Sonntag, 27. Mai 2012, 08:37

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Kino

Animation

Sieh mir in die Augen, Baby

In "Monsters vs. Aliens" will die US-Firma DreamWorks zeigen, warum am 3-D-Film in Zukunft niemand vorbeikommt.


Foto: Paramount

Sie haben es fast geschafft: Die Hochzeitsgäste warten, der Pfarrer auch - und natürlich der Bräutigam. Braut Susan will nur noch mal kurz an die frische Luft und wird dort prompt von einem Meteoriten getroffen. Der Glibberschleim an dem Himmelskörper hat einen erstaunlichen Effekt. Susan wächst. Zwar schafft sie es noch zurück ins Gotteshaus, aber das sprengt sie bald mit ihren gigantischen Maßen.

Mit der Heirat wird es wegen des Größenunterschieds erst einmal nichts. Stattdessen wird "Gigantika", wie sie nun heißt, vom US-Militär eingesammelt und in ein Spezialdepot gebracht, in dem sie bald ihre sonderbaren "Kollegen" kennenlernt: Missing Link ist eine Art Kreuzung aus Fisch und Affe. Der blauschleimige und sehr formunbeständige B.O.B., eine Mischung aus genmanipulierter Tomate und chemisch veränderter Dessertsoße, außerdem treiben dort noch der tintenfischartige Gallaxhar, Professor Kakerlake und ein riesiges Insektenlarvenbaby ihr Unwesen. Dieses Personal entpuppt sich als recycelte Monster aus Filmen der 50er-Jahre wie "Der Schrecken des Amazonas" über "Die Fliege" bis "Attack Of The 50 Foot Woman" erkennen. Dieses ungleiche Team soll die Welt gegen eine Invasion von Aliens verteidigen.

Wo so viele mutierte und galaktische Kräfte aufeinanderprallen, geht natürlich vieles zu Bruch. Darunter leidet auch die Golden Gate Bridge.

"Monsters vs. Aliens" ist das Flaggschiff, mit dem die US-Produktionsfirma DreamWorks ("Kung Fu Panda") das Publikum von den Vorzügen des 3-D-Kinos überzeugen will. Tatsächlich wird hier von den Regisseuren Rob Letterman und Conrad Vernon an Effekten nicht gespart. Es kracht an allen Ecken und Enden. Und sie schaffen dabei mit ihrem witzigen Personal einige herrlich schräge Situationen.

Aber gigantischer Wuchs, sonderbares Aussehen und Verfolgungsjagden reichen auf Dauer nicht aus, um an diesen Spaß zu fesseln. Es fehlt ein wenig am überbordenden und vor allem originellen Ideenreichtum, der zum Beispiel den DreamWorks-Knaller "Shrek" ausgezeichnet hat. Gegen Ende treten die Monster und Aliens zunehmend auf der Stelle.

 

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