Dienstag, 14. Februar 2012, 12:16

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Kino

Horror in jeder Hinsicht

Kurz und laut: Der Fluch von Darkness Falls kann das Genre nicht bereichern

Es macht Angst, aber niemand bekommt dieses Es wirklich zu sehen. Es geistert durch die Fantasie, hat durch mündliche Überlieferung diffuse Gestalt angenommen und verbreitet tödlichen Terror. Die unsichtbare, aber stets gegenwärtige Bedrohung war (neben dem Hype) der Trick vom "Blair Witch Project". Dem visuell übersättigten Publikum auf diese Art das Fürchten zu lehren, versucht auch Jonathan Liebesman mit seinem Spielfilmdebüt "Der Fluch von Darkness Falls". Sein Gruselstück verzichtet zwar nicht auf so genannte Creature Effects, spielt vorrangig aber mit archaischen Ängsten. Die Legende der Matilda Dixon treibt in Darkness Falls vor allem Kinder um. Der rachsüchtige Geist der "Tooth Fairy" schürt die Furcht vor der Dunkelheit und vor tödlichen Albträumen. Kommt an Stelle der gütigen Zahnfee, die für jeden ausgefallenen Milchzahn etwas Süßes aufs Kopfkissen legt, wirklich eine mörderische alte Hexe? Diese Frage zu klären, ist nicht die Absicht dieses kurzen und lauten Horrorfilms. Auch wenn für seinen Protagonisten Kyle (Chaney Kley) kein Zweifel daran besteht, dass Mathilda seine Mutter ermordet hat. Noch heute, als Erwachsener, hat er Angst vor der Dunkelheit, denn er weiß, was er damals gesehen hat. Natürlich hält man ihn für durchgeknallt. Der Plot ist denkbar trivial, spannend ist an "Darkness Falls" allein die Methode. Allerdings entwickelt sich der Schrecken jenseits des Visuellen nicht gerade subtil, sondern mit brachialem Getöse. Statt Horror fürs Auge gibt es also ordentlich was auf die Ohren - was am Ende dann schon wieder auf das Selbe hinausläuft. Der Fluch von Darkness Falls USA 2003, 85 Min., ab 16 Jahren, R: Jonathan Liebesman, D: Chaney Kley, Emma Caulfield, Lee Cormie, täglich im Cinemaxx Harburg, UCI Othmarschen-Park, UCI Smart-City, UFA-Palast

 

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