Dienstag, 14. Februar 2012, 16:16

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Kino

In den Hinterhöfen von New York

Bruce Willis und Mos Def in Richard Donners Buddy-Film "16 Blocks"

Jack Mosley (Bruce Willis) ist ein Wrack in Uniform. Der Detective würde besser in eine Alkoholent- zugsklinik passen als auf ein New Yorker Polizeirevier. Aber einen Strafgefangenen zu einer Anhörung 16 Blocks weiter zu chauffieren sollte er eigentlich noch schaffen. Zumal er zwei Stunden Zeit für den Job hat. Was sich wie eine Sache von ein paar Minuten anhört, wird dann doch zu einer längeren Angelegenheit. Denn die Straßen von Manhattan sind am Morgen verstopft, Jack braucht noch eine Pulle Whisky, und zu allem Überfluß haben es Gangster auf seinen kriminellen Fahrgast Eddie Bunker (Mos Def) abgesehen. Mosley muß einen der Pistolenmänner erschießen, einem anderen entkommt er nur knapp. Und plötzlich steckt der verkaterte Polizist mittendrin im größten Schlamassel seines Lebens.

Regie-Routinier Richard Donner ("Lethal Weapon") hat diesen Echtzeit-Thriller in Szene gesetzt. Dabei setzt er weniger auf spektakuläre Verfolgungsjagden und wilde Schießereien als vielmehr auf ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel in dunklen Kellern und labyrinthischen Hinterzimmern im Chinatown New Yorks. Eigentlich bräuchte der Polizist nur Verstärkung in seiner mißlichen Lage anzufordern, doch seine Kollegen, allen voran sein langjähriger Partner Frank Nugent (David Morse), entpuppen sich als Häscher Eddie Bunkers.

In dieser Zwangslage muß Jack Mosley eine neue Partnerschaft mit dem über die Vorzüge von Backkunst philosophierenden Bunker eingehen, die ihm nicht gerade nach der Mütze ist. Bunker ist eine wirkliche "Filzlaus", die auf Gedeih und Verderb an Mosley gekettet ist - und das noch mit Handschellen.

So spannend diese Jagd zwischen den korrupten Polizisten und ihrem versoffenen Kollegen plus Anhängsel ist, so komisch wird sie nicht zuletzt durch die Verkettung von Quasselstrippe und dem lakonischen Cop, der spricht, als hätte er einen toten Vogel im Mund. Rapper Mos Def ist für die Rolle der Nervensäge eine Idealbesetzung. Gleiches gilt für Bruce Willis, dem man einerseits den versoffenen Polizisten abnimmt, aber auch den letzten Funken Anstand, der ihn antreibt, seine Mission zu Ende zu führen.

16 Blocks USA 2006, 102 Min., ab 12 Jahren, R: Richard Donner, D: Bruce Willis, Mos Def, täglich im Cinemaxx, Cinemaxx Harburg, Cinemaxx Wandsbek, Grindel (OF), Hansa-Studio, UCI Mundsburg, UCI Othmarschen-Park, UCI Smart-City, Ufa-Palast; Internet: www.16blocks-derfilm.de

 

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