auszustatten, die jenseits von zwei Gesichtsausdrücken liegen, fiebert man noch nicht einmal mit ihm mit - egal, ob nach dem letzten Job seine Erinnerung für drei Jahre ausradiert ist, sein "Paycheck" über 92 Millionen Dollar fehlt oder er die Gefühle für seine Kollegin Rachel (Uma Thurman) vergessen hat.

Was ihm bleibt, ist ein Umschlag mit 19 Gegenständen, die ihm den Weg in die Vergangenheit weisen. In ihm liegt wohl auch das Geheimnis, warum John Woo ("Mission: Impossible II") die Regie übernommen hat. Lieblos garniert mit diversen Verfolgungsjagden, spult er sein Repertoire ab. Und wenn am Ende eine weiße Taube über die Leinwand flattert, ist das nur noch ein trauriges Selbstzitat.

Paycheck USA 2003, 119 Min., ab 12 Jahren, R: John Woo, D: Ben Affleck, Uma Thurman, Aaron Eckhardt, Paul Giamatti, täglich im Cinemaxx Dammtor, Cinemaxx Harburg, Hansa-Studio, UCI Mundsburg, UCI Othmarschen-Park, UCI Smart-City, UFA-Palast; Internet: www.paycheckmovie.comSABINE DANEK

 

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