Science-Fiction: Mensch gegen Maschinen
Das Leben nach der Apokalypse
In "Terminator - Die Erlösung" gibt es eine Welt ohne Bösewichte, Städte, Häuser, Straßen - und ohne Pointen. Ein nur durchschnittlicher Film mit viel krachender Action.
Der ist wirklich böse und will nicht nur spielen: In "Terminator - Die Erlösung" wollen die T-800 Terminatoren der Firma Skynet die Menschheit endgültig versklaven. Der Film läuft ab dem 4.6. in acht Hamburger Kinos.
Foto: AP
Wer hätte jemals gedacht, dass man einmal wehmütig sechs Jahre zurück blicken würde, zurück auf "Terminator 3 - Rebellion der Maschinen"? Was waren das für noch Zeiten: Da gab es einen Guten, nämlich Arnold Schwarzenegger, und eine schöne Böse, nämlich Kristanna Loken im roten Lederdress. Ordentlich austeilen konnte die. Dagegen war der T-1000 in "Terminator 2" ein Waisenknabe. Angesiedelt waren die Vorgänger in der Gegenwart, in einer Stadt mit ganz normalen Menschen, um die man sich ernsthaft Sorgen machen musste.
In "Terminator - Die Erlösung" gibt es keine Bösen mehr. Eine ominöse, nicht greifbare Firma namens Skynet hat den größten Teil der Menschheit in einem nuklearen Holocaust bereits ausgelöscht. Trotzdem baut sie noch fleißig einen Killer-Roboter nach dem anderen - man kann ja nie wissen ... Warum Skynet so sauer ist auf die Menschen, wird von den Drehbuchautoren nie erklärt. Apropos nuklearer Holocaust: McG, der Regisseur, hat sich viel Mühe gegeben, eine postapokalyptische Landschaft zu kreieren. Keine Städte, keine Häuser, keine Straßen, keine Farmen, keine Felder. Kurzum: Es gibt nichts zu sehen. Nicht gerade das, was man von einem Kinobesuch erhofft.
Natürlich soll es immer noch John Connor (Christian Bale), dem Anführer des Widerstands der Menschen gegen die Maschinen, an den Kragen gehen. Mit heiserer Stimme flüsternd, die Bedeutungsschwere signalisiert, berichtet er aus dem Off überblicksartig von den Entwicklungen. Zum Beispiel, dass ein U-Boot unter Führung von General Ashdown (Michael Ironside) die Skynet-Zentrale in die Luft jagen will. Doch die fiese Firma missbraucht Kriegsgefangene als menschliche Schutzschilde, die Connor - zum Unwillen des Generals - schonen will. Auftritt Marcus Wright (Sam Worthington), ein verurteilter Mörder aus der Vergangenheit, der nun als menschlicher Cyborg Skynet infiltrieren soll.
Und schon wieder muss man sich fragen, warum McG sich so viel Mühe gibt, einen Roboter einzuführen, der aussieht wie ein Mensch und sprechen kann. Das war doch in den drei Vorgängern selbstverständlich. Wozu der große Aufwand, wo ist die Pointe?
Doch dies ist nicht der Film für hintergründige Fragen. Von Beginn an haut uns der Regisseur die Action um die Ohren - zu Wasser, zu Lande, in der Luft, höher schneller, weiter, eine Explosion größer und lauter als die andere. Wer wissen will, wie es in einem abstürzenden Hubschrauber aussieht, ist hier richtig.
++--- Terminator - Die Erlösung USA/D 2008, 115 Min., ab 16 J., R: McG, D: Christian Bale, Sam Worthington, Bryce Dallas Howard, Helena Bonham Carter, täglich im Cinemaxx (auch OF), Cinemaxx Harburg, Cinemaxx Wandsbek, Hansa-Studio, Streit's (OF), UCIs Mundsburg, Othmarschen-Park, Smart-City; www.terminator-die-erloesung.de




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