Im Tiefschnee stecken geblieben
Spektakuläre Action und sinnfreie Dialoge: Extreme Ops ist eine Qual. Gott sei Dank fehlt DJ Ötzi . . .
Ein Kinofilm im Werbespotformat, der in eine abgelegene Skiregion in den österreichischen Alpen führt. Dorthin verschlägt es den Werbefilmer Ian (Rufus Sewell), der mit dem Ski-Ass Chloe (Bridgette Wilson-Sampras) und den Adrenalin-Snowboardern Silo (Joe Absolam) und Kittie (Jana Pallaske) den Spot für eine neue Digicam drehen will. Die Hotelanlage, an der noch gebaut wird, liegt einsam auf einer Bergspitze, umgeben von jungfräulichem Neuschnee - und bewacht von den Killern des serbischen Kriegsverbrechers Slobovan Pavlov (Klaus Löwitsch in seiner letzten Kinorolle). Und weil der die jungen Amerikaner für CIA-Agenten hält, beginnt er eine dramatische Verfolgungsjagd. Hubschrauber gegen Snowboards, Maschinengewehre gegen künstlich ausgelöste Lawinen, Skistöcke gegen Rotoren. Spektakuläre Action, die trotz aller Hightech-Einfälle billig wirkt, untermalt von sinnfreien Dialogen. Schwer nachzuvollziehen, wie Heino Ferch und Jana Pallaske ("Engel und Joe") sich in diese haarsträubende Produktion verirrt haben, in diesen Werbespot von mehr als 90 Minuten Länge, der vor allem darin besteht, dass die Abfahrtsläufer im Tiefschnee ihre Bögen ziehen. Und völlig unverständlich, wie Regisseur Christian Duguay ("The Art of War") immer wieder Geld für seine Projekte zusammenbekommt. Die einzige noch vorstellbare Qual in diesem Film wäre ein Auftritt des Disco-Jodlers DJ Ötzi, dessen "Ballermann"-Heimatort Ischgl eine nicht unwichtige Rolle in diesem Film spielt. Doch davon bleibt man zum Glück verschont. CLARA STURM Extreme Ops Großbritannien, Deutschland, Luxemburg 2002, 93 Minuten, ab 12 Jahren, R: Christian Duguay, D: Devon Sawa, Bridgette Wilson-Sampras, Rufus Sewell, Heino Ferch, täglich im Autokino, UCI Othmarschen-Park und Smart-City, UFA-Palast



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