Das Gute kommt zu spät
"Cabin Fever" ist meist unappetitlicher Horror, dem die Spannung fehlt
Das Böse lauert immer und überall, vor allem in einsamen Hütten in dunklen Wäldern. Besser, man fährt nicht hin. Doch dann gäbe es manchen Horrorfilm nicht, angefangen mit "Tanz der Teufel". Und: Das Teenie-Horror-Genre, von "Scream" bis "Blair Witch Project" lebt vom jugendlichen Leichtsinn.
In "Cabin Fever" sind es fünf College-Freunde, die ihre Ferien in einer einsamen Waldhütte verbringen wollen. Von schüchtern über verliebt bis draufgängerisch ist dabei jeder Typ vertreten. Man ahnt es schon: Es wird zu Spannungen kommen. Fehlt nur der Auslöser. Und der steht plötzlich in Gestalt eines blutüberströmten Einsiedlers auf der Veranda. Im Prolog war zu erfahren, dass der Mann sich bei einem toten Hund mit einer schrecklichen Krankheit infiziert hat: Die Haut wird porös, löst sich in Fetzen vom Körper. Kein schöner Anblick, darum vertreiben die fünf Freunde den Hilfesuchenden unsanft. Mit bösen Folgen: Der Truck hat seinen Geist aufgegeben, eine von ihnen, Karen, hat sich angesteckt. Wer wird der nächste?
Von nun an wird der Film immer unappetitlicher - ohne an Spannung zu gewinnen. Die blutigen Bilder erreichen nie die schockierende Qualität eines David Cronenberg ("Videodrome") oder George A. Romero ("Night Of The Living Dead"), wirken manchmal sogar unfreiwillig komisch. Einzig das bittere Ende hat Format. Doch da hat man schon längst das Interesse verloren.
Cabin Fever USA 2002, 92 Min., ab 16 J., R: Eli Roth, D: Rider Strong, Jordan Ladd, Joey Kern, Cerina Vincent, James DeBello, täglich im UCI Smart-City; Infos im Internet: www.cabinfevermovie.com



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