Dienstag, 14. Februar 2012, 20:07

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Rechner
  • Ticket kaufen

Kino

Eine stürmisch raue Männerwelt

Epos auf See: "Master and Commander" mit Russell Crowe

Das französische Kaperschiff ,Acheron' ist auf seinem Weg in den Pazifik abzufangen, bevor es den Krieg auf diese Gewässer ausdehnen kann. Es muss versenkt, gebrandschatzt oder als Prise aufgebracht werden." Ein Befehl, leichter erteilt als ausgeführt. Denn HMS "Surprise", eine Dreimast-Fregatte unter Captain Jack Aubrey (Russell Crowe), ist dem französischen Gegner an Geschwindigkeit und Bewaffnung unterlegen. Beim ersten Aufeinandertreffen beider Großsegler vor der Küste Nordbrasiliens wird die "Surprise" schwer beschädigt, und aus dem Befehl der britischen Admiralität scheint eine "mission impossible" zu werden. Es sei denn, ein erfahrener Seebär wie "Lucky" Aubrey übernimmt das Kommando. Die "Surprise" wird in Stand gesetzt und die Verfolgung fortgesetzt. Kurs Kap Hoorn an der Spitze Südamerikas, in ein Seegebiet, in dem schon manch respektabler Segler mit Mann und Maus untergegangen ist.

"Master and Commander - Bis ans Ende der Welt" heißt Peter Weirs spektakuläres Seeabenteuer, das auf den Romanen von Patrick O'Brian beruht. 20 Bücher mit Jack Aubrey und seinem Schiffsarzt Dr. Stephen Maturin (Paul Bettany) als Hauptfiguren hat der britische Autor verfasst, die alle zu Beginn des 19. Jahrhunderts spielen.

Weir lässt den Zuschauer eintauchen in eine Männerwelt, in der eine strenge Hierarchie herrscht und einige ungeschriebene Gesetze. Mit der Kamera kriecht er in die hintersten Winkel und auf den höchsten Mast der "Surprise". Realistisch zeigt er, was Seemannschaft bedeutet, wie ein Rädchen ins andere greift, um so ein Schiff durch Stürme und durch Flauten zu bringen. "Master and Commander" ist ein epischer, beinahe altmodisch wirkender Film, fernab von der Videospiel-Ästhetik vieler moderner Hollywood-Streifen.

Doch auch Weir und sein Team kamen nicht ohne raffinierte Tricktechnik aus, um beispielsweise den Orkan zu simulieren, in den die "Surprise" bei Kap Hoorn gerät. Die Aufnahmen meterhoher Wellen wirken spektakulärer als in Wolfgang Petersens "Der Sturm", weil in die computeranimierten Bilder auch reale Aufnahmen eines Seesturms integriert wurden.

Als die "Acheron" und die "Surprise" zum entscheidenden Gefecht aufeinander zu laufen, zeigt Peter Weir, dass er dem Genre des Piratenfilms zu neuem Ruhm verhelfen könnte. Bei der Kaperung der "Acheron" und dem blutigen Handgemenge an Bord war die Kamera hautnah dabei und verhilft dem Film so zu einem furiosen Finale.

  • Master and Commander USA 2003, 138 Min., ab 12 Jahren, R: Peter Weir, D: Russell Crowe, Paul Bettany, Billy Boyd, Max Pirkis, täglich im Cinenmaxx, Cinemaxx Harburg, Cinemaxx Wandsbek, Grindel (auch OF), Hansa-Studio, UCI Mundsburg, Othmarschen, Smart-City, UFA-Palast; Internet: www.masterandcommander.deHEINRICH OEHMSEN

  •  

    Artikel versenden

    Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus