Ein Thriller über den Widerstand gegen Hitler
Drama "Operation Walküre": Tom Cruise bleibt blass im routinierten Unterhaltungsfilm
Während des Afrika-Feldzugs kommen Oberst Claus Schenk von Stauffenberg (Tom Cruise) Zweifel an Adolf Hitler. Kurz darauf wird er bei einem Fliegerangriff schwer verletzt. So stimmt Regisseur Bryan Singer auf die Tonart von "Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat" ein.
Zurück in Deutschland, wird Stauffenberg Teil einer Verschwörung. Hitler soll getötet werden. Ein erster Versuch schlägt fehl. Stauffenberg schmuggelt eine Aktentasche mit Sprengstoff ins Führerhauptquartier in der "Wolfsschanze". Diesmal detoniert die Ladung. Stauffenberg entkommt und bereitet mit seinen Verschwörern die Übernahme der Macht vor. Aber sie kommen nicht weit, denn Hitler hat den Anschlag überlebt.
Ein wegen seiner Scientology-Zugehörigkeit umstrittener Schauspieler, der mit seiner Firma einen Film über den deutschen Widerstand dreht. Geht denn das? Singer zeigt, dass es funktioniert, wenn auch auf nicht besonders beeindruckende Weise. Den vielschichtigen und nicht in jeder Hinsicht von demokratischen Idealen geprägten Stauffenberg reduziert der Film auf eine simple Ausgangssituation und den gesamten Putschversuch letztlich auf einen Thriller. Cruise spielt den Protagonisten überraschend leidenschaftslos, fast schon mechanistisch. Die meisten Darsteller bleiben blass. Ausnahmen sind Bill Nighy und Kenneth Branagh.
Trailer: Operation Walküre - Das Stauffenberg-Attentat
Der Film entkernt nicht die historischen Ereignisse, und der Plot ist durchaus spannend erzählt. Man hat den Eindruck, die Filmemacher wollten einfach nur ein gutes Stück Unterhaltung abliefern. Es bleibt das Gefühl, man habe das alles schon häufiger gesehen. Und besser.



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