Sonnabend, 26. Mai 2012, 03:25

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Kino

Drama: "Flash Of Genius"

David gegen Goliath - Ein Kampf für Gerechtigkeit

Marc Abrahams Film "Flash Of Genius" erzählt vom Kampf eines betrogenen Erfinders gegen einen mächtigen Autokonzern. In der Hauptrolle: Greg Kinnear.


Foto: Kinowelt

Manche Dinge des Alltags nimmt als so selbstverständlich hin, dass man gar nicht mehr über sie nachdenkt. Wer sie wohl mal erfunden hat? Scheibenwischer zum Beispiel. Nicht nur praktisch, sondern auch dringend nötig. Bei Nieselregen reicht es, wenn sie nur alle paar Augenblicke ihre Tätigkeit aufnehmen. Robert Kearns hat diese sogenannten Intervallscheibenwischer erfunden, dies ist seine Geschichte. Es beginnt Anfang der 60er Jahre. Als Robert Kearns (Greg Kinnear), Universitätsprofessor in der Autostadt Detroit, der verirrte Korken einer Champagnerflasche ins Auge fliegt und er darauf hin einige Zeit blinzeln muss, hat er den Geistesblitz: Warum sollte ein Scheibenwischer nicht genauso funktionieren wie ein blinzelndes Augenlid? Er macht sich an die Arbeit, meldet seine Erfindung 1967 zum Patent an und versucht sie, an Ford zu verkaufen. Die Manager lassen sich alles zeigen und erklären – und lehnen Kearns Erfindung ab. Was sie allerdings nicht daran hindert, sie in den neuen Ford Mustang einbauen zu lassen. Kearns ist entsetzt und zieht vor Gericht. Frau und Kinder unterstützen ihn nach Kräften. Doch der Kampf gegen die mächtige Autoindustrie dauert immer länger.

David gegen Goliath: „Flash of Genius“, inszeniert von Marc Abraham, erzählt nicht so sehr die Geschichte vom amerikanischen Traum, sondern vielmehr von seiner Torpedierung. Da hat einer etwas erreicht, und darf doch nicht von seinem Erfolg profitieren. Statt dessen muss er um Anerkennung und Gerechtigkeit kämpfen. Dabei interpretiert Greg Kinnear den Erfinder durchaus zwiespältig als unvernünftigen Dickkopf, der außergerichtliche Abfindungen in Millionenhöhe ausschlägt, seine geistige Gesundheit gefährdet und seine Ehe aufs Spiel setzt. Manchmal geht einem dieser Kerl ganz schön auf die Nerven, und trotzdem zieht uns Kinnear auf seine Seite. Fazit: Liebevoll ausgestattetes, in positivem Sinne altmodisches, manchmal zu konventionelles Hollywoodkino, das sich im letzten Viertel zu sehr in den ausgetretenen Pfaden des Gerichtsfilms bewegt.

Flash Of Genius USA 2008, 120 Min., o. A., R: Marc Abraham, D: Greg Kinnear, Lauren Graham, Dermot Mulroney, Alan Alda, täglich im UCI Othmarschen-Park; Internet: www.flashofgenius.kinowelt.de

Bewertung: annehmbar

 

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