"Dawn of the Dead": wie ein Schlag in die Magengrube
Das Remake des Horror-Klassikers gibts jetzt im Director's Cut
Als George A. Romeros Horrorvision "Dawn of the Dead" 1979 in die Kinos kam, wurde sie entweder als radikale Konsumkritik oder als Kommentar zum noch nicht lange zurückliegenden Vietnamkrieg gedeutet. Menschliche Hüllen ohne jeden Hauch von Menschlichkeit, die sich in einen wahnsinnigen Blutrausch steigern, das kam manchem bekannt vor, der die Nachrichtenbilder aus Südostasien gesehen hatte.
Nun herrschte in den vergangenen 25 Jahren an Gräueltaten kein Mangel, und so ist auch das Remake von Zack Snyder brandaktuell. Beklemmend und blutig, schockierend und suggestiv: ein Film wie ein Schlag in die Magengrube - auf DVD jetzt sogar im neun Minuten längeren Director's Cut.
Das 70-minütige Bonusmaterial mildert allerdings das ungute Gefühl, weil es Distanz schafft. Zum Beispiel durch einen Blick hinter die Special-Effects-Kulissen, der zeigt, mit welchen technischen Tricks gearbeitet wurde, um Schädelplatten wegplatzen und Blut spritzen zu lassen. Hochinteressant auch Snyders Erklärungen zu den Szenen, die es aus verschiedenen Gründen nicht in den Film schafften. Für eine komische Note sorgt hingegen ein angeblich von Überlebenden gefundenes Privatvideo und der Trailer zur Zombie-Persiflage "Shaun of the Dead". Ein Pflichtkauf für Fans intelligenten Horrors.
Dawn of the Dead - Director's Cut USA 2004, 105 Minuten + Bonusmaterial, ab 18 Jahren, R: Zack Snyder, D: Sarah Polley, ab sofort als Kauf-DVD erhältlich



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