Dienstag, 14. Februar 2012, 16:16

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Rechner
  • Ticket kaufen

Kino

Afrikanischer Alltag - kindgerecht aufbereitet

Altmodischer Film für Kinder: "Kiriku und die wilden Tiere"

Ein weiß gekleideter älterer Herr erscheint auf der Leinwand und stellt sich als Kirikus Großvater vor. Er beginnt zu erzählen, wie sein Enkel seinem Heimatdorf das Wasser wiederbrachte. Schließlich taucht Kiriku selbst auf, der Held des Films und bereits bekannt aus "Kiriku und die Zauberin", und flitzt umher, um den Frauen des Dorfes beim Anlegen eines Gartens zu helfen. Spätestens jetzt hat der afrikanische Junge die kleinen Zuschauer in seinen Bann gezogen. Staunend beobachtet man den tatkräftigen Winzling, der bald eine Brücke zwischen westlicher und afrikanischer Welt geschlagen hat.

Wie im ersten Abenteuer muss Kiriku sich gegen die böse Zauberin Karaba behaupten, die mit allen Mitteln versucht, ihm und seinem Dorf Schaden zuzufügen. Doch Kiriku mag klein sein - an Schläue ist er nicht nur seinen Altersgenossen um Längen voraus.

Einer der schönsten Momente des Films ist der Ritt Kirikus auf einer Giraffe, auf die er sich vor Karabas dienstbaren Fetischen rettet. Das Tier trägt ihn durch die vielfältige Landschaft Afrikas, und beim Anblick von Urwäldern und Wüsten gerät nicht nur der kleine Junge ins Schwärmen.

"Kiriku und die wilden Tiere" kommt herrlich altmodisch daher. Die kreativen Köpfe rund um die Regisseure Michel Ocelot und Benedicte Galup verzichten erneut komplett auf Computeranimationen. Die handgezeichneten Landschaften und Charaktere schaffen eine dichte und natürliche Atmosphäre, welche die Geräuschkulisse des Soundtracks glaubhaft unterstreicht. Der Film zeigt den kindgerecht aufbereiteten Alltag in einem afrikanischen Dorf und lehrt ganz nebenbei den respektvollen Umgang mit Natur und Mitmenschen - ohne pädagogischen Zeigefinger.

Für Kinder sind Kirikus Abenteuer ein großes und kurzweiliges Vergnügen. Eltern können sich darüber freuen, dass Afrikas Tierwelt nicht singt und tanzt, sondern fern von jeglichen Disney-Standards ihrer Art entsprechend agiert. Durch und durch empfehlenswert, birgt der Film für Eltern jedoch die Gefahr auf Löcher im Bauch. Denn wie sagt Kirikus liebevolle Mutter zu ihrem Söhnchen: "Du bist etwas Besonderes, denn du stellst die richtigen Fragen und hörst erst auf zu fragen, wenn du die richtigen Antworten erhalten hast."

Kiriku und die wilden Tiere Frankreich 2005, 75 Minuten, ohne Altersbeschränkung, R: Michel Ocelot, Benedicte Galup, täglich im Abaton, Cinemaxx Harburg, Cinemaxx Wandsbek, UCI Mundsburg, UCI Othmarschen-Park, UCI Smart-City, Zeise; Internet: www.alamodefilm.de

 

Artikel versenden

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus