Bilanz für 2009
Mehr als die Hälfte des deutschen Weines auf Prädikatsniveau
Die Erntemenge ist etwas geringer als erwartet. DWI: "Spitzenjahrgang mit außergewöhnlich gutem Preis-Genuss-Verhältnis"
Vielen deutschen Winzern bereitete die Lese des Jahrgangs 2009 gute Laune.
Foto: Picture-Alliance/DPA
Mainz. Dieses Jahr können leidenschaftliche Weiß- und Rotweintrinker mit Vorliebe für deutsche Gewächse ihre Gaumen besonders verwöhnen, denn die Weinernte 2009 ist drei Prozent höher ausgefallen als noch im November vorigen Jahres prognostiziert wurde. Die gesamtdeutsche Weinerntemenge beträgt für 2009 etwa 9,14 Millionen Hektoliter, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) auf der Datenbasis des Deutschen Weinbauverbandes und des Statistischen Bundesamtes jetzt berichtet. Aufgrund der sehr guten Witterungsverhältnisse des vergangenes Jahres hatten 53 Prozent der eingebrachten Trauben Prädikatsweinniveau, weitere 43 Prozent seien für die Qualitätsweinproduktion geeignet gewesen.
„Der Jahrgang 2009 wird damit seinem Ruf als Spitzenjahrgang absolut gerecht. Er hat Weine mit einem außergewöhnlich guten Preis-Genuss-Verhältnis hervorgebracht und wird sowohl bezüglich der Mengen als auch der Qualitäten als marktgerecht angesehen“, erklärt DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.
Trotzdem bedeutete dies für die Winzer in 2009 nicht mehr Arbeit, denn das Ernteergebnis liegt nach jüngsten Schätzungen der Europäischen Kommision 8,6 Prozent unter dem des Vorjahres sowie 7,3 Prozent unter dem zehnjährigen Mittel. Eine besonders gute Ernte brachten die Winzer dennoch in den Weinbaugebieten in Baden, Pfalz und Rheinhessen ein.





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