Dienstag, 14. Februar 2012, 00:22

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Kino

Leben in Südafrika

Malunde schildert die soziale Wirklichkeit in einem Land, das sich noch immer im Umbruch befindet

Kobus (Ian Roberts) ist ein Tunichtgut. Als seine Schwägerin ihn nötigt, einen Job als Vertreter anzunehmen, macht sich der 50-jährige Südafrikaner mit einem Lieferwagen voll Möbelpolitur auf den Weg. An einer Kreuzung springt ein schwarzer Junge, verfolgt von einem bewaffneten Zuhälter, in den Wagen. Kobus glaubt an einen Überfall und rast mit dem Jungen davon. Gemeinsam begeben sie sich auf die Reise durch ein Land, das immer noch im Umbruch steckt. Dem Presseheft zufolge hat Stefanie Sycholt, die Regisseurin von "Malunde" (zu Deutsch etwa: obdachlos, auf der Straße), keinen dezidiert politischen Film machen wollen. Das Problem der Rassentrennung schildert sie auf einer individuellen, überschaubaren Ebene, die Armut der schwarzen Bevölkerung eher beiläufig. Manche Szenen erscheinen in ihrer Versöhnlichkeit zu bemüht - und doch ist es der Regisseurin gelungen, soziale Wirklichkeit abzubilden. MICHAEL RANZE

Malunde Deutschland/Südafrika 2001, 118 Min., ab 6 J., R: Stefanie Sycholt, D: Kagiso Mtetwa, Musa Kaiser, Ian Roberts, täglich im Studio

 

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