Mittwoch, 15. Februar 2012, 04:02

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Rechner
  • Ticket kaufen

Kino

Mit Rap gegen Armut und Korruption

Die Doku "Senerap" beleuchtet die HipHop-Szene Westafrikas

Vor allem dank der umfangreichen Konzerttour von DaaraJ, die unter anderem beim renommierten WOMAD-Festival zu erleben war, ist afrikanischer HipHop auch bei uns bekannter geworden. Wie bedeutsam diese Musikrichtung speziell im Senegal inzwischen geworden ist, zeigt jetzt die Dokumentation "Senerap" des Hamburger Regisseurs Hans-Jörg Heinrich.

Der reiste nach Dakar, um dort senegalesische HipHop-Größen zu treffen, mit ihnen zu reden, ihre Konzerte zu besuchen und zu verstehen, welche gesellschaftspolitische Bedeutung der HipHop in Westafrika in den vergangenen Jahren erreicht hat. Tatsächlich sind es vor allem die Rapper, die auf Mißstände aufmerksam machen, die Korruption anprangern - und besonders unter jungen Leuten eine begeisterte Zuhörerschaft finden. Ob Positive Black Soul, Pee Froiss, BMG oder eben DaaraJ: Längst kann es sich kein Politiker mehr leisten, die Stimmen der Straße zu überhören.

Interessant auch, wie sehr sich die Rapper des Senegal von ihren amerikanischen Vorbildern emanzipiert haben. Speziell der im Westen so angesagte und kommerziell ausgesprochen erfolgreiche Gangsta-Rap mit seiner Gewaltverherrlichung und Frauenfeindlichkeit findet - diesen Eindruck vermittelt jedenfalls "Senerap" - in Westafrika kaum Nachahmer.

Senerap Senegal/Deutschland 2005, 86 Minuten, ohne Altersbeschränkung, R: Hans-Jörg Heinrich, am 21./22.11. im Abaton

 

Artikel versenden

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus