Das Leben und Sterben ist eine Party
Justin Timberlake als Dealer in "Alpha Dog" [Trailer]
San Gabriel Valley, in den Randgebieten von Los Angeles: Angeödet von der Provinz, besteht das Leben von Johnny Truelove (Emile Hirsch), Frankie Ballenbacher (Justin Timberlake) und ihren Kumpels nur noch aus Sex, Saufen und Statussymbolen, finanziert durch Drogenverkäufe in der Partyszene. Kunde Zack Mazursky (Anton Yelchin) häuft solch einen schönen Batzen Schulden bei Truelove an, ist aber nicht in der Lage zu zahlen. Als Druckmittel entführt Truelove mit seinen Kumpels spontan Mazurskys kleinen Bruder Jake (Ben Foster), noch nicht ahnend, welche - tödlichen - Konsequenzen das hat.
Auf dem ersten Blick ist "Alpha Dog", inszeniert von Nick Cassavetes ("Alles aus Liebe"), nur eine ästhetisierte Abfolge von Sex, Drogen und Party 'n' Roll, die schwer in die Gänge kommt.
Mit der Zeit aber taucht der Zuschauer ein in eine verlotterte, auch von Justin Timberlake durchaus glaubwürdig dargestellte untere US-Mittelklasse, die sich für den größten Hedonisten-Hecht im Party-Karpfenteich hält, bis das Kartenhaus der eigenen Naivität in einem einzigen Moment zusammenbricht. Erschreckend dabei ist, abgesehen von der miesen deutschen Synchronisation, dass uns die Welt des amerikanische "White Trash" sehr bekannt vorkommt.
Übrigens wurde "Alpha Dog" schon im Vorfeld mit Klagen überzogen: Der Film beruht auf einem Gerichtsverfahren, das immer noch nicht abgeschlossen ist.
>> Alpha Dog USA 2007, 118 Min., ab 16 J., R: Nick Cassavetes, D: Emile Hirsch, Justin Timberlake, täglich im Cinemaxx, Cinemaxx Harburg, Cinemaxx Wandsbek, Grindel (OmU), UCI-Kinowelt Mundsburg, UCI-Kinowelt Othmarschen-Park, UCI-Kinowelt Smart-City.



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