Die Macht der Tradition
Das beklemmende Drama "Water" von Deepa Mehta
Chuyia ist erst acht Jahre alt, aber das spielt keine Rolle: Der Mann, mit dem sie verheiratet wurde, ist gestorben und sie seine Witwe. Und das wird sie auch bis an ihr Lebensende bleiben. So wollen es die Vorschriften des Hinduismus.
Mit dieser beklemmenden Situation beginnt Deepa Mehtas Film "Water". Inzwischen gibt es in Indien zwar keine Kinderheiraten mehr, aber die im Jahr 1938 angesiedelte Geschichte erzählt nicht nur von der Vergangenheit. Indem der Film eine Achtjährige als Protagonistin wählt, führt er das System des lebenslangen Büßens für jene Sünden, die zum Tod des Ehemannes führten, ad absurdum.
| Indien 2005, 117 Minuten, ab 12 Jahren, R: Deepa Mehta, D: Sarala, Manorama, Lisa Ray, John Abraham, täglich im Studio, UCI Mundsburg.
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