Komödie
Wenn den Profikiller die große Liebe erwischt
"Mord ist mein Geschäft, Liebling" mit Nora Tschirner und Rick Kavanian.
Foto: Warner
Toni Ricardelli (Rick Kavanian) ist Profikiller, und er ist es gern. "Gute Bezahlung, flexible Arbeitszeiten, und man hat viel mit Menschen zu tun", lautet seine Arbeitsplatzbeschreibung. Wer nun Umschulungsgedanken hegt, sei gewarnt: Frauen finden Auftragsmörder gar nicht sexy. Unvermeidliche Folge: Toni ist noch immer solo. Da lernt er die schusselige, aber hübsche Verlagslektorin Julia (Nora Tschirner) kennen.
Dummerweise hat er kurz zuvor einen ihrer wichtigsten Autoren, den ehemaligen Mafioso Enrico Puzzo (Franco Nero), gekillt. Die geplante Veröffentlichung seiner Memoiren war einigen Unterweltlern ein Dorn im Auge - da bestand akuter Handlungsbedarf. Um Julia trotzdem auf die Pelle rücken zu können, gibt sich Toni als Puzzo aus - sehr zum Unwillen ihres Verlobten und zahlreicher Mafiosi.
Der Erfolg der beiden "Wixxer"-Filme hat Produzent Christian Becker keine Ruhe gelassen. Eine weitere Persiflage musste her. Doch wo "Der Wixxer" die deutschen Edgar-Wallace-Filme der 60er-Jahre geschickt parodierte und gekonnt mit Klischees und Stereotypen der Reihe jonglierte, beschränkt sich Regisseur Christian Niemann ("Hui Buh, das Schlossgespenst") auf Klamauk und Blödelei. Die Inszenierung setzt auf einen nostalgischen Retro-Stil mit Split-Screen und Wischblenden und gibt ordentlich mit ihren Produktionswerten an. Tolle Ausstattung, sogar in Italien wurde gedreht. Doch das nützt nichts, wenn der Plot so wenig hergibt und die Kalauer derart platt und unkomisch daherkommen.




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