Original und Fälschung
In dem Gangsterstück The Good Thief von Neil Jordan glänzt vor allem Nick Nolte
Aus Jean-Pierre Melvilles Bob le Flambeur wurde Bob der Gambler - "The Good Thief". Gestrandet in Nizza, restlos abgebrannt und heroinanhängig. Ein verwüsteter Charakter, den Nick Nolte hier in seiner besten Rolle verkörpert - das wahre Ereignis in Neil Jordans Gangsterstück, das von Melville inspiriert ist. Mit einem letzten großen Coup will Bob sich sanieren. Er wird zum Mastermind eines raffinierten Kunstraubs. Zur Tarnung plant er einen zweiten Raub, um die Polizei abzulenken. Der Detective Roger (Tscheky Karyo) ist sein Freund. Bob hat ihm das Leben gerettet, aber Roger lässt ihn nicht aus den Augen. Das Doppelspiel exerziert Jordan auf allen Ebenen seines Films durch. Wer in diesem Exkurs über Original und Fälschung die Orientierung verliert, den rettet Noltes Präsenz. Die klassische Figur des Meisterdiebes ist im Heute angekommen. Das Flair des französischen Gangsterfilms ersetzt Jordan durch die Aura des magischen Realismus.



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