"Die Kritiker haben mich immer gehasst"
M. Night Shyamalan über "Das Mädchen aus dem Wasser"
ABENDBLATT: In den USA ist Ihr Film bislang nicht gut angekommen. Eine neue Situation für Sie?
M. NIGHT SHYAMALAN: Bislang hat sich jeder Film ganz anders entwickelt, als ich es gedacht hätte! Aber in Amerika hat man nicht den Film rezensiert - sondern mich.
ABENDBLATT: Sie fühlen sich ungerecht behandelt?
SHYAMALAN: Das Publikum mag mich und meine Filme, aber die Kritiker haben etwas gegen mich. Diese große Diskrepanz gab es schon seit dem ersten Tag meiner Karriere -- sie haben mich schon immer gehasst! Seit "The Sixth Sense" habe ich mich entschlossen, beim Schreiben nie daran zu denken, was die Kritiker davon halten könnten, und ausschließlich an die Zuschauer.
ABENDBLATT: Was werfen Kritiker Ihnen denn vor?
SHYAMALAN: Sie haben etwas gegen das Persönliche, was in jedem meiner Filme steckt - sie halten das für arrogant. Sie drehen alles ins Negative um: Aus Glauben machen sie Arroganz, aus Hoffnung Anmaßung, aus Naivität Inkompetenz. Aber ich glaube an Übersinnliches und wurde wieder dafür angegangen.
ABENDBLATT: Dann müssten Sie sich daran doch gewöhnt haben.
SHYAMALAN: Ja. So wurden viele Regisseure behandelt - besonders die, die schon früh in ihrem Leben sehr erfolgreich wurden. Darunter sind auch meine Helden Hitchcock und Spielberg.
Das Mädchen aus dem Wasser läuft noch im Cinemaxx, Cinemaxx Harburg, Grindel, UCI Othmarschen-Park, UCI Smart-City



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