Helge Schneider - und sonst?
Reise nach Absurdistan: "Jazzclub - Der frühe Vogel fängt den Wurm"
elge Schneider als Mann für gewisse Stunden - geht das? Nein? Wer sich das nicht vorstellen kann, dem wird sein Film "Jazzclub - Der frühe Vogel fängt den Wurm" womöglich nicht gefallen. Falls diese Konstruktion aber doch innerhalb Ihres humoristischen Toleranzspektrums fällt, hat der große Pianist aus Mülheim/Ruhr noch einiges auf Lager. Er ist in diesem Film Teddy, ein Jazzmusiker, der von seiner Kunst nicht leben kann. Also jobbt er als Fischverkäufer, trägt Zeitungen aus, macht den Gigolo und liest alten Leuten Geschichten vor. Zusammen mit seinem Bassisten (Jimmy Woode) und seinem Drummer (Pete York) spielt er in einem Jazzclub - fast nie vor Zuschauern. Der Besitzer ist pleite, aber überraschend taucht ein Musikmanager auf, der Hoffnung in dieser trostlosen Situation verspricht.
Es gibt zwar eine Handlung in Helge Schneiders Film, aber die ist eigentlich nebensächlich. Alle seine Filme sind Reisen nach Absurdistan, da macht der "Jazzclub" keine Ausnahme. Ohnehin schon schräge Situationen bis auf die Spitze zu treiben, ist Schneiders Spezialität, neben ihm werden alle anderen zu Komparsen. Klavier spielt er wieder begnadet, aber man muss ihm schon ein großes Skurrilitätsbedürfnis entgegenbringen, sonst perlt dieser Blödsinn an einem ab.
Jazzclub - Der frühe Vogel fängt den Wurm D 2004, 84 Min., ab 6 J., R: Helge Schneider, D: Helge Schneider, Jimmy Woode, täglich im Cinemaxx Dammtor, Cinemaxx Harburg, UCI Mundsburg, UCI Othmarschen-Park, UFA-Palast; Internet: www.jazzclub-derfilm.de



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